Astronomie einfach erklärt

Meteoriten: Wenn Felsbrocken der Erde zu nahe kommen

Ein Meteorit ist ein Teil eines Himmelskörpers, der auf der Erde landet. Bevor ein Meteorit auf der Erde landet, ist er als Sternschnuppe am Himmel unterwegs.

Weltall – Wenn Meteoriten in der Atmosphäre verglühen, sind sie als Sternschnuppen am Himmel sichtbar. Davor noch sind sie Teile größerer Himmelskörper wie Kometen oder Asteroiden, die auch für die Erde gefährlich werden können. Asteroiden sind Kleinplaneten, die aus Stein und Metall bestehen, in der Lehre der Astronomie.

Kometen sind kleinere Himmelskörper, die aus Staub, Eis und lockerem Gestein bestehen. Alle Abbruchstücke dieser Himmelskörper, die nicht vollständig in der Erdatmosphäre verglühen und auf der Erdoberfläche aufschlagen, werden als Meteoriten bezeichnet.

Meteorit, Meteor, Meteoroid oder einfach nur Sternschnuppe: Das sind die Unterschiede

Meteoriten sind also die Gesteinsbrocken, die die Erdoberfläche erreicht haben. Aber wie unterscheiden sie sich von Meteoren und von Meteoroiden? Als Meteoroiden werden die Gesteinsbrocken bezeichnet, die von Asteroiden oder Kometen abgebrochen sind und in den Millionen Galaxien des Universums herumfliegen.

Sobald ein Meteoroid die Erdatmosphäre erreicht, wird er auf seinem Weg zur Erdoberfläche von Luftteilchen abgebremst. Bei diesem Prozess entsteht so viel Hitze, dass der Meteoroid verglüht. Es entsteht eine Lichtspur am Himmel. Diese Lichtspur, die wir Sternschnuppe nennen, wird wissenschaftlich korrekt als Meteor bezeichnet.

Ein Fragment des bekannten Winchcombe-Meteorit in Großbritannien.

Meistens verglüht der Meteoroid komplett auf seinem Weg zur Erde. In einigen Fällen bleibt jedoch etwas übrig und erreicht die Erdoberfläche. Aber nicht alle Meteoroiden lösen einen Meteor am Himmel aus. Manche kommen ohne zu Verglühen auf der Erde an. Sobald der Meteoroid auf der Erde gelandet ist, handelt es sich laut Definition um einen Meteoriten. Der größte Meteorit, der bisher auf der Erde gefunden wurde, ist der Hoba Meteorit. Er wurde in Grootfontein in Namibia entdeckt. Er hat ein Gewicht von 50 Tonnen und liegt immer noch an der Stelle, wo er eingeschlagen ist.

Meteoritenschauer: Jährliche Termine für Sternschnuppen-Nächte zum Vormerken

Das Phänomen der Meteoritenschauer kommt verstärkt im Januar, August und Dezember vor. Aber worum handelt es sich? Wie der Name schon ahnen lässt, geht es hier um eine Häufung von Sternschnuppen. Sie entstehen aus den aufgelösten Staubteilchen von Kometen. Kometen verlieren nämlich viele Teilchen, wenn sie in die Nähe der Sonne kommen. Diese Teilchen bewegen sich dann um die Kometenbahn. Wenn die Erde auf ihrem Weg um die Sonne nun die Laufbahn eines Kometen kreuzt, geraten diese Teilchen in unsere Erdatmosphäre, wo sie dann verglühen. Dann kommt es zu Meteorschwärmen, bei denen die Teilchen in einer Höhe von etwa 90 Kilometern Leuchtspuren hinterlassen.

Nachfolgend die stärksten Stürme, die jedes Jahr wiederkehren.

  • Quadrantiden, bis 120 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar 1. Januar bis 5. Januar
  • Perseiden, bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar 17. Juli bis 24. August
  • Geminiden, bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar 7. Dezember bis 17. Dezember

Fakten über Meteoriten

Es gibt Steinmeteoriten, Eisenmeteoriten und Stein-Eisen Meteoriten. Sie schlagen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90.000 Kilometern pro Stunde in der Erde ein. Jedes Jahr fallen mehrere Meteoriten auf die Erde. Seit dem Jahr 1900 wurden jährlich im Schnitt zwischen 5 und 9 Meteoriteneinschläge beobachtet.

Die Nasa schätzt, dass täglich zwischen 1000 und 10.000 Tonnen von Teilen kosmischen Ursprungs auf die Erde fallen. Meteoriteneinschläge werden in einfache oder multiple Einschläge unterteilt. Bei einfachen Einschlägen bleibt der zur Erde stürzende Meteorit intakt, bei multiplen bricht er auseinander und landet in zwei oder mehreren Teilen auf der Erde. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kuratorium für Naturgeschichte/dpa

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