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Singende Bäume für den Klimaschutz: Vorbereitungen für NASA-Innovation laufen

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Von: Christian Einfeldt

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Im Kampf gegen den Klimawandel möchte die NASA auf eine bizarre Idee setzen: Singende Bäume sollen helfen, das Klima auf unserer Erde zu erforschen.

Washington D.C. – Verschiedene Maßnahmen versuchen bereits der Klimakrise entgegenzutreten. Während im Zuge des Klimawandels Windräder in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnen*, könnte auch Kernfusion in Zukunft unendliche Energie liefern, ohne der Umwelt zu schaden. Die NASA verbindet derweil Erde und Weltraum, um dieser generationsübergreifenden Herausforderung gerecht zu werden. Zunächst wirkt es bizarr: Singende Bäume und Raumschiffe sollen zum Klimawandel beitragen. Das steckt dahinter – und darum könnte die NASA einen wichtigen Beitrag leisten.

US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft:NASA
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA

NASA-Projekt könnte Bäume zum Singen bringen – für den Klimaschutz

Dass die Klimakrise schwerwiegende Kosequenzen für die Erde hat, ist längst unbestritten. Zuletzt zeigte etwa eine Studie der NASA, dass uns aufgrund der Klimakrise das Essen ausgehen könnte. Darüber hinaus warnte die NASA unlängst vor weiteren Überflutungen aufgrund unseres Mondes. Die NASA möchte ein solches Schreckensszenario abwenden und will nun selbst zu einer Verbesserung des Klimas beitragen. Ihr Projekt „The Tree of Life“ siedelt sich irgendwo zwischen Wissenschaft und Kunst an. Es verbindet Erde und Weltraum auf einer ganz besonderen Art: mithilfe eines Liedes.

Auf der einen Seite wartet ein erdnahes Raumschiff, auf der anderen Bäume – dazwischen Funkwellen, die beides miteinander verknüpfen. In einer Projektbeschreibung heißt es, dass die Bäume die Funktion „großer Antennensysteme“ haben. Digitale Sensoren sollen im Zuge dessen jedes Signal erfassen, das Rückschlüsse auf Veränderungen in der Umgebung der Bäume zulässt. Eine Software soll diese Daten wenig später in Schallfrequenzen übersetzen und jene an das erdnahe Raumschiff weiterleiten. Im Gegenzug sendet das Raumschiff Daten Richtung Erde.

Ein Wald. Daneben ist der Exoplanet „Proxima B“ zu sehen.
NASA-Innovation: „Singende Bäume“ könnten zur Klimaforschung beitragen – auf unserer Erde sowie auf anderen Planeten wie „Proxima B“. (Symbolbild) © IMAGO / blickwinkel und IMAGO / ZUMA Wire

Singende Bäume: Neue NASA-Innovation könnte nicht nur die Klimaforschung auf unserer Erde vorantreiben

Julia Christensen, Präsidentin der neu gegründeten Organisation „Space Song Foundation“, beschreibt den Prozess wie folgt: „Wenn sich Licht, Wasser und Temperatur am Baum ändern, ändern sich auch die Melodie, die Lautstärke und der eigentliche Klang des Songs“. Außerdem könne man anhand des Liedes nachvollziehen, wenn sich die Jahreszeiten ändern oder Wolken über den Bäumen aufbrechen. Christensen ist sich sicher, dass die Innovation für die Erde, die laut einer aktuellen Forschung von Aliens längst entdeckt worden sein könnte, von großer Bedeutung sein könnte: „Auf lange Sicht – Jahrzehnte oder Jahrhunderte – werden wir große globale Klimaveränderungen und andere Veränderungen auf unserem Planeten hören.“

Ursprung dieser außergewöhnlichen Idee war der Exoplanet „Proxima B“. Vor kurzem wurde ein Planet entdeckt, auf dem menschliches Leben möglich sein könnte. Die Astronomie hält die Existenz von potenziellem Leben auf „Proxima B“ nicht für ausgeschlossen. Rund 4,2 Lichtjahre ist der Planet, der als erdnächster Exoplanet gilt, von uns entfernt. Eine Erkundung mit der aktuellen Technologie würde in etwa 6.300 Jahre dauern.

„The Tree of Life“ könnte schon bald als Innovation zur besseren Weltraum-Erkundung eingesetzt werden. Doch noch gibt es ein Problem: Das Raumschiff, das die Verknüpfung zur Erde herstellen soll, wurde zufolge von cnet.com noch nicht gebaut. Auf „Kickstarter“ läuft aktuell die Spendenkampagne für „The Life of Tree“ auf Hochtouren: Stand 15. November 2021 wurden bereits über 10.000 US-Dollar eingeommen. 15.000 US-Dollar habe die Organisation als Ziel erklärt. Nach Informationen von cnet.com sollen schon bald in New York und Los Angeles die ersten Bäume „singen“ können. Bis dahin bleibt es allerdings noch Zukunftsmusik. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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