Alles zum Münchner Tatort „Schau mich an“

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Von: Loryn Pörschke-Karimi

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Im Tatort „Schau mich an“ müssen die Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Hammermann (Ferdinand Hofer) in dem Fall eines Folter-Mordes ermitteln dessen Video im Internet verbreitet wird. Alles Details zum neuen „Tatort“ gibt es hier.

Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
1 / 9In einem Abwasserkanal unter dem Münchner Hauptbahnhof wird ein weiblicher Torso in einem Koffer gefunden. Von links: Ivo Batic (Miroslav Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Claudia Paulsen (Paulina Morisse) und Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer). © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
2 / 9Der 95. Fall für die Kommissare Batic (Miroslav Nemec)... © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
3 / 9... und Leitmayr (Udo Wachtveitl) - gemeinsam mit Dackel Ludwig. © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
4 / 9Bei den Ermittlungen stoßen die Kommissare im Internet auf Videos, in denen ein Unbekannter vor laufender Kamera Hunde quält und tötet. Von links: Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) und Richy Semler (Stefan Betz). © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
5 / 9Hastig wird eine Soko einberufen, die auch Kollegen in Österreich auf den Plan ruft: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) gibt den Münchnern Hinweise. Mit seiner Hilfe können die Polizisten... © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
6 / 9... eine Verbindung der Fälle herstellen. Lisa Berger (Aenne Schwarz) kann ihnen weitere wertvolle Hinweise geben. © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
7 / 9Bei ihrer verzweifelten Suche nach dem Täter treffen die Kommissare auf eine verstörende Welt von online zur Schau gestellter Gewalt (links: Gerhard Wittmann). © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
8 / 9Sie begreifen, dass es bald weitere Gewalttaten geben wird... © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner
Szenenbild aus dem Münchner Tatort „Schau mich an“ (7. April 2024)
9 / 9... und geraten dabei selbst in Gefahr... © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner

Drehbuch und Regie für den „Tatort“ „Schau mich an“ stammen aus einer Hand - und zwar der von Christoph Stark. Der Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München ist kein Unbekannter im „Tatort“-Universum. 2004 führte er Regie beim Ludwigshafener „Tatort“ „Abgezockt“. Diesem blieb er dann treu und inszenierte unter anderem die Folgen „Letzte Zweifel“ (2005) und „Roter Tod“ (2007). Zuletzt saß er 2022 für den norddeutschen „Tatort“ „Tyrannenmord“ auf dem Regiestuhl.

Tatort „Schau mich an“: Regisseur Christoph Stark mit Darsteller Miroslav Nemec
Tatort „Schau mich an“: Regisseur Christoph Stark mit Darsteller Miroslav Nemec © BR/Bavaria Fiction GmbH/Linda Gschwentner

Den „Tatort“ „Schau mich an“ basierte er auf dem Fall des 28-jährigen Kanadiers Luka Magnotta, der 2011 für Entsetzen sorgte, als er anonym mehrere Videos ins Netz gestellt hatte, in denen er Kätzchen erst quälte und dann zu Tode brachte. „Da die Polizei nichts dagegen unternehmen konnte oder wollte, hatten sich weltweit tausende User und Tierschützer zusammengeschlossen, um die Identität des sadistisch veranlagten Täters zu lüften. In monatelanger Arbeit hatten sie im Internet Fotos, Videos und Posts von Magnotta ausgewertet, um ihn schlussendlich ausfindig zu machen. Angetrieben waren sie von der Furcht, auf einem seiner nächsten Videos könnte der Tod eines Menschen zu sehen sein“, erinnert sich der Drehbuchautor und Regisseur.

Wie in der Story des Tatorts sollten die Internet-Spürhunde auch im wahren Leben Recht behalten: 2012 tötete Magnotta einen jungen Mann vor laufender Kamera und lud es im Internet hoch. „Amokläufer und Serienkiller handeln aus den unterschiedlichsten Gründen: Frustration, Einsamkeit, Verzweiflung, Hass. Doch ihr Ziel ist oftmals das Gleiche: Einmal in ihrem Leben wollen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen“, so Christoph Stark.

„Als Autor wollte ich mit ‚Schau mich an‘ vor allem Fragen stellen: Was fasziniert uns an diesen Menschen? Wieso lassen wir ihnen so eine Aufmerksamkeit zukommen?“

Als Regisseur trug ich diese Fragen im Gepäck, wollte aber kein moralisches Lehrstück drehen, sondern einen spannenden und ‚unterhaltsamen‘ Tatort. Damit bin ich ein Teil dieser Maschinerie. Diesen Widerspruch gilt es auszuhalten.

Christoph Stark (Regisseur und Drehbuchautor „Tatort: Schau mich an“)

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