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 „Strafgebühr“: Kassenärzte-Chef will Notaufnahmen mit Knallhart-Kurs entlasten 

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Von: Amy Walker

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In Deutschland arbeiten die Notaufnahmen am Limit. Doch viele Patienten sind gar keine Notfälle. Der Kassenärzte-Chef will das nicht länger hinnehmen und fordert harte Konsequenzen.

Berlin –  „Wer noch selbst in eine Notaufnahme gehen kann, ist oft kein echter medizinischer Notfall.“ Mit diesem Satz fordert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Andreas Gassen, eine Lösung für überlastete Notaufnahmen. Sein Vorschlag: Wer ohne wirkliche Notwendigkeit in der Notaufnahme auftaucht, soll eine Strafgebühr zahlen. Das forderte Gassen in den Zeitungen des RND.

Leitstelle statt Notaufnahme

Bevor man in die Notaufnahme geht, sollte man bei einer Leitstelle oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen, um eine Einschätzung zu bekommen. „Wer weiterhin direkt in die Notaufnahme geht, ohne vorher die Leitstelle anzurufen, muss gegebenenfalls eine Notfallgebühr entrichten, denn das kostet die Solidargemeinschaft unterm Strich mehr Geld und bindet unnötig medizinische Ressourcen“, sagt Andreas Gassen. Es sei „unsozial“, die Notfalldienste unnötig zu beanspruchen und dadurch das Leben anderer Patienten zu gefährden.

Krankenhaus
Ein Leuchtkasten mit einem roten Kreuz hängt vor der Notaufnahme eines Krankenhauses. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Unter der Nummer 116 117 erreicht man den ärztlichen Bereitschaftsdienst, der eine Einschätzung zum gegeben Fall geben kann. Allerdings landet man auch dort häufig in einer Warteschlange. Handelt es sich um einen wirklichen Notfall mit Lebensgefahr, dann ist der Notruf unter 112 erreichbar.

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