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Wetter-Alarm in Deutschland: Sturmflut in Hamburg – Schneesturm an den Alpen

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Von: Marc Dimitriu, Martina Lippl

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Sturmtief „Philine“ mischt das Wetter in Deutschland auf. Es bleibt ziemlich stürmisch. In den Alpen herrscht dagegen weiter Schnee-Alarm.

Update vom 2. Februar, 6.28 Uhr: Sturmflut an der Nordsee. Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle steht am frühen Morgen während des Hochwassers der Elbe unter Wasser, wie auf Fotos zu sehen ist. Die Feuerwehr Hamburg hatte vor der Sturmflut gewarnt und um 5.03 Uhr gewarnt. Dabei könnte der Wasserstand im Hamburger Elbegebiet auf 2,00 Meter bis 2,50 Meter über den des normales Hochwassers steigen.

Stürmisches Wetter in Deutschland

Die Wetterlage am Mittwoch bleibt ruppig. An den Alpen und im Erzgebirge warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor kräftigen Schneefällen und Schneeverwehungen (teils Unwetter)*. An der See und in Hochlagen Sturmböen (bis 85 km/h), sonst gebietsweise stürmische Böen (70 km/h). Auf einigen Mittelgebirgsgipfeln ist mit orkanartigen Böen (Bft 11) zu rechnen. Zum Abend lässt der Wind nach der DWD-Prognose auch im Nordosten nach.

Wetter-Alarm in Deutschland: Sturmfluten, Schneemassen und Sturm

Update vom 1. Februar, 15.48 Uhr: Es geht stürmisch weiter in Deutschland. „Auf der Südwestflanke eines Tiefdruckkomplexes über Skandinavien wird mit einer kräftigen nordwestlichen Strömung erwärmte Meeresluft vom Nordatlantik nach Deutschland geführt“, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Alarmstufe rot! Eine Unwetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen besteht für Bayern (siehe Update vom 1. Februar, 9.15 Uhr). Auch im Erzgebirge und im Bayerischen Wald ist aber weiter mit länger anhaltenden und teils kräftigen Schneefall zu rechnen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt erneut vor einer Sturmflut an der Nordseeküste: „In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wird das Hochwasser an der deutschen Nordseeküste, im Weser- und Elbegebiet 1,5 bis 2 m höher als das mittlere Hochwasser eintreten und im Hamburger Elbegebiet 2 bis 2,5 m höher als das mittlere Hochwasser eintreten.“

Wetter in Deutschland: Wetterdienst warnt vor Schnee und Sturm.
Wetter in Deutschland: Wetterdienst warnt vor Schnee und Sturm. © DWD-Unwetterwarnung/Uwe Lein/dpa

Wetter in Deutschland: Tief „Philine“ bringt Sturmböen

Bereits am Dienstagnachmittag ist im Bergland und im Umfeld der Nordsee mit stürmischen Böen (Bft 8, um 70 km/h) und Sturmböen zu rechnen. An einigen Küstenabschnitten und in exponierten Hochlagen mit schweren Sturmböen (Bft 10 bis 100 km/h). Auf dem Brocken und Fichtelberg sogar mit Orkanböen (Bft 11/12, 110 bis 130 km/h).

In der Nacht auf Mittwoch lässt der Wind nicht locker. Es bleibt verbreitet windig mit Windböen (Bft 7, bis 60 km/h). Im Norden, Osten und Süden gibt es stürmische Böen (Bft 8, um 70 km/h). An der See sowie im Bergland Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9), exponiert schwerer Sturm um 100 km/h (Bft 10). In einigen Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen orkanartige Böen oder Orkanböen (Bft 11 bis 12). Erst im Verlauf der Nacht lässt der Wind von Westen her nach.

Keine Entwarnung! Winterwetter legt weiter zu: Bis zu einem Meter Neuschnee möglich

Update vom 1. Februar, 9.15 Uhr: An den Alpen und im Schwarzwald warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag weiter vor kräftigen Schneefälle und Schneeverwehungen. Es besteht eine amtliche Unwetter-Warnung. Dazu frischt der Wind immer wieder auf. Es bleibt weiter also stürmisch. An der See ist mit schweren Sturmböen (100 km/h) zu rechnen. Auf dem Brocken und im Fichtelberg warnen die DWD-Wettexperten aktuell vor Orkanböen (Bft 11/12, 110 bis 130 km/h). Gebietsweise herrscht weiter Frost (bis minus 3 Grad) und Glätte.

Sturmtief „Philine“ packt an: Schnee-Alarm in den Alpen

Nach den Sturmtiefs „Nadia“ und „Odette“ bringt nun „Philine“ stürmischen Wind. An den Alpen packt Frau Holle mächtig an. Neuschneemengen bis zu 100 Zentimeter sind bis zur Mitte der Woche möglich.

