17 Jahre nach Michael Jacksons Tod: Tochter Paris fordert 600 Millionen US-Dollar aus Nachlass

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Von: Susanne Kröber

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Paris Jackson bei einer Veranstaltung in Los Angeles.
Paris Jackson, hier bei einer Veranstaltung in Los Angeles, will nicht länger auf die Millionen aus dem Nachlass ihres Vaters warten. © IMAGO/Cover-Images

Paris Jackson zieht vor Gericht: Sie fordert 600 Millionen Dollar für ein Treuhandvermögen, das ihren Brüdern und ihr selbst zugutekommen soll.

Siebzehn Jahre nach dem Tod des King of Pop fordert seine Tochter Paris Jackson (28) vor Gericht 600 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 535 Millionen Euro, aus dem Nachlass von Michael Jackson (50, † 2009). Das Geld soll in das Treuhandvermögen fließen, das für ihre Brüder und sie gedacht ist. Wie das US-amerikanische People-Magazin berichtet, liegt der Antrag seit dem 29. Oktober vor.

Zahlreiche Familienmitglieder kamen zur Premiere von „Michael“ in Berlin, darunter Michael Jacksons Söhne Bigi (links) und Prince.
Zahlreiche Familienmitglieder kamen im April 2026 zur Premiere von „Michael“ in Berlin, darunter Michael Jacksons Söhne Bigi (links) und Prince. © JOHN MACDOUGALL/AFP

Laut den Unterlagen sollten die Kinder auf Wunsch von Michael Jackson ab dem 21. Geburtstag Erträge aus ihrem Anteil erhalten, ab dem 30. zusätzlich Teile des Kapitals selbst. Neben Paris betrifft die Regelung ihre beiden Brüder Prince Jackson (29) und Bigi Jackson (24). Paris behauptet, diese Termine seien längst verstrichen, und der Trust sei bis heute nicht finanziert, obwohl der Nachlass seit Jahren Geld einnehme – unter anderem durch lukrative Rechte-Deals und Musicals, die Michael Jackson regelmäßig Spitzenplätze unter den bestverdienenden verstorbenen Künstlern einbringen.

Michael Jackson und das lange Warten seiner Kinder auf ihr millionenschweres Erbe

Den Nachlass von Michael Jackson verwaltet heute allein John Branca (75), seit sein Mitvollstrecker im Mai gestorben ist. Die Anwälte der Tochter verweisen auf Geschäfte wie den Verkauf des Anteils am Musikverlag EMI für umgerechnet rund 256 Millionen Euro (287,5 Millionen Dollar). Diese Transaktionen hätten dem Nachlass Liquidität verschafft, argumentieren sie.

Zudem verweist Paris auf den Vorwurf, der verbliebene Verwalter nutze seine Macht, um die Geschwister mit geringeren Beträgen zu bedenken und sie davon abzuhalten, seine Amtsführung zu prüfen. Das US-amerikanische Medienportal TheWrap zitiert aus dem Antrag: „[Die Nachlassverwalter] haben dem Gericht nie einen Plan zur Finanzierung des Michael Jackson Family Trust vorgelegt. Das muss sich ändern.“

Das sind die drei Kinder von Michael Jackson

Prince Jackson (29): Der älteste Sohn von Michael Jackson vertritt das Erbe seines Vaters unter anderem bei Premierenveranstaltungen des Biopics über den „King of Pop“.
Paris Jackson (28): Die Tochter des Popstars und von Debbie Rowe (67) arbeitet als Sängerin und spricht in der Öffentlichkeit offen über Suchtprobleme in der Vergangenheit.
Bigi Jackson (24): Der jüngste Sohn von Michael Jackson, früher bekannt unter dem Spitznamen „Blanket“, meidet das Rampenlicht weitgehend und tritt nur sporadisch öffentlich in Erscheinung.

Paris formuliert den Kern ihres Anliegens laut Gerichtsunterlagen so: „Mehr als siebzehn Jahre nach seinem Tod ist der Familientreuhandfonds von Michael Jackson weiterhin nicht mit finanziellen Mitteln ausgestattet.“ Der Nachlass weist den Vorwurf zurück, Zahlungen zurückzuhalten, und lässt in einer Erklärung gegenüber People wissen: „Keines seiner Kinder erhält eine Ausschüttung, bevor es nicht in den Dreißigern ist.“ Verwendete Quellen: people.com, thewrap.com

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