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Eindringliches Video: Hier wendet sich Vitali Klitschko an Kiew – „Seien Sie bereit“

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Der ehemalige Wahlhamburger Vitali Klitschko richtet sich als Bürgermeister der Stadt Kiew nach Putins Invasion in die Ukraine mit einem Video an die Bevölkerung.

Hamburg/Kiew – Die Lage in der Ukraine erreichte in der Nacht auf Donnerstag, 24. Februar 2022, ihren bisherigen Höhepunkt. Russland griff mehrere ukrainische Städte unter der Leitung von Präsident Wladimir Putin an – darunter auch die Hauptstadt Kiew, öfter auch Kiyiv genannt. Der Bürgermeister von Kiew dürfte auch den meisten Hamburgerinnen und Hamburgern ein Begriff sein. Denn Vitali Klitschko, ehemaliger Box-Weltmeister, nannte die Hansestadt Hamburg jahrelang sein Zuhause. Klitschko meldete sich nun mit einem eindringlichen Appell via Twitter zu Wort.

Bürgermeister von Kiew (Kiyiv)Vitali Klitschko
Geboren:19. Juli 1971 (Alter 50 Jahre), Belowodsk, Kirgisistan
Im Amt seit:2014
Bruder:Wladimir Klitschko
Ehefrau:Natalia Klitschko

Vitali Klitschko mit eindringlichem Appell an seine Stadt Kiew: „Bleiben Sie zu Hause“

Vitali Klitschko, der in Deutschland insbesondere durch seine Karriere als Profi-Boxer gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir bekannt ist, ist seit 2014 als Bürgermeister von Kiew im Amt. In Anbetracht des begonnenen Krieges in der Ukraine mit der Invasion des russischen Militärs wandte sich Klitschko nun an die Bevölkerung der ukrainischen Hauptstadt. „Bleiben Sie, wenn möglich zu Hause und seien Sie bereit, wenn nötig, sich in die Schutzeinrichtungen zu begeben“, lautet der eindringliche Appell des Bürgermeisters in einem Video auf Twitter.

Vitali Klitschko vor Panzern der russischen Armee.
Vitali Klitschko äußert sich in Videobotschaft zum Ukraine-Krieg. (24hamburg.de-Montage) © Rolf Poss/imago

Klitschko kündigte an, dass Schulen und Kindergärten in der ukrainischen Hauptstadt ab sofort geschlossen bleiben. Auch „Krankenhäuser, Polikliniken und das ganze medizinische System arbeitet im passiven Modus“, sagte Vitali Klitschko weiter. Zugänge zu Schutzobjekten für die Bevölkerung sollen ermöglicht werden, teile der Bürgermeister von Kiyiv weiter mit. Mit den Worten: „Achten Sie auf die offizielle Information und bewahren Sie bitte die Ruhe! Wir werden Sie weiter informieren“, beendet Klitschko seinen Appell.

Warum gibt es Krieg in der Ukraine? Ukraine-Konflikt: Das sind die Hintergründe zum Krieg mit Russland*.

Vitali Klitschko bat Deutschland mehrfach um Unterstützung: Wie reagieren NATO, Bundesregierung und Europa jetzt?

In den vergangenen Wochen hatte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko seine ehemalige Wahlheimat Deutschland mehrfach zur Unterstützung in der Ukraine aufgerufen. Deutschland hatte Unterstützung in der Übersendung von 5000 Helmen zugesichert. Klitschko jedoch forderte mehr. „Deutschland hat der Ukraine sehr geholfen und für Stabilität in der Region gesorgt. Heute brauchen wir aber Waffen, um uns zu verteidigen. Mit Helmen können wir unser Land nicht verteidigen“, sagte er im Interview mit dem BR vergangene Woche.

Nach den Angriffen der Russen in der Nacht haben sich erneut Bundeskanzler Olaf Scholz und andere deutsche Politiker zu Wort gemeldet*. Bundeskanzler Scholz verurteilte den Angriff von Wladimir Putin scharf und kündigte harte Maßnahmen an. Am Mittag sollen NATO und EU über schärfere Sanktionen beraten. „Ziel der Sanktionen ist es, der russischen Führung klarzumachen: Für diese Aggression zahlt sie einen bitteren Preis. Es wird sich zeigen: Putin hat mit seinem Krieg einen schweren Fehler begangen“, sagte Olaf Scholz weiter.

Putin-Angriff auf Ukraine: Nach Einmarsch von Armee besprechen NATO und EU weiteres Vorgehen

Wladimir Putin hatte unterdessen bereits in der Nacht angekündigt: „Jeder, der versucht, sich bei uns einzumischen, oder mehr noch, eine Bedrohung für unser Land und unser Volk zu schaffen, muss wissen, dass Russlands Antwort sofort erfolgen und zu solchen Konsequenzen führen wird, wie Sie sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben“, zitiert die Bild-Zeitung den russischen Präsidenten.

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Noch heute Abend werde Olaf Scholz laut BILD nach Brüssel fahren, um die „sehr ernste“ Lage zu erörtern und das gemeinsame weitere Vorgehen im Ukraine-Krieg, der auch wirtschaftliche Auswirkungen auf Hamburg hat, abzusprechen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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