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NASA will Raumstation ISS 2031 in den Pazifik schmeißen – warum eigentlich?

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Von: Christian Einfeldt

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Die NASA will spätestens 2031 die Raumstation ISS in den Pazifik schmeißen. Ob es gefährlich werden könnte – und warum die US-Behörde das überhaupt macht.

Washington, D.C. – Point Nemo ist bekannt als Friedhof der Raumfahrt. Ein entlegener Ort, der inmitten des Pazifiks Projekte der Astronomie die letzte Ehre erweist. Teile der russischen Raumstation „Mir“ befinden sich dort. Mindestens 260 weitere Weltraumfahrzeuge ebenso. In knapp zehn Jahren könnte die ISS ebenfalls eine solche Reise antreten. Zwischen Neuseeland und Chile will die NASA ihr einstiges Milliarden-Dollar-Projekt ins Meer schmeißen.

Satellit:Internationale Raumstation (ISS)
Bahnhöhe:408 km
Höchstgeschwindigkeit:28.000 km/h
Startdatum:20. November 1998
Kosten:150 Milliarden USD

NASA Raumstation ISS soll 2031 in den Pazifik stürzen – eine gute Idee?

2031 könnte es mit der NASA Raumstation ISS vorbei sein. Die NASA, die im März 2022 zu einem Asteroiden segeln will, braucht das Projekt fortan nicht mehr. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hätten die Jahrzehnte weilende Weltraumfahrt Spuren hinterlassen. Entsprechend klagen die Verantwortlichen über einen schlechten Zustand der berühmten Raumstation, das am 20. November 1998 einen wichtigen Meilenstein der Raumfahrt gesetzt hatte.

De facto handelt es sich bei der ISS also schon bald um Weltraumschrott. Dass sich davon immer mehr im All ansammelt, zeigt bereits der wissenschaftliche Blick, der der Erde Saturn-Ringe prophezeit, weil sie von Schrott umgeben ist. Das Ziel der NASA, die ISS nicht einfach im Weltall zu lassen, ist dahingehend sogar ansatzweise nachvollziehbar: Die US-Weltraumbehörde will den Weltraum frei von Trümmerteilen halten. Zumindest so gut wie es eben geht.

NASA will verhindern, dass die ISS Weltraumschrott wird

Die Bruchstücke würden ziellos im All herumschwirren. Dabei könnten sie den einen oder anderen Satelliten – etwa die von SpaceX – treffen, wie es zuletzt einem Sonnensturm gelang. Die Konsequenz wäre eine Kollision. Ende 2021 startete bereits die DARTS-Mission der NASA, die mithilfe einer Raumsonde einen Asteroiden abschießen will. Rund zehn Jahre später wird sich die Agenda nicht großartig ändern: Strategien sollen den Worst Case vermeiden – weshalb die NASA im Jahr 2031 die ISS ins Meer schmeißen will.

ISS der NASA.
NASA: Die ISS startete am 20. November 1998 – 2031 soll sie abstürzen. © Nasa/dpa

NASA wirft die Raumstation ISS 2031 ins Meer – warum der Einsatz wohl nicht gefährlich ist

Viele Astro-Projekte sind in Planung. Nicht wenige von ihnen sind unlängst gestartet. Ziel ist nicht selten, der Mars, der laut einem NASA-Wissenschaftler eines Tages besiedelt werden könnte oder der Mond, der die Erde mit Wasser und Sauerstoff versorgen könnte. Je mehr sich die Wissenschaft in den Weiten des Weltalls aufhält, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Weltraumschrott liegenbleibt. NASA und Co. müssen sich Gedanken machen, wie die Raumfahrt damit umgehen will.

Die Angst, dass die ISS, wenn sie erstmal ausgedient hat, irgendwann direkt auf Land treffen könnte, ist durchaus vorhanden. Aus diesem Grund will die NASA die Raumstation also in den Pazifik fallen lassen. Der Südpazifische Wirbel und seine Strömung bedingen laut Wissenschaftsportal t3n, dass dort nur wenige Lebewesen leben. Geo.de schreibt, es wäre der „abgelegenste Ort der Erde“. Es sind also die perfekten Voraussetzungen, die Pläne der NASA umzusetzen.

Raumstation ISS wird bei „Absturz“ ins Meer Druck und Hitze freisetzen – NASA ist darauf vorbereitet

Auch, wenn der Point Nemo bereits einige ehemalige Raumfahrt-Experimente birgt, erfordert ein solcher Einsatz eine Menge Präzision und Fingerspitzengefühl. Sind Berechnungen fehlerhaft, könnte das schwerwiegende Folgen für unseren Planeten haben. Die Astronomie ist jedoch optimistisch, auf den von der ISS erzeugten Druck und der Hitze vorbereitet zu sein. Bei seinem Erd-Flug setzen eben jene Phänomene ein, die gleichermaßen dafür verantwortlich sind, dass das NASA-Projekt in tausend Teile fetzen könnte. Anzeichen, dass sie den Pazifik verfehlen könnten, gibt es keine. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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