Die Heimat des Hamburger SV

Volksparkstadion: HSV-Spielstätte mit Namensproblemen

  • Jan Knötzsch
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Das Volksparkstadion ist die Location für Fußball- und Musikfans in Hamburg. Neben den Heimspielen des HSV finden dort nämlich auch Konzerte statt.

  • Das Volksparkstadion ist Heimat des Hamburger SV und gleichzeitig auch Veranstaltungsort.
  • In den letzten Jahren wechselte es mehrmals den Namen.
  • Besucher reisen am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Hamburg – Das Volksparkstadion in Hamburg ist nicht nur das größte der Stadt – es ist auch das siebtgrößte Fußballstadion Deutschlands. Seit der Eröffnung 1953 hat es eine vielseitige und wechselhafte Geschichte hinter sich. Heute ist es Heimstadion des Hamburger SV und Veranstaltungsort für Konzerte, private und Firmenevents.

Volksparkstadion: Bau und Geschichte des HSV-Fußballstadions

Bei der Eröffnung 1953 ergab sich der Name für das neuerrichtete Stadion ganz einfach aus seiner Lage heraus: Es befindet sich nämlich direkt im Altonaer Volkspark im gleichnamigen Bezirk Hamburgs. Der Name Volksparkstadion lag daher auf der Hand. Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 und der Europameisterschaft 1988 war das Stadion wichtiger Veranstalter für große Events. Trotzdem galt es aufgrund seiner überdimensionierten Größe als eines der unbeliebtesten Stadien in ganz Deutschland. Kurz vor der Jahrtausendwende begann daher der Umbau zu einem reinen Fußballstadion.

StadionnameVolksparkstadion
AdresseSylvesterallee 7, 22525 Hamburg
Fassungsvermögen57.000 Plätze
Eröffnet2000
Architektonische Höhe35 Meter

Ein erneuter Umbau erfolgte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Seitdem verfügt das Volksparkstadion über ein elektronisches Zugangssystem, bessere Sicherheit und ein neues Presse-Zentrum. Gleichzeitig baute der HSV sein neues Trainingszentrum neben das Stadion, sodass das HSV-Fußballstadion nichtmehr nur Spielort, sondern nun Heimat des Vereins ist. Für die Baumaßnahmen wurde ein Kredit aufgenommen, der noch bis 2023 läuft. Der jährliche Betrag zur Tilgung inklusive Zinsen liegt bei rund vier Millionen Euro.

Das Volksparkstadion in Hamburg und seine vielen Namen

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen erwarb der HSV das Volksparkstadion mit dem zugehörigen Grundstück zum symbolischen Preis von einer D-Mark von der Stadt Hamburg. Um den kostspieligen Umbau zu finanzieren, verkaufte der HSV die Namensrechte an das Unternehmen AOL. Nach Fertigstellung trug das Stadion daher von 2001 bis 2007 den Namen AOL Arena. Damit gehörte das HSV-Fußballstadion zu den ersten, das einen Sponsorennamen erhielt. Auch der Wechsel dieses Sponsors und damit des Stadionnamens 2007 war das erste Ereignis dieser Art in Deutschland. Die HSH Nordbank musste ihr Sponsoring aufgrund der Finanzkrise aber 2010 vorzeitig abgeben.

Nachfolger wurde Imtech mit der Imtech Arena. 2015 erwarb schließlich der private Geschäftsmann und Mäzen des HSV, Klaus-Michael Kühne (73), die Namensrechte am HSV-Fußballstadion. Anstatt für sich zu werben, gab er dem Volksparkstadion aber wieder seinen alten Namen zurück. Ganz verschwunden war dieser sowieso nie. Im Volksmund wurde die Arena auch während des Namens-Sponsorings meist bei ihrem ursprünglichen Namen genannt.

Volksparkstadion in Hamburg: Kapazität und Aufteilung zwischen HSV-Kurven und Konzerten

Das Volksparkstadion verfügt insgesamt über 57.000 Plätze. Bei 10.000 davon handelt es sich um Stehplätze. Da bei internationalen Spielen jedoch keine Stehplätze erlaubt sind, verfügen die entsprechenden Blöcke über verborgene Klappsitze. Mit reiner Sitzplatzbestuhlung sinkt die maximale Zuschauerzahl aber auf 51.500 Plätze.

Blick auf die Tribüne des Volksparkstadions

Die Nordtribüne des Volksparkstadions ist als Heimbereich ausschließlich HSV-Fans vorbehalten. Der Gästeblock ist die 14 mit den Stehbereichen 14A und 14B und dem Sitzbereich 14C. Er liegt zwischen Süd- und Westtribüne. Auf der anderen Seite der Südtribüne befindet sich der Familienblock. Dieser zeichnet sich durch ein Rauchverbot, reduzierte Preise für Kinder und ein besonderes Catering-Angebot aus.

Auf seiner Webseite bietet der HSV nicht nur einen 360 Grad View, sondern auch die Möglichkeit, virtuell im Stadion Platz zu nehmen. So kann man vor dem Ticketkauf die Innenansicht und die ideale Platzwahl testen. Wem das Online-Modell nicht ausreicht, der kann sich auch einen Bausatz zum selber bauen kaufen und sich das Volksparkstadion ins eigene Zuhause holen. Einige Gamer bauten das HSV-Fußballstadion auch bereits in Minecraft nach.

