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2G-Regel: Shopping ohne Maske – welche Geschäfte mitmachen und welche nicht

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Von: Kevin Goonewardena

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Ab Samstag haben Hamburger Einzelhändler die Wahl zwischen dem 2G- und 3G-Modell. Wer mitmachen will und was Kunden in Hamburg jetzt wissen müssen.

Hamburg – Die verschärfte 2G-Regelung, die nur noch Genesenen und Geimpften Zugang zu den Ladenlokalen gewährt, wird ab kommenden Samstag optional auch in Hamburg eingeführt werden. Zuerst waren Hessen* und Niedersachsen vorgeprescht. Das 2G-Modell fand bisher vor allem in Restaurants, Kultureinrichtungen wie etwa Kinos, Theatern oder Livemusic-Clubs und bei größeren Veranstaltungen Anwendung.

Nun aber können auch Einzelhändler den Zugang zu ihren Geschäftsräumen auf diese Weise regeln. Ob 2G angewandt wird oder es bei 3G bleibt, liegt bei den jeweiligen Gewerbetreibenden. Die neue Regelung ist nicht verpflichtend. Was machen die Einzelhändler in der Hansestadt Hamburg? Wer ist dabei, wer nicht?

Stadt:Hamburg
Anzahl Einzelhändler:15.956 (inkl. KFZ-Händler, Stand 2018)
Umsatz Einzelhhandel gesamt:11.440,5 Milliarden Euro (2018)
Darunter Umsatz Einzelhandel Innenstadt:1.977,0 Milliarden Euro (2018)
Anteil des innerstädtischen Umsatzes am Gesamtumsatz:17,3 Prozent

2G-Regel: Das ändert sich in Hamburg im Einzelhandel ab dem 23. Oktober

Bei Einzelhändlern, die auf die 2G-Regel setzen, müssen Kunden in den Läden keine Masken mehr tragen. Auch wird die Zulassungsbeschränkung von aktuell zehn Kunden pro Quadratmeter Verkaufsfläche aufgehoben. Shoppen wird so wieder wie in Pre-Corona-Zeiten möglich sein – mit einem Unterschied: die Kontrollen am Einlass. Denn ob Jemand geimpft oder genesen ist und somit das Ladengeschäft betreten darf, muss im Rahmen der 2G-Regel durch das Verkaufspersonal kontrolliert werden. Auch die Angabe der Daten zur Kontakt-Nachverfolgung beziehungsweise das Einchecken via Luca- oder Corona-WarnApp entfällt bei der 2G-Regel nicht.

Es ist gut, dass es eine zusätzliche Option gibt

Brigitte Nolte (Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord)

2G in Hamburg: Das sagen Branchenvertreter und Händler zur 2G-Regel

Brigitte Nolde, Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord, begrüßt zwar laut Hamburger Abendblatt die zusätzliche Option für den Einzelhandel durch die 2G-Regel, rechnet aber nicht damit, dass viele Unternehmer von der Möglichkeit, auf die 2G-Regel umzustellen, Gebrauch machen werden. Einige kleinere Händler wie beispielsweise Herrenausstatter oder Juweliere hätten in der vergangenen Woche allerdings Interesse an der 2G-Option angemeldet.

Passanten laufen durch die winterliche Mönckebergstraße in Hamburg.
In Hamburg kann der Einzelhandel unter 2G-Regeln öffnen – das heißt Einkaufen ohne Maske. © Jens Ressing/dpa

Auch eine Blitzumfrage in Hessen, wo das 2G-Modell schon zum Einsatz kommt, hat ergeben, dass für vier von fünf Händler das 2G keine Option darstellt. Vorstellen könnten sich die Einführung der 2G-Regel nur solche mit beratungsintensiven Sortimenten wie Einrichtungsläden, Brautmoden- und Fotofachgeschäfte, Läden also, in denen sich Kunden gegenwärtig länger und mit Maske aufhalten müssten.

2G oder 3G in Hamburg: So denken Händler in der Hamburger Innenstadt

Ansonsten scheinen Interesse und Bereitschaft, auf 2G umzustellen, gering. Laut Hamburger Abendblatt gibt es in der Hamburger Innenstadt wenige Geschäfte, die das 2G-Model nicht einführen wollen. Dazu gehört unter anderem der spanische Moderiese Zara, der zwei Filialen in der City betreibt. Zudem das Hutfachgeschäft Falkenhagen oder das Fotofachgeschäft Wiesenhavn in der Mönckebergstraße. Man sehe die Gefahr Kunden zu verprellen, sagte dessen Geschäftsführer René Burg dem Abendblatt.

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Eine Maske während er Verweildauer im Laden zu tragen sei seiner Meinung nach das kleinere Übel, so Burg im Abendblatt. Auch in Einkaufszentren wie der Europa Passage, Alstertal-Einkaufszentrum und dem Phoenix-Center in Hamburg-Harburg wird es keine Verpflichtung zur 2G-Regel geben. So hat es Betreiber ECE mitgeteilt. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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