Marius Borg Høiby klammert sich an Talisman: Prozessauftakt gegen Mette-Martis Sohn in Oslo
Uns auf Google folgenProzessauftakt in Oslo: Marius Borg Høiby tritt mit Talisman vor den Richter. 38 Anklagepunkte warten auf den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen.
Der Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) startete am 3. Februar 2026 unter besonderen Vorzeichen: Seit heute Morgen sitzt der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) im Gerichtssaal. Am Vormittag hörte er der Verlesung der insgesamt 38 Anklagepunkte gegen ihn zu. Dabei wirkte er nach Angaben von Prozessbeobachtern zunehmend mitgenommen. Marius’ Hände umklammerten einen mitgebrachten Talisman.

Der 29-Jährige war nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB in einem grün-braunen Pullover über einem Hemd und khakifarbener Hose und Hornbrille vor Gericht erschienen. Nach der Pause hatte er sich laut Bild umgezogen und wirkte mit weißem Hemd, dunkelgrauem Pullover und Seitenscheitel deutlich seriöser. Høiby kehrte in Begleitung zweier Polizisten und seiner Verteidiger in den Gerichtssaal zurück. Er wechselte laut Nettavisen den Platz. Seine rechte Hand zitterte deutlich, als er etwas zum Schreiben in der Hand hielt. Während der Prozess weiterlief, nestelte er nervös an etwas in seiner Hand herum und wippte mit dem Fuß.
Marius Borg Høiby mit Talisman im Gerichtssaal: Anwälte erwägen Berufung gegen Untersuchungshaft
Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) sitzt seit seiner erneuten Festnahme am Wochenende in Untersuchungshaft. Nur zwei Tage vor dem Verfahrensbeginn wurde Marius Borg Høiby wegen Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstoß gegen ein Kontaktverbot verhaftet. Das Osloer Bezirksgericht ordnete eine vierwöchige U-Haft bis zum 2. März an. Seine Anwältin Ellen Holager Andenæs bestätigte die Festnahme gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB.
Schon im Vorfeld zum Prozess war deutlich geworden, dass es im Gerichtssaal absolut verboten ist, Fotos von Marius Borg Høiby oder den betroffenen Frauen zu machen. Während die 38 Anklagepunkte verlesen wurden – darunter Vergewaltigung, sexueller Missbrauch mehrerer Frauen, häusliche Gewalt und Drogendelikte – wirkte Marius Borg Høiby zunehmend erschüttert, wie Beobachter berichten.
Der Staatsanwalt stellte im Osloer Amtsgericht klar, dass der Status von Marius Borg Høiby keine Rolle spielen dürfe. „Es herrscht Gleichheit vor dem Gesetz. Der Angeklagte ist Sohn der Kronprinzessin. Er gehört zur königlichen Familie. Er muss trotzdem wie jeder andere behandelt werden. Er darf weder strenger noch milder bestraft werden aufgrund seiner familiären Verhältnisse“, wird er von Bild zitiert. Dem Stiefsohn von Kronprinz Haakon (52) drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 16 Jahre Haft.
Høibys Verteidiger teilten der norwegischen Zeitung Dagbladet mit, dass sie eine Berufung gegen die vierwöchige Untersuchungshaft in Betracht ziehen. Das Verfahren ist bis zum 19. März angesetzt. Seine Familie lässt Marius Borg Høiby nicht allein: Während eines kurzfristigen Krankenhausaufenthalts nach der Festnahme erhielt er Besuch von seiner Mutter Kronprinzessin Mette-Marit, seinem Stiefvater Kronprinz Haakon und seiner Halbschwester Prinzessin Ingrid Alexandra (22). Zum Prozessstart waren sie, wie angekündigt, nicht anwesend. Verwendete Quellen: nettavisen.no, ntb.no, bild.de