„Tatort“-Urgestein mit klarer Ansage: „Habe noch ein paar gute Jahre bis zur Rente“

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Von: Nadja Katz

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Über drei Jahrzehnte im „Tatort“: Die dienstälteste Ermittlerin äußert sich zu ihrer Zukunft in der beliebten ARD-Krimireihe.

Ludwigshafen – Sie gilt als Pionierin im deutschen Fernsehen und bleibt dabei stets neugierig aufs Leben: Ulrike Folkerts (64) schaut nach vorn, nicht zurück. Seit über 35 Jahren verkörpert sie als Lena Odenthal die dienstälteste „Tatort“-Kommissarin im deutschen TV. Dabei liegt ihr das Festhalten an alten Strukturen fern, ganz im Gegenteil. Im Interview mit der Frauenzeitschrift Meins schildert Folkerts, wie sie mit wachsendem Alter immer mehr Freiheit empfindet und sogar das Unbekannte willkommen heißt.

Ulrike Folkerts zu Gast in der NDR Talk Show am 8.8.2025 (Archivbild)
Ulrike Folkerts spricht offen über das Älterwerden, neue Chancen im Beruf und warum Frauen jetzt am Zug sind. © IMAGO/Stephan Wallocha

Trotz der langen Karriere denkt die „Tatort“-Kommissarin keineswegs ans Aufhören. Seit 1989 verkörpert sie im „Tatort“-Ludwigshafen Kommissarin Odenthal, und wenn es so weit ist, wünscht sich Ulrike Folkerts für ihre Rolle vor allem eins: „Ich will nicht sterben“. Lieber wäre es ihr, wenn ihre Rolle beispielsweise auf eine Weltreise ginge. Statt Wehmut beherrscht sie aber vor allem Tatendrang: „Ich habe als Lena Odenthal auf jeden Fall noch ein paar gute Jahre bis zur Rente“. Und sie verrät, dass sie sogar aktuell am ersten eigenen Drehbuch schreibt – ein lang gehegter Traum.

„Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts über Freiheit, Älterwerden und Zukunft weiblicher Rollen im TV

Für Folkerts bedeutet das Älterwerden nicht Rückzug, sondern Aufbruch: „Mit dem zunehmenden Alter empfinde ich mehr Freiheit“, sagt sie gegenüber Meins. Dass es für Frauen in ihrer Altersgruppe noch immer weniger Rollenangebote gibt, verschweigt Folkerts nicht. Viele Kolleginnen klagen über mangelnde Sichtbarkeit, doch sie glaubt an einen Wandel und fordert Mut zu mehr Geschichten, die Frauen ab 60 in den Mittelpunkt stellen. „Jetzt ist die Zeit für uns Frauen“, betont sie und sieht eine neue Generation selbstbewusster, reifer Schauspielerinnen heranwachsen, die das Fernsehen bereichern können.

Auch gesellschaftliche Veränderungen beobachtet sie aufmerksam. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland begrüßt Folkerts die Fortschritte bei Diversität und neuen Themen im Fernsehen. Sie weiß aber auch um die Herausforderungen: „Die Veränderungen wirken manchmal noch etwas aufgesetzt, aber es ist gut, dass überhaupt Bewegung in die Branche kommt.“ Für sie zählt, dass Vielfalt und Authentizität zur Selbstverständlichkeit werden.

Ulrike Folkerts voller Optimismus in die Zukunft. Sie will weiterhin neue Seiten an sich entdecken, sich ausprobieren und mit Geschichten überraschen, die berühren. Ihre Botschaft im Meins-Interview: „Ich liebe meinen Beruf so sehr, dass ich arbeite, bis ich die Texte nicht mehr behalten kann.“ Dieser „Tatort“-Star wurde von seinem Rauswurf kalt erwischt. Verwendete Quellen: rnd.de, Meins (24/2025) (nana)

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