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Hurrikan „Ian“: Bislang 44 Menschen gestorben – Aufenthalt von 10.000 Menschen noch ungeklärt

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Von: Hannes Niemeyer

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Hurrikan Ian hat in den USA für Verwüstung gesorgt, etliche Tote sind zu beklagen. Und die genaue Opferzahl ist noch unklar. Ist „Ian“ der „tödlichste Hurrikan in der Geschichte Floridas“?

Update vom 2. Oktober, 8.57 Uhr: Die Zahl der Todesopfer von Hurrikan „Ian“ im US-Bundesstaat Florida ist Behördenangaben zufolge gestiegen. „Es gibt jetzt 44 Todesfälle, die dem Hurrikan ‚Ian‘ zugeschrieben werden“, teilte die Kommission der Bezirksärzte in Florida am Samstag (Ortszeit) mit. Allein im schwer getroffenen Lee County wurden nach Angaben des dortigen Sheriffs 35 Todesopfer gezählt. Fernsehsender wie NBC und CBS berichteten von mehr als 70 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Sturm. Am Samstagabend waren noch immer mehr als 900.000 Haushalte in Florida ohne Strom, in North Carolina und Virginia waren es 45.000.

US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill werden am Mittwoch Florida besuchen, wie die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, im Kurznachrichtendienst Twitter ankündigte. Das Paar werde jedoch zunächst am Montag nach Puerto Rico reisen, um sich dort ein Bild von den Zerstörungen des Hurrikans „Fiona“ zu machen, der eine Woche zuvor in dem US-Überseegebiet auf Land getroffen war.

Hurrikan Ian: Zahl der Vermissten weiter unklar

Update vom 1. Oktober, 14.40 Uhr: In Florida gehen die Aufräumarbeiten weiter. Rettungskräfte suchen nach Menschen, die während des Sturms eingeschlossen oder getötet wurden. Die Zahl der Vermissten ist weiterhin unklar. Grund dafür ist unter anderem, dass die Behörden viele Menschen nicht erreichen können. Wie die Tampa Bay Times berichtet, füllten laut Behördenangaben etwa 20.000 Menschen im Voraus einen Fragebogen aus, in dem sie mitteilten, dass sie vor Ort Schutz suchen würden.

Doch die Notfallmanagementbehörde in Florida konnte demnach nur die Hälfte dieser Menschen erreichen. Der Zustand von 10.000 Menschen sei deshalb noch unklar. „Die Tatsache, dass der Staat nicht in der Lage war, sie zu erreichen, bedeutet nicht, dass sie vermisst werden“, erklärte Kevin Guthrie, Direktor der Behörde, der Zeitung. Diese Personen könnten derzeit vermisst, in Sicherheit oder unerreichbar sein, weil sie keinen Zugang zu einem Telefon oder Strom haben.

Hurrikan Ian verwüstet Florida: 23 Todesopfer bestätigt

Update vom 1. Oktober, 8.25 Uhr: Die Zahl der Todesfälle durch Hurrikan „Ian“ ist mittlerweile auf 23 Menschen gestiegen. Viele der Opfer seien ertrunken, teilte die zuständige Sicherheitsbehörde des Bundesstaates Florida am Freitag mit. Nachrichtenkanäle berichten mit Verweis auf die Angaben von Vertretern der Landkreise, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer deutlich höher liege. Laut dem Fernsehsender CNN starben 45 Menschen infolge des zerstörerischen Wirbelsturms. Die Zahl der Toten dürfte in den kommenden Tagen noch steigen.

Schwere Verwüstungen in Florida durch Hurrikan „Ian“: Zwei Millionen Haushalten ohne Strom

Update vom 30. September, 18.22 Uhr: Nach schweren Verwüstungen durch Hurrikan „Ian“ in Florida hat der Bundesstaat mit den gewaltigen Sturmschäden zu kämpfen. Fast zwei Millionen Haushalte seien weiter ohne Strom, sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis am Freitag in Tallahassee. Mehrere Bezirke seien zum Großteil vom Stromnetz abgeschnitten, ein Bezirk nahezu komplett. Tausende Menschen seien in Notunterkünften untergebracht. Die Behörden in Florida rechnen derzeit damit, dass mindestens 21 Menschen durch den Sturm ums Leben gekommen sind. Klarheit gebe es über diese Zahlen aber noch nicht, betonte Kevin Guthrie, Direktor der Behörde für Notfallmanagement in Florida. Der Sturm steuerte derweil auf die nächste Küstenregion zu und sollte im Laufe des Freitags den Bundesstaat South Carolina heimsuchen.

