1. 24hamburg
  2. Wirtschaft

Ukraine-Krieg: Moskau sagt überraschend 50 Millionen Tonnen Getreide für Export zu

Erstellt:

Kommentare

Aufgrund von Dürren dem Klimawandel und dem Ukraine-Krieg fällt die Getreideernte geringer aus
Der Ukraine-Krieg hat zu drastisch gestiegenen Getreidepreisen geführt. Nun will Moskau überraschend in die Bresche springen und Weizen auf den Weltmarkt werfen. © Daniel Bockwoldt/dpa

Der russische Angriffskrieg hat zu deutlich steigenden Getreidepreisen geführt. Nun macht das russische Landwirtschaftsministerium überraschend Zusagen für Exporte.

Moskau - Das russische Landwirtschaftsministerium hat die vorläufige Prognose für die Getreideernte bestätigt und zugesagt, bei diesem Ergebnis mindestens 50 Tonnen Getreide zu exportieren.

Derzeit prognostiziere das Ministerium eine Ernte von 130 Millionen Tonnen. Bei diesem Ergebnis „können wir 50 Millionen Tonnen für den Export ausführen“, sagte Vizelandwirtschaftsministerin Oxana Lut laut der Nachrichtenagentur Interfax bei einem Auftritt auf dem russischen Getreideforum am Freitag. Der Export könne sich auch auf mehr als 50 Millionen belaufen, fügte sie hinzu.

Ukraine-Krieg: Exportverbot für Sonnenblumen verlängert

Im Gegensatz dazu wird das derzeit geltende Exportverbot für Sonnenblumen über den August hinaus verlängert. Wegen der Engpässe ist Sonnenblumenöl auch hierzulande zuletzt deutlich teurer geworden und vielfach sogar ausverkauft. Lut begründete dies mit mangelnden Reserven im eigenen Land für die Herstellung von Sonnenblumenöl.

Russland ist wie die Ukraine einer der größten Getreideexporteure weltweit. Der von Russlands Präsident Wladimir Putin befohlene Angriffskrieg gegen das Nachbarland hat auf den Weltmärkten zu einem deutlichen Anziehen der Lebensmittelpreise geführt. Die Experten der Welternährungsorganisaiton FAO befürchten angesichts der blockierten ukrainischen Häfen eine Hungersnot in Teilen der Welt. Moskau hat Vorwürfe zurückgewiesen, darauf zu spekulieren und wirft seinerseits dem Westen vor, durch Sanktionen gegen Russland die Lebensmittelkrise zu verschärfen. (dpa)

Auch interessant

Kommentare