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Objekt sendet mysteriöse Signale aus All: „Nichts Bekanntes verhält sich so“

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Die Astronomie ist überfragt: Ein Weltraumteleskop macht eine mysteriöse Entdeckung. Doch statt Antworten werfen die Signale aus dem All nur Fragen auf.

Sydney – Im Jahr 2020 entdeckte Astronom Ziteng Wang mit der Hilfe eines Teleskops ein Phänomen, das bis heute rätselhaft bleiben sollte. Der erste Impuls leitete ihn und sein Forschungsteam der Universität Sydney zu der Annahme, es könne sich um Radiosignale handeln. Statt weitere Antworten zu liefern, tauchen in der Forschung jedoch immer mehr Fragezeichen auf.

Land in Ozeanien:Australien
Hauptstadt:Canberra
Fläche:7.692.000 km²
Bevölkerung:25,69 Millionen (2020)

Eines sei dennoch sicher: Das Geräusch kam „von irgendwo in der Nähe des Zentrums unserer Galaxie“, sagt Wang über seine Entdeckung, die ihn noch immer im Dunkeln tappen lässt. Weiter heißt es im Artikel des Online-Portals „theconversation.com“: „Das Signal blinkte auf und ab, wurde mit der Zeit 100 Mal heller und dunkler“. Welchem Mysterium sind die australischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Schliche gekommen?

Teleskop sichtet mysteriöses Objekt: Seit 2021 liegen erste Befunde vor

Die Astronomie hat schon die verblüffendsten Phänomene aufgedeckt. Sei es die Entdeckung riesiger Rohstoff-Mengen auf einem Asteroid oder die Studie, die annimmt, dass Aliens uns längst entdeckt haben könnten. Die aktuelle Forschung, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit in Australien beschäftigt, befindet sich hingegen noch nicht an dem Punkt, dass sie ähnliche Erkenntnisse ans Tageslicht bringen könne. Nach der ersten Beobachtung Anfang 2020, liegen 2021 erste Befunde vor. Keine nennenswerte Befunde, dafür umso mehr spannenden Details, die in kürzester Zeit aus dem Phänomen ein Mysterium werden ließen.

Nach Entdeckung durch Weltraumteleskop: „Wir haben so etwas noch nie gesehen“

Wie bw24.de berichtete, beschreibt Wang den wissenschaftlichen Prozess folgendermaßen: „Wir entdeckten das Signal zunächst mit dem Australien Square Kilometre Array Pathfinder Telescope und verfolgte es dann mit anderen Teleskopen auf der ganzen Welt und im Weltraum“. Sie hätten alle Möglichkeiten der Forschung auch abseits des ASKAP-Weltraumteleskops ergriffen. Dennoch „ist es immer noch nicht gelungen, die genaue Ursache dieser mysteriösen Radiowellen zu ermitteln“.

Parallelen zu dem Fall, als die NASA unheimliche Geräusche aus dem All gehört hatten, lassen sich sicherlich nicht von der Hand weisen. Zuletzt ging es um ein „anhaltendes Summen“ – die Entdeckung von Außerirdischen? Damals wie heute ist das Fazit unmissverständlich: „Wir haben so etwas noch nie gesehen“.

Astronom berichtet über mysteriöses Weltraum-Objekt – ASKAP J173608.2-321635 gibt Aufschluss über Himmelskoordinaten

Eingangs sagte Wang bereits, dass die Radiowellen durch ein schnelles Blinken auffallen würden. Dieses Phänomen, in der Wissenschaft bekannt als „zirkuläre Polarisation“, falle in den Weiten des Weltalls nur selten auf. Zunächst habe man angenommen, es würde sich eventuell um einen flackernden Stern handeln. Wenig später konnte diese Eventualität bereits ausgeschlossen werden. Der Puls und die Wellenlängen von „ASKAP J173608.2-321635“ suchen seinesgleichen. Warum die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich übrigens für diese Bezeichnung entschieden haben, ist simpel. Der Name liefert Aufschluss über sein Koordinatensystem.

Das Foto zeigt den Nachthimmel. Daneben ein Teleskop der NASA.
Bereits 2020 nahm ein Teleskop mysteriöse Signale aus dem Weltraum wahr. (Symbolbild) © IMAGO / Shotshop und dpa/Nasa

Die Astronomie machte in den letzten Jahren schon viele spezielle Entdeckungen. Angefangen von Asteroid Aphosis, dessen Einschlag neu berechnet wurde über einen Meteorit, der 2021 in Norwegen einschlug bis hin zum 150 Kilometer-Komet, der aktuell Richtung Erde rast. „ASKAP J173608.2-321635“ reiht sich nun entsprechend in die Liste der mysteriösen Himmelskörper ein. „Dieses Objekt war insofern einzigartig, als es zunächst unsichtbar war, dann hell wurde, dann verblasste und schließlich wieder auftauchte“, stellt Wang nach Entdeckung durch das Weltraumteleskop fest.

Wissenschaftler weltweit im Einsatz – ASKAP-Teleskop registriert das Signal dreizehnmal

Unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist das neu-entdeckte Objekt durch das Tekeskop weltweit Gesprächsthema. Gleich dreizehnmal registrierte das „Australian Square Kilometre Array Pathfinder Telescope“, kurz ASKAP-Teleskop, das mysteriöse Signal aus dem All. Eine Forschung im Februar 2021 in Südafrika folgte. Besonders stutzig macht die Wissenschaft, dass das Objekt nicht dauerhaft zu sehen ist. „Da das Signal intermittierend war, beobachten wir es alle paar Wochen für fünfzehn Minuten in der Hoffnung, es wiederzusehen“.

Weiter heißt es: „Glücklicherweise kehrte das Signal zurück, aber das Verhalten der Quelle war nun dramatisch anders. Sie verschwand innerhalb eines einzigen Tages, obwohl die bei unseren früheren ASKAP-Beobachtungen wochenlang angehalten hatte“.

Im Umkehrschluss: Ausgang bleibt offen. Eines ist jedenfalls klar, dass Gammastrahlen-Ausbrüche oder Supernovae zufolge von bw24.de ausgeschlossen werden können. Die aufgezählten Phänomene zählen zu den Untersuchungsobjekten der „Integral“-Raumsonde, die erst vor Kurzem im letzten Moment von ESA und AIRBUS gerettet werden konnte. Deren Mission glückte. Ob Wangs Forschung ähnliches Glück zuteilwird und seine Entdeckung aufgeklärt werden kann, steht aktuell hingegen in den Sternen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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