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NASA alarmiert: Meeresspiegel steigt bis 2050 weltweit um 30 Zentimeter

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Von: Christian Einfeldt

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Der Klimawandel hinterlässt Spuren. Laut NASA-Berechnungen könnte der Meeresspiegel bis 2050 um 30 Zentimeter ansteigen.

Washington, D.C. – Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA, die spätestens 2031 die ISS in den Pazifik werfen will, macht eine besorgniserregende Prognose: Der Meeresspiegel könnte aktuellen Berechnungen zufolge innerhalb der nächsten drei Jahrzehnten drastisch ansteigen. Die US-Behörde rechnet mit einem Anstieg von bis zu 30 Zentimeter. Es wäre eine beunruhigende Entwicklung. Warum die Angst vor etwaigen Konsequenzen real ist und die NASA „dringendes Handeln“ fordert.

Behörde:NASA
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten
Gründer:Dwight D. Eisenhower
Gründung:29. Juli 1958, USA

NASA berechnet: Meeresspiegel könnte bis 2050 um 30 Zentimeter ansteigen

Im Weltraum interessiert sich die NASA für potenzielle Gefahren von Asteroiden oder Expeditionsreisen Richtung unerforschter Planeten. Die US-amerikanische Weltraumorganisation will die Menschheit einerseits warnen, andererseits informieren. Häufig spielt die Besiedlung eines unbekannten Himmelskörpers eine Rolle, weshalb zuletzt etwa ein erdnaher Planet, der für Menschen passende Bedingungen liefern könnte, in den Fokus geraten war.

Dass sich die NASA jedoch auch um das irdische Wohl kümmert, zeigte sich nicht zuletzt, als die NASA vor mehr Überflutungen aufgrund unseren Mondes gewarnt hatte*. Dass der Mond einen bedeutenden Einfluss auf unser Wetter hat, dürfte längst keine Geheimnis mehr sein: Erst vor wenigen Tagen hatte der zweite Vollmond 2022, der Schneemond, Sturm und Flutgefahr gebracht. Wie die NASA, unter anderem in Zusammenarbeit mit der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) jetzt herausgefunden hat, könnten Überschwemmungen schon bald ein zuvor ungeahntes Niveau erreichen. Es ist die Rede von einem Meeresspiegel, der bereits 2050 bis zu 30 Zentimeter angestiegen sein könnte – weltweit.

Ein Auto im Hochwasser auf einem Parkplatz am Meer
Die Nasa warnt davor, dass der Meeresspiegel bis zum Jahr 2050 um 30 Zentimeter steigen wird. (Symbolfoto/24hamburg.de-Montage) © Bodo Marks/dpa

NASA-Chef mahnt vor drastischem Meeresanstieg: „Dringendes Handeln wird gebraucht“

Der Appell, den die NASA an die Menschheit richten will, ist offensichtlich: Das Ziel muss sein, Emissionen einzudämmen. Ansonsten könnten der Erde schon in wenigen Jahren bedenkliche Szenarien bevorstehen. Laut Wissenschaftsportal futurezone.at müsse sie sich mit Überflutungen auseinandersetzen, die auch das Landesinnere betreffen könnten – schlimmer als bisher befürchtet. Sollte die Menschheit es nämlich nicht schaffen, Treibhauseffekte deutlich zu reduzieren, könnte der Erde Medienberichten zufolge bis Ende dieses Jahrhunderts gar ein unfassbarer Anstieg von rund ein bis zwei Metern drohen.

Der Meeresspiegel steigt weiterhin in einem alarmierenden Maß an und bringt Menschen weltweit in Gefahr

Bill Nelson, Administrator der NASA

Bill Nelson, seines Zeichens NASA-Chef, bestätigt damit die Befürchtungen, die Klimaschützerinnen und Klimaschützer schon seit langer Zeit teilen „Der Meeresspiegel steigt weiterhin in einem alarmierenden Maß an und bringt Menschen weltweit in Gefahr“. Die Fakten seien nicht anders zu deuten. „Dringendes Handeln wird gebraucht, um diese schon fortschreitende Klimakrise in den Griff zu bekommen“, sagt der ehemalige Astronaut, der nun als NASA-Administrator tätig ist.

NASA warnt vor Anstieg des Meeresspiegels durch Klimawandel: Warum die Angst berechtigt ist

Wie die Tagesschau berichtet, zeigt sich das zu befürchtende Ausmaß des Klimawandels besonders anhand der Küste des Atlantiks. Es heißt, der Meeresspiegel sei innerhalb des 20. Jahrhunderts rasant angestiegen – einen solchen Anstieg hätte man zuletzt vor 2.000 Jahren rekonstruiert. Umso besorgniserregend wird der Umstand dadurch, dass laut der Tagesschau 40 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerungen in Küstenregionen wohnen würden.

„Die Überschwemmungen an den Küsten der USA, die wir jetzt erleben, werden in ein paar Jahrzehnten ein ganz neues Ausmaß annehmen“, warnt die Wissenschaftlerin Andrea Dutton. Seit Jahren beschäftigt sie sich mit den Folgen des Klimawandels, die neben freigesetzten Treibhausgasemissionen unter anderem dadurch ausgelöst werden, dass geschmolzenes Eis der Polargebieten in die Meere mündet. Ihre Schlussfolgerung macht betroffen: „Viele unserer großen Ballungsgebiete an der Ostküste werden zunehmend gefährdet sein“. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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