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Sternschnuppen im Dezember: Geminiden erstrahlten den Nachthimmel

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Von: Christian Einfeldt

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Der Dezember bringt einen ganzen Sternschnuppen-Regen: Tausende Meteore der Geminiden lassen Nachthimmel leuchten. Wann man das Highlight am besten sehen kann.

Hamburg – Sternschnuppen satt! Ob es im Oktober die Orioniden-Sternschnuppen waren oder im November die Leoniden – angekündigt hatten sich 2021 viele Astro-Highlights. Nicht alle hatten das Potenzial für die Jahreslisten. Ganz im Gegensatz zum Kometen Leonard, der am 12. Dezember wie ein Weihnachtsstern leuchten wird – und den Geminiden, die wenige Tage später zu sehen sein werden. Noch vor Weihnachten bringen sie den Nachthimmel ein weiteres Mal zum Leuchten. Das bestätigt nun auch Sven Melchert, Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, gegenüber der dpa: „Mit 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres“.

Meteorstrom:Geminiden
Beginn:4. Dezember 2021
Maximum:14. Dezember 2021
Ende:20. Dezember 2021

Sternschnuppen im Dezember 2021: Wann sind die Geminiden am besten zu sehen?

Für Astro-Fans gab es 2021 sicherlich einige Ereignisse, die noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Zu nennen wäre etwa die Partielle Mondfinsternis, deren Mondeklipse über 3 Stunden lang war oder auch Asteroid „2016 AJ193“, der mithilfe eines Teleskops leicht erkennbar war. Spielt das Wetter mit, gewährt der Nachthimmel Astro-Fans aber noch ein weiteres, letztes Spektakel.

Von den Geminiden konnte man bereits Anfang des Monats einen ersten Eindruck gewinnen. Seit dem 4. Dezember leuchten die Sternschnuppen hell auf – mal mehr, mal weniger stark in ihrer Anzahl. Vermutet wird, dass sie bis zum 17. Dezember, dem Tag, an dem laut NASA-Berichten ein 800-Meter-Asteroid in die Erdatmosphäre gerät, in unserem Sichtfeld sind. Andere Medien gehen gar davon aus, dass die Geminiden noch etwas länger zu beobachten sind. Sie machen den 20. Dezember als Tag aus, an dem sich die Sternschnuppen wieder verabschieden könnten. Eines steht jedoch fest: Am Morgen des 14. Dezembers wird der Geminiden-Regen seinen Höhepunkt erreichen.

Das Foto zeigt Sternschnuppen der Geminiden.
Die Geminiden-Sternschnuppen erreichen am 14. Dezember ihren Höhepunkt. © IMAGO / Jan Eifert

Sternschnuppen 2021: Wie viele Meteore kann man im Dezember wirklich am Himmel sehen

Wie so häufig in der Astronomie entscheidet das Wetter, ob ein Ereignis am Himmel zum Spektakel oder Reinfall wird. Bis der zunehmende Mond untergeht, dauert es eine Weile und so werden die Sternschnuppen laut geo.de erst in den Morgenstunden gut sichtbar sein – besonders am 14. Dezembers. Für Astro-Fans wird sich der frühe Blick Richtung Weltraum jedoch lohnen. Das bestätigte zuletzt auch Andreas Schmidt, wissenschaftlicher Leiter eines nordrhein-westfälischen Planetariums – nicht ohne jedoch die Hoffnung ein wenig zu schmälern.

Wann sind die Sternschnuppen im Dezember zu sehen: Höhepunkt der Geminiden am 14. Dezember

Der Geminiden genannte Meteorschauer bringt zahlreiche sichtbare Sternschnuppen an den Nachthimmel: Der Sternschnuppen-Regen ist bis maximal 10. Dezember sichtbar – besonders gut lassen sich die Sternschnuppen am 14. Dezember beobachten. Denn da erreichen die Geminiden ihren Höhepunkt.

Was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppe sind Überreste eines Kometen oder Asteroiden. Sie entstehen dann, wenn ein Meteor in die Atmosphäre eintrifft. Rasant fliegt er Richtung Erde. Auf seinem Weg wird er von der Erdatmosphäre abgebremst, sodass er wenig später erhitzt und anschließend verglüht oder zerplatzt.

Woraus bestehen Sternschnuppen?

Sternschnuppen bestehen zumeist aus Stein und/oder Metallen. Je nachdem, ob sie von einem Kometen oder auch einem Asteroiden stammen, kann ihre Zusammensetzung variieren.

Wie schnell sind Sternschnuppen?

Die Astronomie geht davon aus, dass Sternschnuppen eine Geschwindigkeit von bis zu 72 Kilometern pro Sekunde erreichen kann. Die Perseiden-Ströme hatten im August 2021 hingegen nur eine Geschwindigkeit von etwa 59 Kilometern pro Sekunde.

Wie weit sind Sternschnuppen von uns entfernt?

Sternschnuppen halten sich mindestens 80 Kilometer über unseren Erdboden auf – ab dieser Höhe fangen sie nämlich an zu leuchten.

Während Sven Melchert, Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde in der Primetime von 150 Meteoren pro Stunde ausgeht, spricht Andreas Schmidt „nur“ von 30 bis 40 Sternschnuppen pro Stunde. Eine Zahl, die vielleicht nicht gerade einen Sternschnuppen-Schauer verspricht, aber dennoch recht hoch ist – und für schöne Momente sorgen könnte. Letzteres liegt insbesondere daran, dass die Geminiden wohl deutlich langsamer Zeit sind, als etwa die Perseiden, die die August-Nächte verzauberten.

Die Sternschnuppen im Dezember 2021 lassen sich besonders gut beobachten: Geminiden fliegen recht langsam

So sausen sie eben nicht allzu schnell durch den Dezemberhimmel und lassen sich darum sehr gut beobachten. Selbst wenn es im Dezember letztendlich weniger Sternschnuppen sein werden als noch im August: Die Meteor-Ströme im Dezember machen den Nachthimmel jedenfalls heller, als es noch im Oktober der Fall war. Und weil die Geminiden eine bessere Sicht als nahezu all ihre Vorgänger 2021 versprechen, könnte in wenigen Tagen tatsächlich das größte Astro-Highlight des Jahres bevorstehen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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