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Erster Länderchef will Immo-Kauf billiger machen: „Teuerstopp gegen den Teuerschock“

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Von: Patricia Huber

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Die Immobilienpreise sind in den vergangenen Jahren explodiert. Jetzt möchte Hessens Ministerpräsident dem „Teuerschock“ ein Ende setzen.

Wiesbaden – Der Bau oder Kauf der eigenen vier Wände ist für viele ein großer Traum. Doch mit den steigenden Preisen im Bau und für Grund ist das für Normalverdiener kaum mehr finanzierbar. Das zeigen auch die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe. Diese sind im Januar eingebrochen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember gingen die Aufträge um 5,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Jahresvergleich fiel der Auftragseingang preisbereinigt um 21,0 Prozent.

Hauskauf: Hessens Ministerpräsident plant Entlastung

Diesem Trend möchte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) jedoch entgegenwirken. Er möchte den Bau eines eigenen Hauses wieder attraktiver machen und bringt dafür einen überraschenden Vorschlag ins Spiel. Er möchte Käufern einer privat genutzten Immobilie die Grunderwerbsteuer komplett erlassen, wie die Bild berichtet.

„Wir brauchen einen Teuerstopp gegen den Teuerschock beim Traum von den eigenen vier Wänden“, fordert er gegenüber der Zeitung. Der Staat solle Familien oder Alleinerziehenden beim Haus- und Wohnungskauf „unter die Arme greifen, anstatt sie zur Kasse zu bitten.“

Boris Rhein (CDU)
Boris Rhein (CDU) möchte Hauskäufer künftig entlasten. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Weiter führt er aus: „Wir als CDU wollen deshalb in Hessen auf die erste eigene Immobilie keine Grunderwerbsteuer erheben – nach der klaren Maßgabe: Grunderwerbsteuer geht aufs Haus und nicht in den Staats-Haushalt.“ Für Käufer ist das ein durchaus attraktives Angebot. Beim Grunderwerbsteuersatz von sechs Prozent in Hessen würde das bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro eine Ersparnis von 24.000 Euro ergeben.

Rhein kritisiert „Teuerschock beim Heizungsausbau“

Die Ampel-Regierung habe laut Rhein bereits angekündigt, den Kauf wieder attraktiver zu machen, indem sie Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer möglich macht. Doch passiert ist bisher nichts. „Stattdessen dreht die Ampel weiter an der Preisschraube beim Eigenheim, indem sie die Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer verschleppt, das Baukindergeld stoppt und einen Teuerschock beim Heizungsausbau beschließt“, so der CDU-Politiker gegenüber Bild.

Hauskäufer in Hessen sollen künftig finanziell entlastet werden – zumindest wenn es nach Ministerpräsident Rhein geht.
Hauskäufer in Hessen sollen künftig finanziell entlastet werden – zumindest wenn es nach Ministerpräsident Rhein geht. (Symbolbild) © IMAGO / MiS

Da die Bundesregierung dem hessischen Ministerpräsidenten zu langsam reagiert, hat er eine andere Idee. Die CDU wolle ein „Hessengeld“ für die ersten eigenen vier Wände bezahlen. Demnach sollen Käufer 10.000 Euro pro Erwerber erhalten. Zusätzlich soll es dann noch einmal 5000 Euro für jedes Kind geben. Diese Maßnahme solle laut Rhein „Wohnträume erfüllen, statt sie platzen zu lassen.“ (ph)

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