Dabei kämpfen Einsatzkräfte und Winterdienst in einigen Regionen Deutschlands noch mit den Folgen des zum Teil massiven Wintereinbruchs in der vergangenen Nacht. Besonders in Baden-Württemberg.

Winter-Chaos in Baden-Württemberg – Verkehrsblockade nach starkem Schneefall

In Baden-Württemberg haben starke Schneefälle zu massiven Problemen auf den Straßen geführt. Der Verkehr auf der Bundesstraße B31/Höllental ist in der Nacht auf Dienstag weitgehendst zum Erliegen gekommen, teilt die Polizei am Dienstagmorgen mit. Der Grund daafür seien auch mehrere missglückte Wendemanöver von Lkw gewesen. Derzeit könne kein Schwerverkehr mehr auf der B31 aus dem Stadtgebiet Freiburg in Richtung Donaueschingen durchgelassen werden. Schwerverkehr solle die Strecke meiden. „Derzeit werden alle Lkw über 7,5 t auf diesem Weg von der Polizei angehalten und wieder zurückgeschickt“, so die Polizei.

Räumdienste sind im Dauereinsatz, heißt es vonseiten der Polizei weiter. Im Laufe des Vormittags werde die Bundesstraße wieder für den Schwerverkehr bergwärts freigegeben.

Bayern: Neuschnee in den Alpen

Schnee und Glätte haben auch in Bayern in der Nacht zum Dienstag für schwierige Straßenverhältnisse gesorgt. Unfälle hat es allerdings nur vereinzelt gegeben, wie Polizeisprecher am Dienstagmorgen mitteilten. So stieß ein Fahrer auf der Bundesstraße 300 bei Krumbach (Landkreis Günzburg) gegen die Leitplanke. Auf der B 16 bei Baisweil (Kreis Ostallgäu) stießen zwei Fahrzeuge auf der glatten Fahrbahn aufeinander. Verletzt wurde niemand. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in ganz Bayern vor Frost und Glätte. Dazu schneit es in den nächsten Stunden weiter kräftig. Am Nachmittag gibt es an den Alpen eine „vorübergehende Schneepause“.

Schnee-Prognose bis Donnerstag - bis 1 Meter Neuschnee in den Alpen

Doch in der Nacht auf Mittwoch ist im östlichen und zentralen Mittelgebirgsraum sowie an den Alpen oberhalb von 500 bis 800 Meter mit weiteren länger anhaltenden kräftigen Schneefällen zu rechnen. Auch im Nordstau von Alpen und Erzgebirge schneit es. Bis zum Donnerstag können teils 50 bis 100 Zentimeter Neuschnee zusammen kommen. In den Alpen ist oberhalb von 600 bis 800 Metern mit zum Teil starken Schneeverwehungen zu rechnen. Die DWD-Meteorologen warnen vor Gefahr von Schneebruch!

Schneefälle in Südbayern
Schnee und Schneeverwehungen: Am Alpenrand hat es schon kräftig geschneit. Der Wetterdienst warnt weiter vor ergiebigen Schneefällen. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Viele Unfälle nach Blitzeis: Schulbus kommt von Straße ab – in der Nacht auf Dienstag schneit es weiter

Update vom 31. Januar, 22.07: Schnee und Blitzeis haben in Bayern am Montag zu zahlreichen Unfällen geführt. Der Deutsche Wetterdienst erwartet indes weitere starke Schneefälle.

In Oy-Mittelberg im Landkreis Oberallgäu kam am Morgen ein mit etwa 20 Kindern besetzter Schulbus von der Straße ab, wie die Polizei mitteilte. Einige Schüler seien dabei leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht worden. Auch im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth sowie in Niederbayern sei es zu Unfällen gekommen. 15 Laster seien auf einer Kreisstraße in Plößberg steckengeblieben und mussten abgeschleppt werden.

Bayern: Weitere starke Schneefälle bis in die Nacht zum Dienstag erwartet

In der Nacht von Montag auf Dienstag soll es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zu weiteren starken Schneefällen im Freistaat kommen. In niedrigeren Lagen sei auch mit Regen zu rechnen, wodurch es teils glatt werden könne, so der DWD weiter. Zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee könnten bis zum Dienstagmorgen im südlichen Alpenvorland fallen. In den Mittelgebirgen könne es zu Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern, im Bayerwald und den Alpen sogar bis 100 Stundenkilometer kommen.

