DIY: So bauen Sie Ihr eigenes Hochbeet aus Stein Schritt für Schritt
Uns auf Google folgenEin Hochbeet aus Stein lässt sich mit Planung und einigen Tipps selbst anfertigen. Achten Sie auf die richtige Schichtung, wenn Sie das Hochbeet füllen.
Ein Hochbeet sieht nicht nur schick aus, es bietet Ihrem Gemüse auch ideale Bedingungen zum Wachsen. Denn im Hochbeet ist es im Schnitt vier Grad wärmer als im Boden Ihres Gartens. Es bildet sich weniger Frost und Sie können früher Gemüse säen und ernten. Stein speichert die Wärme im Inneren besonders gut. Er ist witterungsbeständig und damit auch langlebiger als beispielsweise ein Hochbeet aus Holz. Die besondere Schichtung im Inneren eines Hochbeetes macht die Erde nährstoffreich und fruchtbar.
Ein Hochbeet selbst bauen – alles beginnt mit der Planung

Nachdem Sie sich dazu entschieden haben, ein Hochbeet aus Stein zu bauen, ist die erste Überlegung der richtige Standort. Je nachdem, welche Bepflanzung Sie anlegen, sollte das Hochbeet rundherum genügend Sonnenlicht abbekommen. Hochbeete aus Stein sind übrigens zu schwer für Balkone oder Terrassen und daher nur für den Garten geeignet.
Im nächsten Schritt legen Sie Größe und Höhe fest. Hochbeete sind in der Regel zwischen 60 und 100 Zentimetern hoch. Überlegen Sie sich, in welcher Höhe Sie gerne arbeiten möchten. Typisch ist eine Breite von 100 bis 120 Zentimetern. Dabei ist es wichtig, dass Sie an alle Pflanzen herankommen.
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Ein Hochbeet bauen – mit welchen Steinen?
Bei der Wahl der Steine sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Natursteine, Mauersteine, Betonsteine oder auch Pflanzsteine eignen sich, um ein Hochbeet selbst zu bauen. Allerdings haben die Steine unterschiedliche Anforderungen. Informieren Sie sich vorab im Fachhandel, wie Sie den gewählten Stein am besten verarbeiten.
Grundsätzlich sollten Sie sich dabei die Frage stellen, ob Sie Mörtel verwenden wollen oder nicht. Mörtel macht ein Hochbeet aus Stein stabiler, ist allerdings aufwendiger im Aufbau. Besonders bei schwierigem Untergrund oder einem hohen Hochbeet sollten Sie Mörtel verwenden. Bei einem Hochbeet ohne Mörtel müssen Sie sehr genau arbeiten. Ein Vorteil ist, dass es sich leichter wieder abbauen oder auch umbauen lässt. Sollten Sie keine Steine schneiden können oder wollen, messen Sie Ihr Hochbeet genau aus und zeichnen Sie es im Vorhinein auf, damit Sie genug Steine mit den korrekten Abmessungen kaufen.

Checkliste Material und Werkzeug
- Steine
- Splitt oder Schotter
- Sand
- Zollstock, Signierkreide
- Spaten und Schaufel
- Eimer oder Schubkarre
- Maurerschnur und Schnurnägel
- Gummihammer
- Wasserwaage
- ggf. Steintrennmaschine mit Schutzausrüstung
- ggf. Mörtel
Hochbeet aus Stein selber bauen – so geht’s
1. Das Fundament fürs Hochbeet aus Stein legen
Zunächst heben Sie einen Graben aus, der 30 bis 60 Zentimeter tief ist, je nachdem wie hoch und schwer Ihr Hochbeet wird. Der Graben sollte die Breite Ihrer Steine haben. Anschließend füllen Sie den Graben mit einer Schicht aus Splitt oder Schotter. Verdichten Sie den Splitt gut und achten Sie darauf, dass er überall gleich hoch ist. Messen Sie mit einer Wasserwaage nach. Darüber schütten Sie eine Ausgleichsschicht aus Sand, die ungefähr zehn Zentimeter hoch ist. Diese planieren Sie ebenfalls auf die gleiche Höhe.
Legen Sie ganz unten in Ihr Hochbeet ein Hasengitter. So halten Sie Wühlmäuse fern. Gerade bei der Trockenmauertechnik, also wenn Sie ohne Mörtel oder Fugenkleber arbeiten, müssen Sie beim Fundament äußerst genau vorgehen. So stellen Sie sicher, dass die Mauern des Hochbeets später nicht einsinken.
2. Die Steine des Hochbeets schichten
Auf das Fundament legen Sie nun die erste Reihe Steine. Dabei hilft es, die äußeren Konturen des Hochbeets mit einer Schnur zu umspannen. Dafür verwenden Sie Schnurnägel. Spannen Sie die Schnur auf die Höhe der ersten Steinschicht. So klopfen Sie alle Steine auf dieselbe Höhe in den Sand. Nutzen Sie dafür einen Gummihammer.
Arbeiten Sie gerade bei der ersten Reihe sehr genau, damit sich mögliche Ungenauigkeiten nicht durch die Mauer des Hochbeets bis nach oben ziehen. Messen Sie immer wieder mit der Wasserwaage nach. Die weiteren Reihen schichten Sie so, dass die Fugen versetzt liegen. Wenn Sie Mörtel verwenden, tragen Sie ihn zwischen den Steinen auf, um sie zu verbinden.
Die Schichtung – das Hochbeet aus Stein befüllen
Überlegen Sie sich zuerst, ob Sie Gemüse oder Zierpflanzen ansetzen möchten. Reine Zierbeete kommen mit weniger Nährstoffen aus und brauchen keine aufwendige Schichtung. Für Gemüsebeete lohnt sich die sogenannte Rotte-Schichtung. Diese führt zu besonders nahrhaftem Boden, da das organische Material im Laufe der Jahre nach und nach verrottet und zu nahrhaftem Humus wird. Dabei entsteht Wärme, die das Wachstum Ihrer Pflanzen beschleunigt und eine zeitige Ernte garantiert.
- Legen Sie den Boden des Hochbeets mit groben Ästen und Zweigen sowie Häckselgut und Wurzeln aus, um Staunässe zu vermeiden. Durch diese Drainageschicht durchlüftet das Beet außerdem gut. Sie können auch etwas Schotter dazumischen.
- Darüber kommt eine Schicht aus feineren Gartenabfällen wie Laub und dünne Ästchen sowie Rasenschnitt.
- Anschließend verteilen Sie halbreifen Kompost in Ihrem Hochbeet.
- Die oberste Pflanzschicht besteht aus reifem Kompost, gemischt mit Gartenerde. Achten Sie dabei auf hochwertige Erde (werblicher Link). Ihre vom Fundament ausgehobene Erde könnte Schneckeneier oder Unkraut-Samen enthalten und ist daher nicht geeignet.
Wichtig!
Nicht jeder Grünschnitt tut Ihrem Hochbeet gut. Nadelgehölze und Thujen machen den Boden sauer. Meiden Sie auch Nusslaub, Efeu und Rosenzweige.
Da im Herbst oft viel Grünschnitt, Häckselgut und Laub anfallen, ist das die ideale Zeit, um Ihr Hochbeet aus Stein zu befüllen. Bis zur ersten Aussaat im Frühjahr hat die eingesetzte Rotte das Innere des Hochbeets bereits erwärmt. Im Laufe des Rotteprozesses ist es übrigens ganz normal, dass Ihr Hochbeet ein wenig absinkt. Im Frühjahr füllen Sie einfach etwas Gartenerde und Kompost nach.