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Sonnensturm traf Erde am 23. Dezember – NOAA warnt vor Auswirkungen

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Von: Martina Lippl

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Ein Sonnensturm soll heute, am 23. Dezember 2021, auf die Erde treffen. Es droht ein geomagnetischen Sturm der Kategorie G1, die NOAA warnt vor Funkstörungen.

Die US-Weltraumbehörde NASA und die Wetterbehörde NOAA beobachten die Sonne rund um die Uhr. Denn, das Weltraumwetter kann eine Bedrohung für die Infrastruktur auf unserer Erde sein. Es kann Satelliten stören und Stromnetze in die Knie zwingen. Nun hat die NOAA festgestellt, dass sich am 21. Dezember 2021 eine Sonneneruption ereignet hat – bereits am 23. Dezember soll darum ein Sonnensturm das Magnetfeld der Erde treffen.

SternSonne
Oberflächentemperatur5.778 Grad
Radius696.340 km
Entfernung zur Erde149.600.000 km

Sonnensturm rast heute aus dem Weltall auf Magnetfeld der Erde zu

Ausgerechnet vor Weihnachten ist es auf dem Sonnenfleck AR2908 zu einer Sonneneruption gekommen. Hochenergetische Teilchen wurden ins Weltall geschleudert. Ein Sonnensturm bewegt sich jetzt auf die Erde zu. Trifft ein solcher Sonnensturm die Erde, kann dies gravierende Folgen für Satelliten, Kommunikations- und Energieversorgungssysteme haben. Neben diesen Gefahren verursacht das Weltraumwetter eines der schönsten Naturphänomene: spektakuläre Polarlichter am Himmel.

Sonnensturm im Dezember 2021 könnte laut NOAA-Warnung Funkstörungen auslösen

Am 23. Dezember 2021 soll der Sturm voraussichtlich die Erde treffen. Der Sturm hat Potenzial. Laut Weltraumwetter-Experten könnte ein geomagnetischen Sturm der Kategorie G1 drohen.

Die Sonneneruption hat sich laut der NOAA am 20. Dezember 2021 um 11.36 Uhr (UTC) ereignet. Dabei ist es am Sonnenfleck AR2908 zu einem sogenannten koronalen Plasmaauswurf (CME) der Klasse M1 gekommen. Die NOAA warnt vor Funkausfällen der Stufe R1. Sobald mehr Daten und Aufnahmen der Korona verfügbar sind, will die NOAA ihre Prognose aktualisieren, ist auf der Webseite zu lesen.

NASA-Aufnahme zeigt eine Sonneneruption aus dem Jahr 2011, die einen heftigen Sonnensturm auslöste.
Diese NASA-Aufnahme zeigt eine Sonneneruption aus dem Jahr 2011, die einen heftigen Sonnensturm auslöste. © imago stock&people

Wann kommt der nächste Sonnensturm 2021: Ankunftszeit auf der Erde am 23. Dezember 2021

Erste Analysen der Britischen Wetterbehörde British Met Office weisen auf die Ankunftszeit des Sonnensturms am 23. Dezember hin. Bereits am 31. Oktober 2021 traf die Erde ein Sonnensturm, die NASA hatte die höchste Warnstufe ausgerufen. Bis ein Sonnensturm auf die Erde trifft, kann es Tage dauern. „Der CME das die Sonne am 20. Dezember ab 2908 verlassen hat, wird voraussichtlich am späten 23. Dezember oder am frühen 24. Dezember die Erde erreichen“, so lautet die Vier-Tage Weltraumwetter-Vorhersage am Mittwoch vor Weihnachten. Für Heiligabend hat sich auch der sogenannte Weihnachts-Asteroid angekündigt: Am 24. Dezember rast 230-Meter-Brocken in Erdnähe.

Sonnensturm im Dezember 2021 ist klassifiziert als G1: geomagnetischer Sturm

Die Behörde stufte den Sonnensturm mit einer geringen Wahrscheinlichkeit als G1 ein. Geomagnetische Stürme sind Störungen im Erdmagnetfeld. Ähnlich wie beim Wind gibt es verschiedenen Kategorien von magnetischen Stürmen, um deren Auswirkung auf Menschen und Systeme zu vermitteln. Geomagnetische Stürme oder auch Sonnenstürme sind in fünf Level eingeteilt. Die Kategorie G1 bei Geomagnetische Stürme ist laut der NOAA-Weltraumskalen „unerheblich“. Die Kategorie G5 ist die höchste und „extrem“. Der Grad der geomagnetischen Aktivität wird nach dem sogenannten Kp-Index (0 bis 9) angegeben.

Was passiert bei einem Sonnensturm auf der Erde – mögliche Gefahren bei einem magnetischen Sonennsturm

Bei einem Kp-Index von 5 handelt es sich um einen geomagnetischen Sturm der Klasse G1.

Was ist ein Sonnensturm: Wie ein Sonnenausbruch entsteht

Wenn Massen zufällig aus dem Inneren der Sonne in die Umlaufbahn des Planeten geschossen werden, nennt man dieses Ereignis Sonneneruption. Weil die Sonne keine massive Masse besitzt, besteht die Masse aus sogenanntem Plasma in Gasform. Man kann sich die Sonne also wie einen glühenden Ball aus Gas vorstellen. In dem Plasma bewegen sich geladene Teilchen wie Elektronen und Protonen, also negative und positive Teilchen, die in Wechselwirkung zueinander stehen. Wenn der Sonnensturm auf die Erde gelangt, können die Magnetfelder der Erde dadurch vorübergehend gestört sein.

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