Krankheiten bei Apfelbaum, Beerenobst & Co. rechtzeitig vorbeugen

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Von: Franziska Schlögl

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Die Bekämpfung von Krankheiten bei Obstgehölzen kann eine Herausforderung sein. Was gegen Birnengitterrost oder Apfelschorf wirkt und wie Sie diese verhindern können.

Obstbäume und Beerensträucher sind nicht nur schön anzuschauen, sie belohnen die alljährliche Gartenarbeit auch mit einer schmackhaften Ernte. Doch leider machen Pilze, Schädlinge und andere Krankheitserreger immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Wie Sie Apfelschorf erkennen und was gegen Brombeermilben und andere typische Krankheiten hilft.

Apfelschorf – so beugen Sie der Krankheit vor

Apfelschorf ist eine weit verbreitete Krankheit bei Obstbäumen. Neben Apfelsorten sind auch Birnen und Kirschen davon betroffen. Auslöser ist ein Pilz, der sich besonders bei feuchtem, mäßig warmem Wetter wohlfühlt, zum Beispiel während eines regenreichen Frühjahrs.

Dieser Apfelbaum ist von Apfelschorf befallen und zeigt die typischen dunklen Verfärbungen an den Früchten auf.
Um Apfelschorf vorzubeugen, können Sie Ihre Bäume mit Schachtelhalmsud spritzen. © Steidi/IMAGO

Sie erkennen Apfelschorf an dunklen Verfärbungen auf den Blättern und bräunlichen Flecken und Rissen an den Früchten, die an Schorf erinnern. Über die Risse können weitere Krankheits- und Fäulniserreger eindringen. Deswegen ist schnelles Handeln gefragt. Sprühen Sie die gesamte Baumkrone gründlich mit einem zugelassenen Fungizid ein. Denken Sie auch an innen liegende Blätter.

Um Apfelschorf vorzubeugen, hilft es, die Baumkronen regelmäßig zu beschneiden und auszulichten. So sorgen Sie für eine ausreichende Durchlüftung. Außerdem können Sie Ihre Bäume präventiv mit Schachtelhalmsud (werblicher Link) spritzen.

Checkliste: So erkennen Sie Krankheiten an Ihren Obstbäumen und Beerensträuchern rechtzeitig

- Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf Verfärbungen oder Flecken an Blättern und Früchten.

- Auch frühzeitig abfallende oder verdorrte Blätter können auf eine Krankheit hindeuten.

- Achten Sie darauf, ob Früchte vereinzelt nicht reifen, ausgetrocknet wirken oder verformt wachsen.

- Eine ungewöhnlich ertraglose Ernte, kann ebenfalls einen Hinweis geben.

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Birnengitterrost – rote Verfärbungen an den Blättern richtig deuten

Birnengitterrost entsteht wie der Apfelschorf durch einen Pilz. Dieser befällt Wacholderarten, auf denen er dauerhaft leben kann. Von dort werden seine Pilzsporen durch den Wind oder Insekten auf Birnbäume übertragen, meist im Frühjahr. 

Dieser Birnbaum ist von Birnengitterrost befallen und hat die typischen orangefarbenen Flecken auf den Blättern.
Orangefarbene bis rostrote Flecken auf der Blattoberseite sind charakteristisch für Birnengitterrost. © mschuppi/IMAGO

Die typischen Symptome zeigen Obstbäume meist erst im Sommer: orangefarbene bis rostrote Verfärbungen auf der Blattoberseite und bräunliche Verdickungen auf der Blattunterseite.

Um Ihre Obstbäume vor Birnengitterrost zu schützen, entfernen Sie am besten alle Wacholdergewächse in Ihrem Garten. Noch besser ist es, wenn auch Ihre Nachbarn mitmachen. Auch hier wirkt Schachtelhalmbrühe vorbeugend, die Sie auch einfach selber machen können.

Sind Ihre Birnbäume bereits von der Krankheit befallen, hilft nur ein Fungizid. Die gute Nachricht: Dessen Wirkung hält nach dem Besprühen noch längere Zeit an.

Amerikanischer Stachelbeermehltau – auch gefährlich für Johannisbeeren

Typischerweise bildet der Amerikanische Stachelbeermehltau ab Mai weiße Pilzbeläge auf Blättern, Stielen und Trieben. Später auch auf den Früchten. Nach und nach verhärten die Pilzbeläge und verfärben sich braun. Trotz des Namens kommt der Mehltau auch bei der Schwarzen Johannisbeere und der Jostabeere vor.

Die Stachelbeeren an diesem Strauch sind von Mehltau befallen.
Der Mehltau an diesem Stachelbeerstrauch ist bereits weit fortgeschritten und hat die Früchte befallen. © stock&people/IMAGO

Am besten entwickelt sich der Pilz in einer warmen, feuchten Umgebung. Deswegen ist es wichtig, Beerensträucher regelmäßig auszulichten. Auch eine ausgewogene Düngung stärkt Ihre Pflanzen gegen Krankheiten. 

Entdecken Sie befallene Triebe oder Blätter, schneiden Sie sie bis zum gesunden Holz zurück. Achtung: Die Reste nicht auf dem Kompost entsorgen, sondern im Restmüll. Hat sich der Mehltau schon ausgebreitet, helfen auch Pflanzenschutzmittel, zum Beispiel auf Schwefelbasis. Leider kann der Mehltaupilz überwintern und gehört damit zu den besonders hartnäckigen Krankheiten.

Brombeergallmilbe – wann Sie Ihre Sträucher zurückschneiden sollten

An Ihrem Brombeerstrauch bleiben einzelne Beeren hart, hellrot oder trocknen aus? Dann könnte er von Milben befallen sein. Sie sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen und überwintern unter der Rinde von Trieben oder in den Knospen. Im Frühjahr klettern sie auf die Blätter und jungen Früchte. Dort beginnen sie zu saugen, denn sie ernähren sich vom Pflanzensaft.

Sollten Sie Brombeergallmilben entdecken, entfernen Sie die befallenen Beeren sofort. Im September schneiden Sie den Strauch dann kräftig zurück und lichten ihn aus. So vernichten Sie die Winterverstecke der Milben. Im Frühling können Sie dann eine sogenannte Austriebsspritzung vornehmen. Mit einem Pflanzenschutzmittel auf Rapsölbasis besprühen Sie den kompletten Strauch. Der Ölfilm tötet die Milben ab.

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