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Mond-Forschung „würde alles verändern“ – Wettstreit um Rohstoffe startet

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Von: Christian Einfeldt

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Das Wettrennen zum Mond hat begonnen: Was sind die Pläne – und was haben diese mit einer potenziellen Besiedlung des Mars zu tun?

Washington, D.C.– NASA, SpaceX, Blue Origin, Virgin Galactic – sie alle verfolgen nur das eine Ziel: Sie wollen schnellstmöglich auf dem Mond landen. Als würde zwischen den amerikanischen Großkalibern nicht schon genug Konkurrenzkampf herrschen, steigen aktuell immer mehr Behörden und Privat-Unternehmen aus aller Welt ebenfalls in den Wettstreit ein. Ist es bloßes Prestige oder warum will plötzlich jeder der Erste sein?

Satellit der Erde:Mond
Entfernung zur Erde:384.400 km
Radius:1.737,4 km
Gravitation:1,62 m/s²

Mond: NASA, SpaceX und Co. wollen hin – weltweites Wettrennen um Platz 1 hat längst begonnen

Als die Menschheit im Jahr 1972 erstmals auf dem Mond landete, konnte die Astronomie noch nichts von den kommenden Meilensteinen der Wissenschaft ahnen. Zu nennen wäre in diesem Kontext etwa der erste künstliche Mond, der vielleicht sogar dessen Besiedlung möglich machen könnte. Gleichermaßen wusste damals noch niemand, dass man den Mars eines Tages innerhalb von 45 Tagen erreichen könnte. Seit jeher strebt die Wissenschaft Fortschritte an. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde das James-Webb-Teleskop Ende 2021 in den Weltraum befördert. Im Zuge dessen möchte man unter anderem die Entstehung von Schwarzen Löchern und Sternen ergründen.

Doch die Astronomie will mehr als bloße Expeditionsreisen unternehmen. Selbst wenn jene mitunter erstaunlichen Funde wie eine Million neuer Galaxien, auch ein Hamburger Forscherteam war an der Entdeckung beteiligt, zutage fördert. Es scheint, als hätten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genug von der Erde: Sie wollen andere Planeten und Himmelskörper bereisen. Namentlich ist das etwa Elon Musk, Geschäftsführer von SpaceX – zuletzt musste er sich noch mit Satelliten, die aufgrund eines Sonnensturms beschädigt waren, beschäftigen. Schon bald könnte er die Menschheit auf den Mars bringen, einem Planeten, über den ein ehemaliger NASA-Mitarbeiter sagt, man könnte ihn eines Tages besiedeln.

Es sind die ambitionierten Ziele eines Elon Musks: In den nächsten fünf bis zehn Jahren könnte es so weit sein, und Menschen könnten den Mars bereisen. Selbst wenn Airbus-Forschungen aus Mondstaub Sauerstoff machen könnten, stehen ähnliche Pläne für den Mond derzeit nicht an. Warum ist der Erd-Satellit dennoch von großer Bedeutung – und warum entfacht seinetwegen gerade regelrecht ein weltweiter Wettstreit?

Der Mond.
Wettrennen zum Mond: Warum sich die Astronomie aktuell für den Erdsatelliten interessiert. © IMAGO/Fotoarena

Mond-Programme werfen ihre Schatten voraus: NASA-Mission „Artemis“ startet im Mai 2022

Die Tiefen des Weltalls faszinieren. Im Fokus der Bewunderung: Der Mond – und zwar nicht nur bei Vollmond. Die Wissenschaft weiß um diese Faszination. 2023 will SpaceX die ersten Touristinnen und Touristen ins All bringen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, den Mond aus unmittelbarer Nähe sehen zu können. Virgin Galactic, neben SpaceX und Blue Origin ein weiteres Privat-Unternehmen im Wettstreit mit der NASA, bietet nicht ohne Grund Weltraumtourismus an. Dass eine knapp zweistündige Weltraumreise aktuell noch 450.000 US-Dollar (und aufwärts) kostet, macht eine private Reise Richtung Mond aber noch wenig reizvoll.

