Astronomie einfach erklärt

Sternschnuppen am Nachthimmel: Alles über Meteore und Meteoriten

Sternschnuppen sind Meteoriten, die in die Erdatmosphäre geraten sind und an unserem Nachthimmel mit hellem Schweif aufleuchten. Mehr spannenden Fakten über sie.

Weltall – Sternschnuppen sind zwar kosmischen Ursprungs, haben aber nichts mit Sternen zu tun. Wenn zum Beispiel zwei Asteroiden, die auch für die Erde eine Gefahr darstellen, aufeinandertreffen, brechen kleinere Brocken von ihnen ab. Auch Kometen verlieren Teile, wenn sie in die Nähe der Sonne kommen. Durchkreuzt nun die Erde auf ihrer Umlaufbahn die Flugbahnen solcher Meteoriten genannter Bruchstücke, verglühen die metallisch-steinernen Festkörper in der Erdatmosphäre. Der leuchtende Schweif, den Meteoriten beim Verglühen hinter sich herziehen, bezeichnen Menschen als „Sternschnuppe“.

Die Sternschnuppe einfach erklärt

Außer Sonnen, Sternen und Planeten fliegen im Weltall noch viele weitere Himmelskörper umher, lehrt uns die Astronomie. Dazu gehören unter anderem Asteroiden, und Kometen. Diese Himmelskörper bestehen aus Stein, Metall und Eis. Manchmal verlieren Asteroiden oder Kometen Brockenteile. Das kann zum Beispiel passieren, wenn zwei Asteroiden zusammenstoßen. Die Brockenteile fliegen nun auch im Weltall herum und werden Meteoriten genannt. Gelegentlich kreuzt die Erde die Bahn dieser Meteoriten. Wenn das passiert, werden die Brocken von der Erde angezogen und gelangen in die Atmosphäre der Erde.

In bestimmten Nächten kommt es mancherorts zum sogenannten „Sternschnuppenregen“, wie hier beim Geminiden-Meteorstrom.

In der Erdatmosphäre werden die Meteoriten von Luftmolekülen stark gebremst. Dabei entsteht eine sehr große Reibungshitze und das Weltraumteil verglüht. Die bei dem Verglühen entstehende Lichtspur wird als Sternschnuppe bezeichnet. Nicht immer verglühen Meteoriten vollständig. In diesem Fall fällt das übrige Teil auf die Erde, wo Menschen die metallischen Gesteinsteile aus den Tiefen des Weltalls gelegentlich finden.

Fakten über Sternschnuppen

Sternschnuppen bestehen aus Metall oder aus Stein. Manche bestehen auch aus Metall und Stein. Sie können eine Geschwindigkeit von 72 Kilometern pro Sekunde erreichen. Die Sternschnuppen, die am Himmel beobachtet werden können, sind nur wenige Millimeter groß und wiegen mehr als zwei Gramm. Täglich fallen circa 10 Milliarden solcher Mini-Meteoriten aus dem Weltall in die Erdatmosphäre und rasen in einer Höhe von 80 Kilometern auf die Erde zu. Das sind etwas fünf Tonnen, die jeden Tag Richtung Erde fallen. Die meisten Meteore und ihre Sternschnuppen sind aber unsichtbar und winzig klein. Alle 33 Jahre etwa entsteht ein Sternschuppenfeuerwerk am Himmel über Nordamerika.

Dieses Phänomen wird Leonidensturm genannt. Aber weshalb werden Sternschnuppen eigentlich „Schnuppen“ genannt? Die Schnuppe ist das verkohlte Dochtende einer brennenden Kerze. Im Mittelalter „putzte“ man das Licht, in dem man den Docht regelmäßig abschnitt. Und da früher angenommen wurde, dass Sternschnuppen entstünden, wenn die Engel im Himmel die Sterne „putzten“, tauften die Menschen diese leuchtenden Himmelsphänomene „Sternschnuppe“.

Meteortypen

Zusätzlich zu den Meteoriten, die zu Sternschnuppen werden, unterscheidet der Deutsche Wetterdienst zwischen weiteren verschiedenen Typen von Meteoren, die am Himmel erscheinen können:

  • Elektrometeor: Zu den Elektrometeoren gehören unter anderem Erdbebenlicht, Gewitter mit Blitzen und Polarlichter. Elektrometeore können sichtbar und hörbar sein.
  • Hydrometeor: Hydrometeore sind Meteore, die durch kondensiertes Wasser entstehen. Zu den Hydrometeoren gehören unter anderem Eiskörner, Hagelkörner und Schneeflocken.
  • Lythometeor Lythometeore stehen mit Schwebeteilchen in Zusammenhang. Sie werden auch als Aerosole bezeichnet. Zu den Lythometeoren gehören unter anderem Sandstürme, Meteorstaub und Tornados.
  • Photometeor: Photometeoren hängen mit der Bewegung des Mond- und Sonnenlichts zusammen. Hier kommt es zu Reflexion, Beugung, Brechung und Interferenz, durch die Photometeoren entstehen. Zu diesen gehören unter anderem die Fata Morgana, der Grüne Blitz und der Regenbogen.

Als Meteor bezeichnet man dementsprechend jeden Himmelskörper einer bestimmten Größe, so fällt mit jeder Schneeflocke quasi ein kleiner Meteor auf unseren Heimatplaneten. Auch wunderschöne, aber doch alltägliche Ereignisse wie Regenbögen sind per Definition Meteore – ob man jetzt aber solche eher irdischen Phänomene oder doch die echten Meteoriten faszinierender findet, ist natürlich jedem selbst überlassen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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