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Ukraine-Krieg: Greift Ex-Hamburger Vitali Klitschko zur Waffe? „Muss das tun“

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Von: Jan Knötzsch

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Er lebte über Jahre in Hamburg, ist jetzt Bürgermeister in Kiew. Und so mittendrin im Ukraine-Krieg, in dem Vitali Klitschko zur Verteidigung zu allem bereit ist.

Hamburg – Die Welt schaut auf die Ukraine. Mit bangen Blicken. Seit Donnerstag, 24. Februar 2022, tobt dort – tausende Kilometer von Hamburg entfernet – der Ukraine-Krieg. Ausgelöst vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, der seinen Truppen den Befehl zum Angriff auf die Ukraine gegeben hat. Seitdem ist dort nichts mehr so, wie es mal war. Statt Frieden herrschen Angst und Schrecken. Menschen sterben, ihnen widerfährt unendliches Leid. Inzwischen droht im Ukraine-Krieg der Häuserkampf.

Kurzum: Die Bilder, die diese Ukraine-Krieg liefert, sind schlimm. Sie schrecken auf. Verstören. Und auch die Verbindung zur Hansestadt Hamburg ist da. Das macht alles irgendwie noch greifbarer. Mittendrin ist einer, der Ex-Wahl-Hamburger ist: der ehemalige Box-Weltmeister Vitali Klitschko, jetziger Bürgermeister von Kiew. Er ist im Ukraine-Krieg zu allem bereit.

Bürgermeister von Kiew:Vitali Klitschko
Geboren:19. Juli 1971 (Alter 50 Jahre), Belowodsk, Kirgisistan
Im Amt seit:2014
Bruder:Wladimir Klitschko

Ukraine-Krieg: Hamburg zeigt Flagge und Solidarität – Ex-Wahl-Hamburger Vitali Klitschko zu allem bereit

Auch wenn Hamburg und die Ukraine etliche Kilometer trennen: Der krieg ist nah. Näher als andere militärische Angriffe der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Die Hamburgerinnen und Hamburger schauen nicht weg – nein, im Gegenteil: Sie stehen auf, sagen ihre Meinung. zeigen sie. in den zurückliegenden Tagen hat es in Hamburgdiverse Demonstrationen gegen den Ukraine-Krieg gegeben – die erste Demo gegen den Putin-Krieg hatte am Freitag, 25. Februar 2022, 4500 Teilnehmer. Und auch darüber hinaus zeigt Hamburg Flagge und fordert Konsequenzen gegen Russland. Denn so weit weg der Ukraine-Krieg geografisch auch weg sein mag: Er betrifft auch Hamburg.

Im Hintergrund ein Panzer, der im Ukraine-Krieg auf einer Straße fährt. Im Vordergrund der Ex-Hamburger Vitali Klitschko, jetzt Bürgermeister von Kiew.
Vitali Klitschko, ehemaliger Wahl-Hamburger und jetziger Bürgermeister von Kiew, würde im Falle eines Falles sein Land im Ukraine-Krieg auch mit Waffen verteidigen. (24hamburg.de-Montage) © imago

Der Erste Bürgermeister der Stadt. Peter Tschentscher (SPD), hat bereits am Tag, als der Ukraine-Krieg begonnen hat, im Hamburger Rathaus ein erstes Statement zum Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine abgegeben, sprach von einem „schwarzen Tag für Europa“ – und kündigte zudem an, dass er Innnsenator Andy Grote (SPD) wegen des Ukraine-Kriegs und möglicher Folgen für die Hansestadt Hamburg mit dem Aufbau eines Krisenstabs beauftragt habe. Eine Reise ins russische St. Petersburg, mit Hamburg seit Jahren durch eine Städtepartnerschaft eng verbunden, hat Tschentscher bereits abgesagt. Sie war für den April 2022 geplant.

Ex-Hambuger Vitali Klitschko findet klare Worte im Ukraine-Krieg: „Ich würde kämpfen, ich habe keine andere Wahl“

Innensenator Andy Grote wiederum sieht ein Konfliktpotenzial unter anderem durch pro-russische Corona-Kritiker. Eine weitere Verbindung Hamburgs zum Krieg in der Ukraine: die HHLA. Der Hamburger Hafenkonzern hat seinen Betrieb im ukrainischen Odessa eingestellt. Das Paradebeispiel, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Ukraine-Krieg auch auf Hamburg haben wird, wo zuletzt etliche Menschen ein eindringliches Video von Vitali Klitschko gesehen haben, in dem sich dieser an Kiew wendet. Der Ex-Wahl-Hamburger ist bekanntlich Bürgermeister der ukrainischen Stadt, die von den Truppen Putins angegriffen wird. „Seien Sie bereit“, rief der 50-Jährige seinen Bürgern dort zu.

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Und Vitali Klitschko selbst scheint im Ukraine-Krieg bereit zu sein. Zu allem. Zum Äußersten. Wenn es soweit kommt. In der TV-Sendung „Good Morning Britain“ hat Vitali Klitschko nicht nur erklärt, dass ihn die Lage, die durch den Ukraine-Krieg in seinem Heimatland nun herrscht, sehr bedrückt. „Es tut weh, es tut wirklich weh“, so Vitali Klitschko in der TV-Sendung, in der er die Lage als sehr ernst beschreibt: „Wir stehen einer der größten und stärksten Armeen der Welt gegenüber, aber wir müssen unsere Familien verteidigen. Unser Land. Unsere Städte.“

Ukraine-Krieg: Auch Vitali Klitschkos Bruder Wladimir äußert sich – „dieser sinnlose Krieg wird keine Sieger hervorbringen, aber Verlierer“

Das gilt auch für den Ex-Hamburger Vitali Klitschko und seinen Bruder Wladimir Klitschko. „Ich würde kämpfen, ich habe keine andere Wahl. Ich muss das tun“, steht für Vitali Klitschko fest, dass er im Falle eines Falles im Ukraine-Krieg auch selbst zur Waffe greifen würde. „Ich glaube an die Ukraine, ich glaube an mein Land, ich glaube an meine Leute“, sagt Vladimir Klitschko, während sein Bruder Wladimir zum Ukraine-Krieg erklärt: „Dieser sinnlose Krieg wird keine Sieger hervorbringen, aber Verlierer. Lasst es nicht in der Ukraine passieren, nicht in Europa oder vielleicht der Welt. Zusammen sind wir stark. Unterstützt die Ukraine.“

Genau das tut Hamburg. Unter anderem mit Vorbereitungen auf Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg. Die ersten davon sind bereits in Hamburg angekommen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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