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Sturmtief „Ylenia“ - Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ sitzt vor Helgoland fest

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Die Position der  „Aidaprima“ zeigt vesselfinder.com momentan nördlich Helgoland in der Deutschen Bucht an.
Die Position der „Aidaprima“ zeigt vesselfinder.com momentan nördlich Helgoland in der Deutschen Bucht an. © Screenshot vesselfinder.com

Sturmtief „Ylenia“ macht auch Kreuzfahrtschiffen zu schaffen. Die „Aidaprima“ muss nördlich vor Helgoland kreuzen. Der Heimathafen ist aktuell tabu.

Hamburg – Das Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ sollte eigentlich an diesem Donnerstag den Hamburger Hafen anlaufen. Das Orkantief „Ylenia“ macht diesen Plan zunichte. Weil die Elbe derzeit für große Schiffe gesperrt ist, darf das Schiff nicht wie geplant den Hamburger Hafen anlaufen, wie Sprecherin der Hafenbehörde HPA am Donnerstag sagte. Dem Schiffsnavigationsdienst vesselfinder.com zufolge kreuzt das Schiff derzeit mit niedriger Geschwindigkeit rund 12 Seemeilen nördlich Helgoland in der Deutschen Bucht.

Aidaprima-Passagiere sitzen vor Helgoland fest

„Den Gästen geht es gut und sie werden laufend an Bord durch den Kapitän informiert“, sagte eine Sprecherin der Reederei Aida Cruises. „Wir rechnen derzeit damit, dass das Schiff voraussichtlich morgen früh für den geplanten Wechseltag in den Hafen von Hamburg einlaufen wird.“

Fahrverbot für Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ ausgesprochen

Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ läuft am 21. April 2016 erstmals in ihren Heimathafen Hamburg ein (Archivfoto).
Kreuzfahrtschiff „Aidaprima“ läuft am 21. April 2016 erstmals in ihren Heimathafen Hamburg ein (Archivfoto). © AIDA Cruises

Wegen der Wetterlage ist die Unterelbe derzeit generell für Schiffe gesperrt, die länger als 330 Meter und/oder breiter als 45 Meter sind. Im Fachjargon heißen diese Großschiffe „Außergewöhnlich große Fahrzeuge“ (AGF); dass können Containerschiffe, Massengutfrachter und eben auch Kreuzfahrtschiffe sein.

Die 2016 in Dienst gestellte „Aidaprima“ fällt mit einer Länge von 300 Metern und einer Breite von 37,60 Metern zwar nicht unter diese Definition. Angesichts der großen Windangriffsfläche und eines vergleichsweise geringen Tiefgangs sei für das Schiff dennoch ein Windfahrverbot ausgesprochen worden, sagte die HPA-Sprecherin. (dpa/ml)

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