Abitur in Hamburg

Hamburger Abitur startet trotz Protesten im April

Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe sitzt an seinem Laptop und guckt einen Journalisten an, der nicht im Bild ist. Er beantwortet nach einer Senatssitzung fragen zum Schulbetrieb in Hamburg nach der Lockerung der Coronavirus-Regelungen.
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Hamburg: Ties Rabe (SPD), Hamburgs Schulsenator, beantwortet nach einer Senatssitzung Fragen von Journalisten.
  • Enno Eidens
    vonEnno Eidens
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Am Dienstag, 21. April starten in Hamburg die Abiturprüfungen. Trotz Coronavirus-Krise hat man sich gegen einen Aufschub entschieden. Schüler und Eltern protestieren.

  • Die Abiturprüfungen in Hamburg beginnen trotz Coronavirus-Krise im April.
  • Der normale Schulbetrieb soll ab dem 27. April langsam starten.
  • Schüler und Lehrer protestieren, in Hamburg-Rissen wird mit Boykott gedroht.

Hamburg - Die Hamburger Schulen nehmen noch im April den Betrieb auf. Schritt für Schritt will Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) die Beschränkungen lockern. Für Hamburger Abiturienten geht es schon morgen los. Vom 21. April bis zum 6. Mai müssen sie ihre Prüfungen ablegen. Der Beginn wurde wegen der Coronavirus-Krise um fünf Tage nach hinten verschoben, jedoch wurde die gesamte Zeitspanne nicht verlängert. Fünf Tage fallen weg, die einzelnen Prüfungen liegen enger beieinander. In einer Petition fordern knapp 2000 Hamburger Schüler im Abitur eine Verschiebung der Prüfungszeit um ein bis zwei Wochen.

Abitur: Hamburg beginnt trotz Protesten mit den Prüfungen

Besonders starken Protest gibt es in Rissen. Die Schüler der Stadtteilschule Rissen drohten mit einem Boykott der schriftlichen Prüfungen. In einer E-Mail wendete Sie sich am Samstag, 18. April mit ihren Bedenken und Forderungen an Hamburgs ersten Bürgermeister Peter Tschentscher sowie Schulsenator Ties Rabe, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Andere Schüler versuchen es mit einer Petition. Der 17-jährige Hamburger Tolga Dogan fordert auf change.org die „Verschiebung des Hamburger Abiturs 2020“ um mindestens 1-2 Wochen. Seit März läuft die Petition, unterzeichnet haben Sie bisher (Stand 20. April) 1.837 Personen. Ein Boykott, wie ihn die Schüler aus Rissen andrehen, ist für ihn „überhaupt keine Option.“ Im Interview mit 24hamburg.de spricht über die seine Petition und die Probleme, vor die viele seiner Mitschüler nun gestellt sind. Dogans Abiturprüfungen am Gymnasium Rahlstedt beginnen am Mittwoch, besonders wegen seiner Physikprüfung macht er sich große Sorgen.

Der 17-jährige Hamburger Schüler Tolga Dogan protestiert mit einer Petition gegen Abiturprüfungen im April.

24hamburg.de informiert aktuell über Änderungen der Coronavirus-Maßnahmen. Die aktuellen Lockerungen betreffen nicht nur Abiturienten, sondern auch den Einzelhandel und die Kita-Notbetreeung.

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