Alles zum Münchner Tatort „Schau mich an“
Uns auf Google folgenIm Tatort „Schau mich an“ müssen die Münchner Kommissare Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Hammermann (Ferdinand Hofer) in dem Fall eines Folter-Mordes ermitteln dessen Video im Internet verbreitet wird. Alles Details zum neuen „Tatort“ gibt es hier.









Drehbuch und Regie für den „Tatort“ „Schau mich an“ stammen aus einer Hand - und zwar der von Christoph Stark. Der Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München ist kein Unbekannter im „Tatort“-Universum. 2004 führte er Regie beim Ludwigshafener „Tatort“ „Abgezockt“. Diesem blieb er dann treu und inszenierte unter anderem die Folgen „Letzte Zweifel“ (2005) und „Roter Tod“ (2007). Zuletzt saß er 2022 für den norddeutschen „Tatort“ „Tyrannenmord“ auf dem Regiestuhl.

Den „Tatort“ „Schau mich an“ basierte er auf dem Fall des 28-jährigen Kanadiers Luka Magnotta, der 2011 für Entsetzen sorgte, als er anonym mehrere Videos ins Netz gestellt hatte, in denen er Kätzchen erst quälte und dann zu Tode brachte. „Da die Polizei nichts dagegen unternehmen konnte oder wollte, hatten sich weltweit tausende User und Tierschützer zusammengeschlossen, um die Identität des sadistisch veranlagten Täters zu lüften. In monatelanger Arbeit hatten sie im Internet Fotos, Videos und Posts von Magnotta ausgewertet, um ihn schlussendlich ausfindig zu machen. Angetrieben waren sie von der Furcht, auf einem seiner nächsten Videos könnte der Tod eines Menschen zu sehen sein“, erinnert sich der Drehbuchautor und Regisseur.
Wie in der Story des Tatorts sollten die Internet-Spürhunde auch im wahren Leben Recht behalten: 2012 tötete Magnotta einen jungen Mann vor laufender Kamera und lud es im Internet hoch. „Amokläufer und Serienkiller handeln aus den unterschiedlichsten Gründen: Frustration, Einsamkeit, Verzweiflung, Hass. Doch ihr Ziel ist oftmals das Gleiche: Einmal in ihrem Leben wollen sie im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen“, so Christoph Stark.
„Als Autor wollte ich mit ‚Schau mich an‘ vor allem Fragen stellen: Was fasziniert uns an diesen Menschen? Wieso lassen wir ihnen so eine Aufmerksamkeit zukommen?“
Als Regisseur trug ich diese Fragen im Gepäck, wollte aber kein moralisches Lehrstück drehen, sondern einen spannenden und ‚unterhaltsamen‘ Tatort. Damit bin ich ein Teil dieser Maschinerie. Diesen Widerspruch gilt es auszuhalten.