Vorläufige Bilanz des Deutschen Wetterdienstes: Januar deutlich zu warm

Insgesamt war der Januar allerdings deutlich zu warm. Das geht aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Demnach lag die Durchschnittstemperatur im Januar mit 2,6 Grad um 3,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990, so ein DWD-Sprecher am Montag. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung noch 1,7 Grad. 

Sturmtief Nadia: Schäden in Höhe von 150 Millionen Euro

Update vom 31. Januar, 14.14 Uhr: Sturmtief Nadia hat in Deutschland nach Schätzung von Experten versicherte Schäden in Höhe von etwa 150 Millionen Euro angerichtet. Damit sei der Sturm ein kleines Unwetterereignis und nicht zu vergleichen etwa mit den Zerstörungen durch Sturmtief „Bernd“ vom Juli 2021, teilte der Versicherungsmakler Aon am Montag auf Basis erster Schätzungen in Hamburg mit.

Derweil nahen auch schon die nächsten Tiefs. Die bringen zwar weniger Wind, dafür aber deutlich mehr Regen und im Bergland viel Schnee nach Deutschland. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mitteilte, wird das am Montag über Norddeutschland liegende Tief Odette am Dienstag von den Ausläufern von Philine abgelöst, das neue Niederschläge und teils stürmischen Wind nach Deutschland trägt.

Update vom 31. Januar, 11.04 Uhr: Mittlerweile gilt auch in weiten Teilen des Südwestens von Baden-Württemberg eine amtliche Unwetterwarnung vor Schneeverwehungen. In mehreren Landkreisen gilt nun die Alarmstufe Rot.

Sturmwarnung in Süddeutschland: Alarmstufe Rot in Baden-Württemberg und Bayern.
Sturmwarnung in Süddeutschland: Alarmstufe Rot in Baden-Württemberg und Bayern. © Screenshot/dwd.de

Sturmtief Nadia fordert mehrere Tote: Lage im Norden beruhigt sich - Orkan trifft nun Westen und Süden

Heftiger Schneefall und Böen drohen in Bayern.
Heftiger Schneefall und Böen drohen in Bayern. © MiS via www.imago-images.de

Erstmeldung vom 31. Januar 2022:

München - Das war ein stürmisches Wochenende in Deutschland. Doch nachdem das Sturmtief Nadia vor allem in Norddeutschland Schäden angerichtet und mehrere Unglücke verursacht hat, soll die neue Woche mit etwas ruhigerem Wetter starten. An der Nordseeküste und im Westen rechnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den frühen Montag mit Sturmböen von bis zu 88 km/h. In den westlichen Mittelgebirgen kann es schneien.

Im Süden Bayerns an den Alpen gilt für Montag Alarmstufe Rot, ab dem Morgen soll es stark schneien - mit Schneeverwehungen durch Sturmböen. Es könne bis einem Meter Neuschnee herunterkommen, zusätzlich wird vor Glätte gewarnt. Im Westen und Südwesten wird ebenfalls vor Sturmböen und Schneefall gewarnt, allerdings wird es hier nicht so heftig wie in Bayern.

Wetter: Sturmtief Nadia sorgte am Wochenende in Norddeutschland für schwere Schäden und einen Toten

Für den Rest des Landes gilt den Meteorologen zufolge: Es wird grau, windig, nass und vereinzelt fällt Schnee auch bis in die tiefen Lagen. Am Wochenende war der Orkan Nadia mit gefährlichen Böen über Norddeutschland hinweggefegt. Im brandenburgischen Beelitz kam ein Fußgänger ums Leben, weil ein Wahlplakat umgeweht wurde und auf ihn stürzte. In Bremen erlitt ein Mensch in einem Park schwere Verletzungen, als ein Baum auf ihn fiel, und in Mecklenburg-Vorpommern verunglückte ein 16-Jähriger: Er fuhr mit seinem Motorrad gegen einen umgestürzten Baum und wurde schwer verletzt. Alleine in Berlin mussten die Einsatzkräfte wegen des Unwetters in der Nacht auf Sonntag etwa 250 Mal ausrücken.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde nach Angaben des DWD vom Sonntagmorgen auf der Hallig Hooge in Nordfriesland mit 127 km/h gemessen. Eine schwere Sturmflut setzte den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil Altona vorübergehend unter Wasser, auch an anderen Küstenabschnitten gab es Sturmfluten. Vor allem in Norddeutschland fielen einzelne Züge aus.

Wetter: Orkan traf auch Nachbarländer schwer

Auch in den Nachbarländern forderte das Sturmtief Todesopfer: In Nordpolen starb ein 27-Jähriger, als ein Baum auf sein Auto stürzte, in Tschechien starb ein Arbeiter, als nahe Prag eine fünf Meter hohe Mauer in einem Industriegebiet durch den Wind einstürzte und ihn verschüttete. (md mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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