HSV-Stadion: Lage und Hinweise zur Anfahrt zum Volksparkstadion

Das Volksparkstadion liegt im Nordwesten Hamburgs im Bezirk Altona im Stadtteil Bahrenfeld .Theoretisch stehen im Umkreis des Stadions ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Gerade an Spieltagen und bei großen Veranstaltungen ist die Anreise mit dem eigenen Auto aber wenig empfehlenswert. Durch viele Engpässe bei der Zufahrt und der Parkplatzzuteilung entstehen häufig lange Wartezeiten. Sowohl der HSV als auch andere Veranstalter empfehlen deshalb die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Eintrittskarte berechtigt in der Regel zur Nutzung der Verkehrsmittel des Hamburger Verkehrsverbundes.

Wer ein Hotel in der Nähe des Stadions hat, kann natürlich auch zu Fuß gehen. Zu diesem Zweck stehen im Umkreis des Stadions zahlreiche Bus-, S-Bahn- und U-Bahn-Stationen zur Verfügung. Reisende, die mit der Bahn nach Hamburg kommen, können am Hauptbahnhof die S3 und S21 nutzen und in Stellingen-Volksparkstadion aussteigen. Gerade bei Spielen des HSV und sehr großen Events verkehren von dort aus häufig Shuttlebusse zu den Eingängen. Alternativ kann mit der Linie S11 die Haltestelle Othmarschen genutzt werden.

Rund um das Volksparkstadion

Mit dem Bus können Fans auf dem Weg zum Volksparkstadion die Linie 22, die zwischen S-Blankenese und U-Kellinghusenstraße verkehrt, nutzen. Von der Haltestelle Schnackenburgallee sind es etwa zehn Minuten Fußweg bis zum Stadion. Am nordöstlichen Eingang des Volksparkstadions finden Fans den Arena Store und das HSV Service-Center. Dort können sie Merchandise erwerben und die beliebten Führungen durch das Stadion buchen. Diese werden mehrmals täglich angeboten. Ein Ticket beinhaltet außerdem den Zutritt zum zugehörigen Museum. Das HSV Service Center versorgt Fans und Interessierte mit allen Infos rund um das HSV-Fußballstadion und den HSV selbst.

Ebenfalls im Nordosten des Volksparkstadions befindet sich das Fanrestaurant „Die Raute“. Es hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet neben verschiedenen Tagesgerichten auch die Möglichkeit für größere Events und Abendgesellschaften. Damit ergänzt sie das Angebot der HSV VIP-Lounge als Event- und Tagungsort.

Volksparkstadion in Hamburg: Praktische Tipps für den Besuch - ob HSV oder Konzert

Wer ein Event oder Spiel im Volksparkstadion besuchen will, sollte sich im Vorfeld mit der Stadionordnung vertraut machen. Darin ist auch geregelt, welche Gegenstände mit auf die Ränge genommen werden dürfen und welche nicht. Im Stadion verboten sind nach aktueller Ordnung:

  • Rucksäcke und Taschen, deren Grundfläche größer als die eines DIN-A4-Blatts ist
  • Waffen jeder Art
  • Sprühdosen
  • Flaschen oder Becher aus Glas
  • Speisen und Getränke
  • Tiere

Zur Versorgung müssen daher die örtlichen Verkaufsstände im Volksparkstadion genutzt werden . Vorteilhaft für Besucher ist, dass das HSV-Fußballstadion überdacht ist. Besucher sind auf den Rängen daher sowohl vor Sonne als auch vor Regen geschützt. Über das genaue Wetter am Volksparkstadion können sich Besucher per Webcam ein Bild machen. Für Konzerte gibt es üblicherweise nur Sitzplätze.

Volksparkstadion: Events und Konzerte 2020

Zu den wichtigsten Events neben den Heimspielen des HSV gehören zahlreiche große Konzerte im Volksparkstadion. Viele für 2020 geplante Events mussten aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. Zu den wichtigsten davon gehören die Bands Guns’n’Roses und Rammstein. Für einige Konzerte gibt es bereits einen Ersatztermin. Für andere suchen die Veranstalter noch nach einer Lösung. Wenige Events mussten aber sogar bereits ganz abgesagt werden, darunter auch das Konzert von Guns N’Roses. Das Rammstein-Konzert wurde zunächst ins Jahr 2021 verschoben.

Auch wenn die meisten großen Veranstaltungen aufgrund der geltenden Beschränkungen abgesagt werden müssen, können der VIP-Bereich des Volksparkstadions und die VIP-Lounges nach wie vor für private Events und Firmenfeiern gebucht werden. Am einfachsten geht das direkt über die Homepage des HSV-Fußballstadions. Das Event-Center fasst mit einer Größe von 1.300 m² bis zu tausend Personen. Außerdem stehen Interessierten auch noch zahlreiche Nebenräume sowie das stadioneigene Catering zur Verfügung. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa/picture alliance

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