„Schmerz, der nie vergeht“: Schlagerikone bricht bei Interview in Tränen aus

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Von: Nadja Katz

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Schlagerlegende Mireille Mathieu öffnet ihr Herz und spricht über den schmerzlichen Verlust ihrer Mutter. Sie verrät, wie sie heute mit der Trauer umgeht.

Avignon – Seit mehr als sechs Jahrzehnten verzaubert Mireille Mathieu (79) mit ihrer unverwechselbaren Stimme die Schlager-Welt. Der „Spatz von Avignon“, wie die französische Chanson-Ikone liebevoll genannt wird, hat in ihrer langen Karriere über 190 Millionen Tonträger verkauft und Hits wie „Hinter den Kulissen von Paris“ oder „La Paloma adé“ unsterblich gemacht. Doch hinter der glamourösen Fassade verbirgt sich eine Frau, die einen tiefen Schmerz mit sich trägt – den Verlust ihrer geliebten Mutter.

Mireille Mathieu bei einem Konzert in Berlin (Archivbild)
Schlagerlegende Mireille Mathieu öffnet ihr Herz und spricht über den schmerzlichen Verlust ihrer geliebten Mutter. © IMAGO/Berlinfoto

Im Januar 2016 wurde die Mutter der Sängerin, Marcelle-Sophie, schwer krank. Die damals 69-jährige Mireille legte sofort alle beruflichen Pläne auf Eis, wie das Magazin SuperIllu berichtet. Tag und Nacht war sie bei ihrer „Maman“ in Avignon. In dieser schweren Zeit sang die Künstlerin ihrer Mutter klassische Melodien vor, die diese so liebte. Doch wenige Wochen später, im März 2016, verstarb Marcelle-Sophie im Alter von 94 Jahren.

Mireille Mathieu widmet ihrer Mutter ein Schlager-Album und findet durch Musik zurück ins Leben

Der Verlust traf Mireille Mathieu mit voller Wucht. „Wir waren symbiotisch miteinander verbunden, praktisch eins“, erklärt die Schlagerikone gegenüber SuperIllu. Die Sängerin, die nie geheiratet hat und kinderlos blieb, hatte zu ihrer Mutter ein besonders enges Verhältnis. „Mit ihr starb auch ein Teil von mir. Ich konnte lange nicht mehr singen“, gesteht sie in bewegenden Worten. Erst ein befreundeter Pater aus Avignon half ihr, einen Weg aus der Verzweiflung zu finden.

„Der Tod meiner Mutter ist ein Schmerz, der nie vergeht“, verrät die 79-Jährige im Interview mit der Zeitschrift Frau im Spiegel. Besonders an Muttertag und Weihnachten vermisst sie ihre „Maman“ schmerzlich – und sie bricht mitten im Interview in Tränen aus. „Ich muss jedes Mal weinen, wenn ich über sie spreche oder singe“, so Mathieu. Doch die Familie hält eine schöne Tradition aufrecht: „In der Provence decken wir an Weihnachten auch für die Verstorbenen. Somit war an unserer Weihnachtstafel in Avignon auch ein Platz für meine Mama gedeckt.“

Die Musik wurde für Mireille zur Therapie. Mit dem Album „Mes Classiques“ setzte sie ihrer Mutter ein musikalisches Denkmal. „Das Album ist auf der einen Seite mit sehr viel Traurigkeit verbunden, auf der anderen Seite aber ebenso mit viel Kraft“, erklärt sie gegenüber SuperIllu. Auch Schlagersänger Stefan Mross (49) musste vor einigen Wochen einen herben Verlust verkraften. Verwendete Quellen: Frau im Spiegel, SuperIllu (nana)

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