„Anhaltendes Summen“

Seltsames Geräusch: Haben Forscher Außerirdische entdeckt?

  • Christian Einfeldt
    VonChristian Einfeldt
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1977 schickte die Nasa die Raumsonde „Voyager 1“ ins Weltall. 44 Jahre später horchen Forscher auf: Warnt ein unheimliches Geräusch vor außerirdischem Leben?

Washington, D.C., USA – Das Weltall stellt Wissenschaftler seit jeher vor großen Herausforderungen. Gibt es Leben im interstellaren Raum? Die Nasa wollte es herausfinden und schickte am 5. September 1977 die Raumsonde „Voyager 1“ ins Weltall. Mittlerweile dokumentiert die Sonde, die sich rund 23 Milliarden Kilometer von der Erde befindet, seit 44 Jahren Daten und sendet diese an die Erde. Es ist das weit entfernteste Weltall-Projekt, das vom Menschen gebaut wurde. Sind die Forscher Zeuge eines großen Geheimnisses? Unheimliche Geräusche lassen Forscher jetzt aufhorchen.

US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft:Nasa
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA

„Voyager 1“ ermittelt unheimliches Geräusch: Nasa lüftet das Geheimnis

Im Jahre 1977 startete die Raumsonde „Voyager 1“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral. 45 Jahre später, 2012, gelang es ihr unser Sonnensystem zu verlassen. Die Geräusche, die Nasa-Wissenschaftler, die aufgrund einer Nasa-Simulation in Sorge sind, zuletzt entdeckten, könnten aufdecken, was sich dahinter verbergen könnte. Schon immer faszinierte die Menschheit die Frage, ob es Leben in der Galaxis gäbe. So erforscht die Nasa aktuell den Mars – und vor kurzem entdeckten Forscher eine „zweite Erde“*. Jetzt gehen sie auch dem unheimlichen Geräusch aus dem All auf die Spur.

„Voyager 1“: Die Raumsonde der Nasa sendet interstellare Daten an die Erde.

So wie es die Instrumente der „Voyager 1“ dokumentieren, befindet sich der Auslöser des Geräusches hinter der Grenze des Sonnensystems. Circa 21 Stunden dauert es, bis die Signale die Erde erreichen. Forscher verstärkten das Geräusch, um es besser identifizieren zu können. Handelt es sich wirklich um neu-entdecktes Leben? Weltraumforscher müssen dieser Hoffnung eine Abfuhr erteilen. „Wir entdeckten ein schwaches, anhaltendes Summen von interstellarem Gas“, erklärt die Astronomie-Doktorandin Stella Koch-Ocker von der Cornell Universität der Online-Fachzeitschrift „Nature Astronomy“.

Phänomene im Weltall: Nasa kam dank der „Voyager 1“ zu neuen Erkenntnissen

Bereits 2012 wurde die Nasa, die gemeinsam mit der Esa einen Asteroid-Rettungsplan entwickelt*, auf ähnliche Geräusche aufmerksam. Die Weltraumbehörde entdeckte Signale, hervorgerufen durch Sonnenwinde. Ein Brummen, das dem zuletzt ermittelten ähnelt, wurde festgestellt. Der Weltraumwissenschaftler und Hauptautor der damaligen Studie James Cordes kam mit seinem Team zu einer neuen Erkenntnis: Im interstellaren Gas gibt es mehr Ruhephasen und niederschwellige Aktivität als bisher vermutet.

Ein weiteres Weltall-Phänomen über das sich die Nasa durch den Einsatz der „Voyager 1“ Aufklärung verspricht, ist die Formung der sogenannten Heliosphäre, die Plasmablase des Sonnensystems. Doch nicht nur interstellare Phänomene stehen auf dem Prüfstand.

Nasa-Forscher erhoffen, dass die Weltall-Mission das Wetter auf der Erde und seine Zusammenhänge besser ergründen kann. Auch Prognosen sollen dadurch präziser werden. Neue Erkenntnisse vermeldeten die Wissenschaftler erst vor wenigen Wochen: Die Nasa warnt nun vor mehr Überflutungen*. Schuld daran hat unter anderem unser Mond. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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