Dieses „Feld“ ist die höchste Erhebung im Osten Baden-Württembergs

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Von: Mathias Ostertag

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Luftaufnahme von Schwäbisch Gmünd Panorama stauferstadt
Panorama-Blick über Schwäbisch Gmünd. Die höchste Erhebung Ostwürttembergs, das Kalte Feld, befindet sich südlich der einstigen Stauferstadt. © IMAGO/Andreas Friedrichs

Die landschaftliche Vielfalt der Schwäbischen Alb ist zweifellos eines Mittelgebirges würdig. Zwar liegen die höchsten Erhebungen der Alb in der Nähe von Rottweil, in der Region der zehn Tausender. Doch auch in Ostwürttemberg geht‘s auf immerhin mehr als 780 Meter hoch hinaus - unweit der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd - Die höchste Erhebung in Ostwürttemberg ist das Kalte Feld mit einer Höhe von 781,1 Meter NHN (Normalhöhennull). Dabei handelt es sich um eine südlich von Gmünd und Waldstetten (beides im Ostalbkreis) und nördlich von Lauterstein (Landkreis Göppingen) gelegene Hochfläche.

Das Kalte Feld ist eine Hochfläche südlich von Schwäbisch Gmünd

Nach Nordnordosten fällt das Kalte Feld um eine Stufe zum 698,2 m hohen Hornberg ab. Dort gibt es auch den Aussichtspunkt Luginsland. Der Sattel des Furtlepasses, der aufs Kalte Feld führt, verbindet den Hornberg nach Osten mit dem Bernhardus, einem nur geringfügig kleineren Berg als das Kalte Feld.

Etwas südlich vom Kalten Feld abgesetzt, ist der Galgenberg schon weithin sichtbar. Da hier die Lauter ein tiefes Tal zwischen Galgenberg und Kaltem Feld gebildet hat, wirkt der Galgenberg von südlicher Seite aus gesehen wie ein mächtiger Gebirgszug. Auch der nordöstlich von Degenfeld gelegene Eierberg ist durch die obere Lauter vom Kalten Feld getrennt.

Auf der Hochebene gibt‘s eine Vielzahl an Wandermöglichkeiten

Die Hochebene hat neben einer Vielzahl von Wanderwegen einiges zu bieten. So findet man dort unter anderem ein Bergwacht-Haus und die Gaststätte Knörzerhaus. An der höchsten Stelle steht das Franz-Keller-Haus, ein ebenfalls bewirtschaftetes Wanderheim des Schwäbischen Albvereins.

Außerdem befindet sich auf dem Plateau des Hornbergs das gleichnamige Segelfluggelände. Wer auf Spurensuche gehen will, sollte sich am westlichen Bergsporn Graneggle aufhalten: Dort sind nämlich Mauerreste der Ruine Granegg zu finden.

15 Kilometer Wanderhighlights auf dem Kaltes-Feld-Weg

Ein Highlight, um den höchste Erhebung Ostwürttembergs zu erkunden, ist der Kaltes-Feld-Weg, ein 15 Kilometer langer Panorama-Weg, der ein stetiges Auf und Ab garantiert. Die Rundtour durch das Naturschutzgebiet Kaltes Feld startet am Furtlepass und führt zunächst über den „Weg der Besinnung“ mit seinen Kalksteinskulpturen hinauf auf den bereits erwähnten Bernhardus. Von hier geht es über einen abwechslungsreichen Halbhöhenweg mit Blick auf Degenfeld, bevor man über einen steilen Fußpfad durch eine mit Ziegen bewirtschaftete Wacholderheide ins Tal nach Gmünd wandert.

Schnurstracks geht es auf der anderen Seiten dann bis zum Galgenberg hinauf. Von dort aus kann man den gesamten Albtrauf erblicken - und wenn man dann weiter geht zum Kuhbergsattel und schließlich zum Kalten Feld aufsteigt, hat man es schon fast geschafft. Jedenfalls bieten sich hier jetzt eine Einkehr im Knörzerhaus oder Franz-Keller-Haus an.

Es folgt das letzte Teilstück des Kaltes-Feld-Wegs. Entlang des Segelflugplatzes wandert man weiter zum Hornberg, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf die „Dreikaiserberge“ hat. Der Abstieg zum Furtlepass bildet das Ende der Rundtour.

Übrigens: Wer ohnehin schon auf dem Kaltes-Feld-Weg nach Schwäbisch Gmünd absteigt, kann dort auch gleich einer der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der ältesten Stauferstadt Baden-Württembergs einen Besuch abstatten.

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