Einreise, Inzidenz, Regeln

Polnische Ostsee: Urlaub trotz Corona und Delta? Das gilt jetzt für Reisen

  • VonUlrike Hagen
    schließen

Die 500 km lange polnische Ostseeküste lockt mit niedrigen Corona-Inzidenzen und Traumstränden. Doch wer entspannt (ein-) reisen möchte, muss einiges beachten.

Hamburg – Die polnische Ostseeküste: Bade- und Strandvergnügen an Traumstränden auf fast 500 Kilometern Länge, Naturschönheiten und Kulturspektakel. Ob Swinemünde, Kolberg, die Frische Nehrung oder die Danziger Bucht – Polen und die vor allem die polnische Ostsee sind vor allem für Kurzentschlossene ein beliebtes Urlaubsziel.

Land in Europa:Polen
Hauptstadt:Warschau
Bevölkerung:37,97 Millionen (2019)
Präsident:Andrzej Duda
Währung:Zloty

Polnische Ostseeküste: Fallende Corona-Inzidenzen und Gastronomie-Öffnungen

Während in Teilen Spaniens und in Portugal die Inzidenzwerte derzeit wieder massiv anziehen, sinken die Infektionszahlen in Polen seit Mitte April kontinuierlich. Derzeit sind die Werte auf einem neuen Tiefststand: Die Inzidenz liegt hier bei gerade einmal 1,5 (Stand: 12. Juli 2021). Allein das macht die polnischen Ostsee-Strände in unserem Nachbarland zu einem attraktiven Reiseziel*.

Doch die polnische Regierung rechnet mit einem raschen Anstieg der Corona-Infektionszahlen im Herbst, so Gesundheitsminister Adam Niedzielski. Darum gelten, auch wenn es viele Lockerungen für kulturelle Einrichtungen und die Gastronomie gibt, für die Einreise weiterhin strenge Bestimmungen bis vorerst zum 31. August 2021.

Einreise nur mit Impfpass, getestet oder genesen

Für ganz Polen gilt bei der Einreise: Nur Personen mit negativem PCR- oder Antigen-Testergebnis (auf Englisch oder Polnisch, nicht älter als 48 Stunden), vollständig mit einem EU-zugelassenen Impfstoff, Geimpfte oder Genesene* dürfen ohne zehntägige Quarantänepflicht ins Land. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Reisende unter 12 Jahren. Über die Corona-Warn-App, die CovPass-App oder den europäischen digitalen Impfpass können Sie diese Nachweise erbringen.

Grenzidyll mit Meerblick: Deutsch-Polnische Grenze zwischen Ahlbeck und Swinemünde auf der Ostsee-Insel Udedom.

Corona: Diese Hygieneregeln gelten an der polnischen Ostsee

Maske, Abstand, Handhygiene – diese Corona-Dreifaltigkeit gilt auch in Polen. In allen öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln, Geschäften und der Innengastronomie sind medizinische Masken Pflicht. Das Mindestabstandsgebot von 1,5 Meter ist grundsätzlich einzuhalten. Vor dem Betreten von Geschäften, Tankstellen und Banken, müssen die Hände desinfiziert oder Handschuhe getragen werden.

Das gilt jetzt in den Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen in Polen

Der Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen, Theater und Museen sind geöffnet, allerdings ist auch an der polnischen Ostsee für diese Bereiche eine Maskenpflicht zum medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Hotels dürfen wieder Gäste empfangen, allerdings nur mit einer Auslastung bis zu 75 Prozent. Dieselbe Kapazitätsgrenze gilt für Restaurants, Kinos und Theater. Schwimmbäder dürfen weiterhin nur mit 50-prozentiger Auslastung arbeiten.

Rückreise aus Polen: Corona-Test nur für Flugreisende nötig

Da Polen seit Ende Mai laut Robert-Koch-Institut (RKI) nicht mehr zu den Risikogebieten zählt, ist nur noch für Flugreisende ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, obligatorisch. Alle, die mit Bus, Bahn oder Auto zurück nach Deutschland reisen, benötigen diesen Nachweis nicht mehr.

Die aktuellen Einreise­bestimmungen und Corona-Regeln für Polen

Einreise: Negativer PCR- oder Antigentest (nicht älter als 48 Stunden, Ergebnis auf Polnisch oder Englisch), Nachweis der vollständigen Impfung (mindestens 14 Tage nach Zweitimpfung), Nachweis der Genesung nach einer Covid-19-Infektion für alle Reisenden über 12 Jahren.

Hygieneregeln: Maskenpflicht, Mindestabstand: 1,5 Meter, Handschuhe oder Handdesinfektion in Geschäften.

Ausreise: Negativer PCR-Test (frühestens 48 Stunden vor Abreise, nur für Flugreisende).

Delta-Plus-Variante auch in Polen auf dem Vormarsch

Wie in vielen europäischen Ländern wächst auch in Polen der Anteil der Delta-Variante* bei den Neuinfektionen. In welchem Maße ist unklar. Doch nicht nur das: Auch die als besorgniserregend eingestufte Mutante „Delta-Plus“ oder B.1.617.2.1, die erstmals in drei indischen Bundesstaaten und anschließend in acht anderen Ländern – unter anderem China, Russland, den USA, Schweiz, Portugal und Großbritannien nachgewiesen wurde – ist in Polen angekommen.

Ob sich deren Symptome ähnlich anders äußern wie bei der ersten Delta-Variante, ist noch nicht bekannt. Vor diesem Hintergrund fürchtet auch Polen eine vierte Infektionswelle im Herbst*. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © photo2000 via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare