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Gas- und Strompreisbremse, Deutschlandticket & Co.: Was sich 2023 ändert

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Von: Patricia Huber

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Die Energiekrise hat Deutschlands Haushaltskassen schwer getroffen. Doch 2023 kommen einige Entlastungen in den Bereichen Energie und Mobilität.

München – Das Thema Energie war 2022 wichtiger denn je. Die Energiepreise erreichten in diesem Jahr nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs Rekordhöhen. Infolgedessen hat die Ampel-Regierung einige Maßnahmen getroffen, um Verbraucher zu entlasten. Was sich beim Thema Energie und Mobilität 2023 ändert, im Überblick:

Gas- und Strompreisbremse kommen

Um die hohen Strom- und Gaspreise abzufedern, hat die Bundesregierung zwei Preisbremsen beschlossen. So sollen Gasverbraucher für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs einen Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert bekommen. Analog sind beim Strom 40 Cent je Kilowattstunde geplant. Die Vergünstigungen sollen ab März gelten und nach dem Start rückwirkend auch für Januar und Februar greifen. Das berichtet Merkur.de.

9-Euro-Ticket-Nachfolger: Günstiger Nahverkehr mit dem Deutschlandticket

Nachdem das 9-Euro-Ticket aus dem Entlastungspaket 2022 ein so großer Erfolg war, soll 2023 nun der Nachfolger kommen. Das sogenannte Deutschlandticket soll 49 Euro pro Monat kosten und deutschlandweit für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gelten. Der genaue Starttermin ist jedoch noch nicht bekannt.

E-Auto-Förderung sinkt

Käufer von Plug-in-Hybridfahrzeugen bekommen ab 2023 keine Förderung durch den Bund mehr. Zudem sinken die Prämien für reine Stromfahrzeuge. Zum 1. September wird die Förderung auf Privatpersonen beschränkt.

Private Solaranlagen: Neue Regel soll Einbau attraktiver machen

Für Besitzer von Solaranlagen gibt es im neuen Jahr Vereinfachungen. So entfällt für einige Anlagen die Pflicht, einen besonderen Erzeugerstromzähler installieren zu lassen. Einige Regelungen des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2023 greifen bereits.

Klimaabgabe fürs Heizen: Vermieter müssen sich beteiligen

Vermieter müssen sich ab Januar in vielen Fällen an der Klimaabgabe ihrer Mieter fürs Heizen beteiligen. Der sogenannte CO2-Preis wird nach einem Stufenmodell zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt. Je weniger klimafreundlich das Haus ist, desto mehr muss der Vermieter übernehmen. Bislang müssen Mieter die Abgabe zahlen, die helfen soll, den klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoß zu senken.

Verspäteter Atomausstieg

Mitte April gehen die letzten deutschen Atommeiler vom Netz. Die Kraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland hätten im Zuge des Atomausstiegs eigentlich zum Jahreswechsel abgeschaltet werden sollen, die Laufzeit wurde wegen der Energiekrise aber verlängert.

Steuervergünstigung für Autogas entfällt

Wer sein Fahrzeug mit Autogas, auch bekannt als LPG, betankt, muss ab 2023 tiefer in die Tasche greifen. Eine Steuervergünstigung läuft aus, und der reguläre Steuersatz von 409 Euro je Tonne greift. Allerdings sind die Steuern laut ADAC günstiger als für Benzin oder Diesel.

Lkw-Maut wird angehoben

Die Lastwagen-Maut auf Deutschlands Fernstraßen wird 2023 angehoben. Bei der Berechnung der Sätze werden die Kosten für Lärmbelastung und Luftverschmutzung künftig stärker berücksichtigt. (ph/dpa)

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