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Vollmond: Der größte Supermond des Jahres

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Gestern war mit dem Supermond im Juli der hellste und größte Vollmond des Jahres 2022 zu sehen.

Hamburg – Über den Vollmond gibt es viele Geschichten. Man sagt, dass sich Werwölfe zu jedem Vollmond verwandeln oder dass der Mond unseren Schlaf beeinträchtigt. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum der Vollmond am Himmel immer noch Menschen rund um den Globus begeistert. Besonders, wenn er größer und heller am Nachtmittel strahlt. Nun können sich Nachtschwärmer auf einen ganz besonderen Mond freuen, mit dem Supermond 2022 im Juli können Astronomie-Begeisterte nämlich den größten Vollmond des Jahres bestaunen. Wo und wann ist der Supermond im Juli 2022 zu sehen?

Vollmond:Juli
Sichtbar am:13. Juli 2022
Uhrzeit:20:37 Uhr

Supermond: Wann ist Vollmond?

Einmal im Monat ist Vollmond. Und das ist gar kein Zufall. Denn ursprünglich kommt auch die Einteilung unserer Zeitrechnung in Monaten vom Mond. Denn der Mond braucht etwa einen Monat, um die Erde einmal zu umrunden. Um genau zu sein, dauert ein Mond-Monat zwischen 27,3 und 29,5 Tagen. Aber wann ist der nächste Vollmond?

Ein Supermond über Deutschland: So wird der Vollmond auch im Juli 2022 zu sehen sein.
Supermond im Juli: Wann der Vollmond zu sehen ist. © Martin Gruber/imago

Der Vollmond im Juli 2022 ist am 13. Juli. Und dieser Vollmond wird ein ganz besonderer. Nicht nur, weil man ihn wegen der sommerlich hohen Temperaturen dank der Hitzewelle in Deutschland wohl ohne zu frieren draußen anschauen kann, sondern weil der Supermond im Juli der größte Vollmond des Jahres sein wird. Der Vollmond wird in Deutschland erst am Abend so richtig zu sehen sein. Die geringste Entfernung zur Erde erreicht der Mond aber schon um 11:05 Uhr (Mitteleuropäischer Zeit). Dann wird die Entfernung nur noch 357.264 Kilometer betragen. In Deutschland kann man den Supermond im Juli laut Prof. Thomas W. Kraupe, Astrophysiker und Direktor des Planetarium Hamburg dann um 20:37 Uhr am 13. Juli am Nachthimmel bestaunen, dann wird er allerdings schon wieder 150 Kilometer weiter von der Erde weg sein.

Vollmond: Um welche Uhrzeit ist er in Deutschland zu sehen?

Am 13. Juli 2022 um 20:37 Uhr (Mitteleuropäischer Zeit) wird der Supermond im Juli 2022 in Deutschland zu sehen sein. Seinen erdnächsten Punkt erreicht der Supermond im Juli bereits um 11:05 Uhr.

Vollmond im Juli: Wann ist der nächste Supermond zu sehen?

Mond-Fans sollten sich den Termin im Kalender einstreichen, denn wer den Supermond im Juli 2022 verpasst, muss sich mehr als ein Jahr gedulden, bis er wieder einen solch großen und hellen Mond am Nachthimmel bestaunen kann. Nach dem Supermond im Juni und dem im Juli wird der nächste Supermond erst für August 2023 angekündigt – genauer gesagt soll er am 31. August 2023 vom Nachthimmel auf der Erde scheinen. Und wer weiß, ob dann auch so herrliches Sommerwetter beim Mond-Gucken herrschen wird.

Vollmond im Juli: Was ist überhaupt ein Supermond?

Vollmond, wer darüber spricht, weiß genau, was er meint. Aber wie ist es beim Supermond? Warum ist er so besonders und wieso kommt er nur so selten vor?

Was ist ein Supermond?

Auch ein Supermond ist ein Vollmond. Die Besonderheit beim Supermond liegt darin, dass die Entfernung zur Erde bei maximal 367.600 Kilometern liegt. Das legte Astrologe Richard Nolle einmal fest. Ein anerkannter astronomischer Begriff ist Supermond übrigens nicht. Der Abstand zwischen Mond und Erde variiert zwischen 356.400 und 406.700 Kilometern. Wie nah der Mond der Erde kommt, hängt von verschiedenen Faktoren im Weltall ab – dazu gehören auch Störungen und die Schwerkraft der Sonne. Wenn der Mond besonders erdfern ist, steht er laut Experten im Apogäum. Ist der Mond hingegen erdnah, spricht man von Perigäum.

Supermond im Juli: Größter Vollmond des Jahres ist eigentlich gar nicht so viel größer

Tatsächlich ist der Unterschied zwischen einem erdnahen (Perigäum) und einem erdfernen (Apogäum) Mond gar nicht so groß. Laut Experten erscheint der Vollmond in Form eines Supermondes wie im Juli 2022 zwischen sieben und vierzehn Prozent größer als ein normaler Vollmond. Leichter vorstellen kann man sich das anhand einer Ein-Euro und einer Zwei-Euro-Münze. Während ein Mond im Apogäum wie eine Ein-Euro-Münze erscheint, wirkt ein Vollmond im Perigäum wie eine Zwei-Euro-Münze.

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