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Spektakuläre Bilder geschafft: Raumsonde fliegt ganz nah an sonnennächstem Planeten vorbei

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Von: Judith Braun

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Die Raumsonde „BepiColombo“ übermittelte die ersten Fotos des Planeten Merkur an die Erde. Mit seiner aus großen Kratern bestehenden Oberfläche erinnert er an den Mond.

Darmstadt - Faszinierende Bilder aus dem Weltall: Die europäisch-japanische Raumsonde „BepiColombo“ hat drei Jahre nach ihrem Start erste Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom Planeten Merkur aufgenommen. Das teilte die Europäische Raumfahrtagentur ESA am Samstag (2. Oktober) mit. Die Fotos wurden nach dem ersten Vorbeiflug am Merkur an die Erde übermittelt. Darauf ist die nördliche Hemisphäre des Planeten zu sehen. Die Oberfläche vom Merkur ähnelt mit ihren großen Kratern derjenigen des Mondes.

Am frühen Samstagmorgen hat die Mission ihren ersten Flug um ihren künftigen Bestimmungsort Merkur gemeistert. „Das ist ein großer Erfolg für uns, weil es das ersteTreffen mit dem Zielplaneten Merkur war“, sagte die Leiterin der
Mission im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt, Elsa Montagnon laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur Esa ist es der erste von insgesamt sechs Vorbeiflügen der Sonde am Merkur.

Raumsonde „BepiColombo“ schickt erste Fotos vom Merkur an Erde

Am 20. Oktober 2018 machte sich die Raumsonde „BepiColombo“ auf den Weg zu einer siebenjährigen Reise, um den kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystem zu untersuchen. Mit der Mission, die Besonderheiten der inneren Struktur des Merkurs und seines Magnetfelds zu erforschen. Unter anderem soll der Frage nachgegangen werden, ob es in den sonnenabgewandten Kratern Eis gibt.

Für die ersten Aufnahmen flog die Raumsonde, die nach dem italienischen Mathematiker und Ingenieur Giuseppe „Bepi“ Colombo benannt wurde und von der ESA geleitet wird, in einer Höhe von 199 Kilometern an dem Planeten vorbei. Da „BepiColombo“ allerdings auf der Nachtseite von Merkur ankam, seien die Bedingungen „nicht ideal“ gewesen. Das nächste Bild wurde deshalb aus einer Entfernung von etwa tausend Kilometern aufgenommen.

Merkur Bilder
Das Handout zeigt Teile der Merkur-Sonde „BepiColombo“ sowie einen Teil des Planeten Merkur. Das Bild wurde um 23:44:12 UTC von der Überwachungskamera 2 des Mercury Transfer Module aufgenommen, als die Sonde etwa 2418 km von Merkur entfernt war. Die gezeigte Region ist Teil der nördlichen Hemisphäre des Merkur. © Mercury Transfer Module/ESA/BepiColombo/MTM/dpa
BepiColombo
Die Merkur-Sonde „BepiColombo“ hat erste Bilder geschickt. © ESA

Merkur: Erste Bilder von Raumsonde „BepiColombo“ übermittelt

Die Mission zum sonnennächsten Planeten gilt als das bislang komplizierteste Raumfahrtprojekt Europas. Kompliziert ist die Reise vor allem durch Merkurs Nähe zur Sonne. Angesichts der enormen Schwerkraft der Sonne erfordert es viel Energie, eine Raumsonde so abzubremsen, so dass sie in eine Umlaufbahn um den innersten Planeten des Sonnensystems einschwenken kann.

Im Fall von „BepiColombo“ bedeutet dies: Um die Geschwindigkeit anzupassen, muss die Sonde insgesamt neun Planeten-Vorbeiflüge absolvieren. Sie flog bereits einmal dicht an der Erde und zwei Mal an der Venus vorbei. Nach insgesamt sechs Vorbeiflügen am Merkur soll die Sonde 2025 in eine Umlaufbahn um ihren Zielplaneten einschwenken.

Bislang erreichten nur zwei Missionen der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Merkur: „Mariner 10“ in den 70er Jahren und die Raumsonde „Messenger“, die den Merkur von 2011 bis 2015 umkreiste.

Immer wieder entdecken Raumstationen neue Planeten im Weltall. So fanden Wissenschaflter der NASA bereits eine „Super-Erde“, auf der das Leben besser sein könnte als auf unserer Erde. Einen Sensations-Fund machten wiederum andere Experten: Sie entdeckten einen Planeten mit Wasser. (jbr/AFP/dpa)

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