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Suche nach Leben im Weltall – Könnten Pinguine der Schlüssel sein?

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Forschende weltweit suchen nach Leben im Weltall (Symbolbild).
Forschende weltweit suchen nach Leben im Weltall (Symbolbild). © Rouelle Umali/dpa

Bei der Suche nach Leben im Weltall wagen Forscher einen neuen Schritt. Im Mittelpunkt der Studien stehen Pinguine.

Kassel – Es wird unter Astronomen und Astronominnen als ein wichtiger Grundstoff für das Leben auf anderen Planeten gehandelt: Phosphin. Bereits Ende 2020 machten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine neue Entdeckung. Sie stellen Spuren des chemischen Moleküls in den Wolken der Venus fest.

Die Chemikalie wird von Mikroben, die in sauerstoffreichen Umgebungen leben, erzeugt. Nun wollen Forschende herausfinden, ob ähnliche Bakterien auf der Venus existieren und für Leben auf anderen Planeten verantwortlich sein könnten. Erst vor kurzer Zeit hatten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Cambridge eine neue Art bewohnbarer Planeten im Weltall entdeckt.

Nun rücken Eselspinguine in den Fokus. Der Grund: Ihr verwitterter Kot enthält Phosphin, was Forschende nun genauer unter die Lupe nehmen wollen. Mitarbeitende des Imperial College in London führen zurzeit weitere Studien durch, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Suche nach Leben im Weltall: Forschende stehen vor Rätsel

„Wir haben die Daten neu aufgearbeitet und wir sind ziemlich sicher, dass der Phosphin-Fund echt ist. Aber wir wissen nicht, was er hervorruft“, erklärt Dr. Dave Clements. So gebe es einige anaerobe Bakterien, die Phosphin produzieren. Sie leben unter anderem im Darm von Dachsen und eben in verwitterten Pinguin-Kot.

Das Problem: „Es ist sehr schwer zu messen, weil es zerstört wird, sobald Sauerstoff dazu kommt“, sagte Clements. „Wir wissen nicht, warum irgendetwas überhaupt Phosphine produziert, denn es braucht Energie. Es ist kein Nebenprodukt wie Methan. Deshalb könnte es etwas mit Verteidigung oder Signalen gegen andere wetteifernde Bakterien zu tun haben“.

Weltall-Forschung: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen Problem lösen

Bevor die Forschenden den Pinguin-Kot für die Suche nach Leben im Weltall untersuchen können, müssen sie zuerst ein anderes Problem lösen. Sie würden den verwitterten Pinguin-Kot „wirklich gerne analysieren, um die Biologie zu verstehen. Aber es ist sehr schwierig für Astronomen einen Förderungsvorschlag zu bekommen, um mit Pinguinen zu spielen“, sagte Clements. (Jan Wendt)

Zuletzt hatte die Nasa ein „seltsames Bauwerk“ auf dem Mars entdeckt und eine Entdeckung auf dem roten Planeten gefeiert.

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