Wann ist Vollmond diesen Monat?

Laut der Allgaeuer-Zeitung ereignet sich der nächste Vollmond am Freitag, dem 18. März 2022 um 8:17 Uhr.

Wie oft umkreist der Mond die Erde im Jahr?

Wie br-online.de berichtet, braucht es insgesamt 27,3 Tage, bis der Mond die Erde einmal umkreist hat.

Wann wird der Mond die Erde verlassen?

Nach Berichten von dlr.de könnte der Mond die Erde in Milliarden Jahren verlassen. Der Mond hat sich bis dahin so weit von der Erde entfernt, dass die Schwerkraft der Sonne stärker wird als die der Erde.

Verantwortliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brennen darauf, den Mond nun für sich zu entdecken. Nachdem sie 1975 ihre „Apollo“-Mondmissionen für beendet erklärt hatten, steht seit geraumer Zeit ein NASA-Programm im Raum, das das damalige Thema erneut aufgreifen soll.

Aktuellen Medienberichten zufolge wurde nun auch endgültig ein Startzeitraum für das sogenannte „Artemis“-Programm der NASA genannt. Wie etwa „futurezone.at“ berichtete, werden die Pläne der NASA womöglich Ende Mai umgesetzt. Eine Woche lang soll dann eine Weltraumkapsel den Mond umkreisen. Das Nachfolger-Projekt „Artemis II“ soll Astronautinnen und Astronauten 2023 in den Orbit des Mondes bringen, ehe 2025 „Artemis III“ startet. Astronautinnen und Astronauten sollen dann endgültig auf dem Mond landen.

Weitere Mond-Missionen laufen: Ist der Erd-Satellit bloß ein Zwischenstopp?

Nach Informationen des Online-Portals „Der Standard“ will Südkorea eine Raumsonde in den Orbit des Mondes schicken. Des Weiteren würden sich aktuell Israel, Indien und die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Umsetzung ähnlicher Pläne vorbereiten. Angekündigte Projekte bestätigen den Verdacht, dass es sich um ein weltweites Interesse handelt: Mond-Rover sollen landen und Raumstationen in der Nähe des Mondes errichtet werden. Woher die Dringlichkeit stammt, ist leicht zu beantworten.

Der Mond löst für die Wissenschaft keine Begeisterung aus, weil er potenziell bewohnbar wäre – sondern, weil der Himmelskörper „die logische Zwischenstation zum Mars“ wäre, sagte ESA-Wissenschaftler Nico Dettmann. Wenn die Wissenschaft aktuell über Mond-Missionen redet, meinen sie im Umkehrschluss also eigentlich Bestrebungen, den Mars zu erkunden. Wenn sie erst den Mond ansteuern, „können wir uns schrittweise auf das nächste Kapitel vorbereiten“, wird Dettmann von derstandard.at zitiert.

Mond könnte essenzielle Rohstoffen versprechen: Wird er zur Quelle des menschlichen Lebens?

Der Erdtrabant könnte für die Raumfahrt tatsächlich zum Zwischenstopp mutieren. Wie „Der Standard“ berichtete, will man auf dem Mond sogar eine Tankstelle errichten, damit Astronautinnen und Astronauten für das Hin und Her zwischen Erde und Mars ausgerüstet sind. Doch hinter der Vielzahl an Mond-Programmen steckt noch eine andere Wahrheit.

Die Möglichkeit, diese Vorkommen zu nutzen, würde alles ändern

Wissenschaftler Jean-Jacques Tortora

Der Mond könnte der Menschheit und der Erde wichtige Ressourcen liefern. So könnte der Mond eines Tages tatsächlich die Quelle für Sauerstoff und vor allem Wasser sein. „Die Möglichkeit, diese Vorkommen zu nutzen, würde alles ändern“, sagte Wissenschaftler Jean-Jacques Tortora unter Berufung auf derstandard.at. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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