Pilze im Rasen einfach und dauerhaft entfernen – Abmähen ist nicht die Lösung

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By: Andrea Stettner

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Im Herbst sprießen die Pilze aus dem Boden – auch im eigenen Garten. Wen die ungebetenen Gäste stören, kann sie mit einfachen Mitteln loswerden.

Scheinbar über Nacht machen sich Pilze im Rasen breit. Teilweise sind sie als solche gut zu erkennen, manchmal nimmt man sie als braune Flecke war. Das ist besonders ärgerlich, wenn man seinen Rasen immer liebevoll hegt und pflegt. Doch was ist der Grund dafür? Und wie werde ich wild wachsende Pilze im Garten wieder los?

Pilze im Rasen sind vielen Gartenbesitzern ein Dorn im Auge. Doch man kann sie loswerden.
Pilze im Rasen sind vielen Gartenbesitzern ein Dorn im Auge. Doch man kann sie loswerden. © blickwinkel/Imago

Pilze im Rasen sind oft giftig, die meisten ungenießbar

Um es gleich vorweg zu sagen: Pilze, die im Rasen wachsen, sollten nie auf dem Teller landen: So gut wie alle sind laut dem Magazin Plantura für Menschen ungenießbar, manche sogar giftig: „Da die Bestimmung so schwierig ist, sollte man wildwachsende Pilze aus dem Garten sicherheitshalber nicht verzehren“, schreiben die Gartenexperten in einem Beitrag.

Pilze lieben Staunässe und schattige Plätze im Rasen

Tatsächlich sind auch nur die Fruchtkörper der Pilze an der Oberfläche zu sehen. Der Großteil des Pilzgeflechts, das Myzel, wächst dagegen unter der Erde und kann sich mitunter weit verzweigen. Die Fruchtstände der Pilze sprießen überall da, wo sie ideale Bedingungen vorfinden. Und das bedeutet für Pilze vor allem: Feuchtigkeit. Bei Staunässe nach kräftigen Regenfällen sowie an schattigen Stellen im Garten sprießen Pilze besonders gerne. Die Verbreitung erfolgt über Sporen, die etwa durch Totholz im Kompost, über Schuhe oder über den Rasenmäher auf die Grünfläche gelangen. Ganz verhindern lässt sich das nie, aber wer seinen Rasen gut pflegt, kann es den Pilzen so schwer wie möglich machen, zu wachsen.

Pilze im Rasen entfernen – so geht‘s richtig

  • Als Sofortmaßnahme können Sie einzelne Pilze vorsichtig als Ganzes entfernen, um keine Sporen zu verbreiten.
  • Dazu ziehen Sie die Fruchtkörper samt Stiel, möglichst dicht über dem Boden, heraus. Idealerweise sollten die Pilze aus dem Boden gestochen werden. Dies hinterlässt allerdings unschöne Löcher im Rasen.
  • Die entfernten Pilze bitte im Hausmüll und nicht im Kompost entsorgen, damit sie nicht weiter wachsen und verbreiten.
  • Pilze nie mit dem Rasenmäher abmähen, sonst verteilen Sie die Sporen weiter.

Ursache für Pilzwachstum im Rasen: Bodenanalyse gibt Aufschluss

Pilze mit Fruchtkörper, wie etwa der Feld-Trichterling oder Düngerlinge, entstehen gerne auf saurem Boden. Dort treten sie oft als „Hexenringe“, also in einer ringförmigen Anordnung, in Erscheinung. Ein sogenannter Stresspilz (z.B. Pythium) macht sich dagegen als brauner Fleck im Rasen bemerkbar. Die Ursache dafür sind meist Hitze, schwere Böden oder ein zu hoher pH-Wert. Er kann aber auch ein Zeichen für Stickstoff- und Kaliummangel sein. Wer verhindern will, dass sich Pilze in seinem Rasen breit macht, muss also die Bodenqualität verbessern.

Ein erster Hinweis darauf kann eine Bodenanalyse geben. Diese sollte laut Gartenakademie Rheinland-Pfalz ohnehin alle fünf bis acht Jahre durchgeführt werden und kostet etwa 25 Euro. Dort wird etwa der pH-Wert analysiert (liegt idealerweise zwischen 5,5 und 6,5) sowie der Nährstoffgehalt. Je nach Ergebnis können Sie dann entsprechende Maßnahmen ergreifen, etwa bei einem sauren Boden den Rasen kalken oder bei Nährstoffmangel einen passenden Dünger ausbringen.

Ein gepflegter Rasen beugt Pilzen vor

Damit Sie Pilze im Rasen dauerhaft loswerden, ist jedoch auch wichtig, die Grünfläche regelmäßig zu mähen und gut zu pflegen. Laut NDR wachsen Pilze nämlich besonders gerne auf Rasenfilz, also den abgestorbenen Grasresten. Durch Vertikutieren lässt sich dieser Rasenfilz wieder entfernt.

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