Schulstart in Hamburg

Hamburg: Schwieriger Schulstart in der Coronavirus-Krise

  • Enno Eidens
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Schon nächste Woche soll in Hamburgs Schulen wieder unterrichtet werden. Die Abiturprüfungen beginnen bereits heute. Wegen des Coronavirus stehen die Schulen dabei vor großen Herausforderungen.

  • Am Montag, 27. April soll der Unterricht in Hamburgs Schulen wieder beginnen.
  • Die Coronavirus-Krise stellt Schulen vor große Herausforderungen.
  • Die Abiturprüfungen beginnen heute – dagegen gibt es Proteste.

Hamburg - Schon am Montag geht es los! Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) sprach am vergangenen Freitag über die Pläne für einen Schulstart nach dem Coronavirus-Sars-CoV-2-Lockdown. Zuerst beginnt der Präsenzunterricht für Abschlussklassen. Ab dem 4. Mai müssen auch Viert- und Sechstklässler wieder in die Schulen. Die Verantwortlichen müssen nun schnell Konzepte entwickeln, um die Coronavirus-Hygienevorschriften einhalten zu können.

Hamburgs Schulen öffnen – wie unterrichten in Zeiten des Coronavirus?

Ein erstes Problem ist offensichtlich: wie viele Schüler passen in einem Klassenraum? Der empfohlene Coronavirus-Mindestabstand von 1,50 Metern lässt sich im normalen Schulbetrieb kaum umsetzen. Schulsenator Rabe sprach deshalb von elf bis dreizehn Schülern pro Raum. Ob die Hamburger Schulen, dass im Einzel so umsetzen können, ist unklar. Im Gymnasium Eppendorf ist dies zumindest nicht der Fall, berichtet das Hamburger Abendblatt. Hier passen laut Schulleiterin Maike Languth gerade mal neun Schüler in einen Raum!

Unter ähnlich strengen Coronavirus-Vorschriften beginnen heute die Abiturprüfungen in Hamburgs Schulen. Im Gymnasium Eppendorf hat man sich entschieden, maximal acht Schüler in einem Raum schreiben zu lassen. Wer zu einer Risikogruppe gehört, schreibt alleine. Und natürlich: jeder Raum brauch eine Aufsichtsperson. Das bedeutet, wie auch beim Schulstart in Kleingruppen, dass Hamburg mehr Lehrerinnen und Lehrer braucht.

Eins ist klar: Hamburgs Schulbehörde und der Hamburger Senat haben in der Coronavirus-Krise noch viel zu tun. Die Schulen fordern klare Ansagen, Schüler und Eltern wollen mit ihren Sorgen ernst genommen werden. 24hamburg.de hat sich mit einem Schüler unterhalten, der gemeinsam mit Mitschülern in einer Petition eine Verschiebung der Abiturprüfungen fordert. Schüler der Stadtteilschule Rissen drohen sogar mit einem Boykott der Prüfungen.

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