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Taxonomie: Brüssel will Atomkraft und Gas als nachhaltig einstufen - EU-Kommissarin lehnt Änderung ab

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Aus dem Kühlturm des Kernkraftwerks steigt Dampf auf.
Bei einer Einstufung von Atomkraft und Gas als grüne Energie sieht EU-Kommissarin Mairead McGuinness nicht viele Möglichkeiten. © Stefan Puchner/dpa

Die EU-Kommission denkt über eine Neueinstufung von Atomkraft und Gas als grüne Energie nach. Doch EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness sieht hier nur einen „begrenzten Spielraum“.

Berlin - EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness schließt eine grundlegende Überarbeitung der EU-Einstufungen* für nachhaltige Energie aus. An der ein oder anderen Stelle könne der Vorschlag zwar nachgebessert und somit einige Einwände berücksichtigt werden, sagte McGuinness der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ, Mittwochausgabe). „Aber wir haben tatsächlich nur begrenzten Spielraum.“ Es gebe sowohl Kritik als auch Zustimmung zur Einstufung von Atomkraft und Gas als nachhaltig.

Atomkraft: EU-Einstufung hat großen Einfluss auf Finanzbranche

Die Taxonomie soll Investoren und Banken einen Leitfaden geben, welche Technik als nachhaltig einzustufen ist. Sie hat daher für die Finanzbrache aber auch für Deutschland insgesamt eine große Bedeutung, da immer mehr Investoren nur in grüne Technologien einsteigen wollen.

Die Kommission prüft derzeit die Stellungnahmen der Staaten. So kritisiert* Deutschland beispielsweise die Einstufung von Atom als nachhaltig, Frankreich ist dafür. Anschließend soll die Taxonomie-Regelung veröffentlicht werden, McGuinness zufolge ist das für den 2. Februar geplant. (rtr) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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