Hurrikan „Ian“ - Florida
Ein Olivenbaum ist in St. Petersburg, Florida, ist auf ein Haus gekippt. © Dirk Shadd/Tampa Bay Times via ZUMA Press/dpa

Als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 war „Ian“ am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Bei seinem Zug quer über den südlichen Bundesstaat hinterließ er Zerstörung und Überschwemmungen.

Vielerorts standen in Florida Straßen unter Wasser, waren Häuser wie wegrasiert, Brücken zerstört oder Boote wie in Fort Myers an Land gespült. Auf Hubschrauber-Aufnahmen waren brennende Häuser zwischen überfluteten Straßen zu sehen oder Grundstücke, von denen die Gebäude komplett weggeschwemmt wurden. Auf Key Largo, einer der Inseln der Inselkette Florida Keys ganz im Süden des Bundesstaates, stehe das Wasser in den Straßen so tief, dass Krokodile darin schwämmen, schrieb die Zeitung „Miami Herald“. An der Insel Sanibel Island wurde die Brücke zerstört, die sie mit dem Festland verbindet. DeSantis sagte, die Bilder der Verwüstungen seien zum Teil bedrückend.

Update vom 30. September, 15.15 Uhr: Nachdem der Hurrikane Florida hinter sich gelassen hat, wird das Maß der Verwüstung und der Schäden sichtbar. Fast zwei Millionen Menschen sind von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Brücke zu Sanibel Island und Pine Island wurden durch „Ian“ beschädigt, sodass keine Verbindung zum Festland besteht. Die Bewohner sitzen auf den Inseln fest. In Lee County haben die Menschen kein Wasser, wie Floridas Gouverneur Ron DeSantis erklärte.

Hurrikan „Ian“ fegte mit Windgeschwindigkeiten von 240 km/h über Florida. Die Stadt Ford Myers wurde dabei besonders scher getroffen.
Hurrikane „Ian“ traft die Stadt Fort Myers mit voller Wucht. © Joe Cavaretta/dpa

Besonders die Stadt Fort Myers wurde von dem Hurrikane stark getroffen. Der Bürgermeister erzählte in einem Interview mit CNN, dass der Wind die Boote wie Spielzeuge mit sich riss. Der Sturm wird South Carolina mit einer deutlich kleineren Wucht treffen. Dennoch warnt das National Hurricane Center vor „lebensbedrohlichen Sturmfluten“ und „Hurrikane-Bedingungen“. Für den Bundesstaat rief Joe Biden den Notstand aus.

Hurrikan „Ian“ hinterlässt Verwüstung: Bislang 19 Menschen gestorben – Warnung für nächsten Bundesstaat

Update vom 30. September, 12.22 Uhr: Hurrikane „Ian“ ist auf dem Weg nach South Carolina und wird dort voraussichtlich am Freitagabend ankommen. Dabei gilt nur noch an der Küste von South Carolina eine Hurrikane-Warnung. Momentan befindet er sich über dem Atlantik. Wie CNN berichtete, weist der Hurrikane noch Windböen von fast 140 Km/h auf. Er hat damit deutlich an Stärke abgenommen und wird nur noch als Sturm der Kategorie 1 eingestuft.

Dennoch warnen die Behörden vor Sturzfluten und starken Überschwemmungen. Auch North Carolina und der Südwesten Virginias bereiten sich auf „Ian“ vor. Dort werden schwere Regenfälle erwartet.

Hurrikane „Ian“ sorgte in Florida für Verwüstung und Überschwemmungen. Nun ist er auf dem Weg nach South Carolina.
imago0170202370h.jpg © Crystal Vander Weit/IMAGO

Im US-Bundesstaat Florida kam der Hurrikane als ein Kategorie-4-Sturm an. In Florida hinterließ der Hurrikane eine große Verwüstung. Millionen von Haushalten und Unternehmen haben keinen Strom, einige Teile des Staates sind überschwemmt. Bis nächste Woche sollen die Flussüberschwemmungen andauern. Die Behörden meldetet nun insgesamt 19 Todesfälle, die mit dem Hurrikan in Florida im Zusammenhang stehen.

Ian könnte „tödlichster Hurrikan in Geschichte Floridas“ sein – und ist weiterhin „lebensbedrohlich“

Miami – Wirbelstürme sind in den USA keine Seltenheit, einen Hurrikan einer solchen Stärke haben die Menschen in Florida aber sicherlich selten erlebt. Hurrikan Ian ist über die USA gefegt. Und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, die seinesgleichen sucht.

Neben etlichen zerstörten Gebäuden und Landstrichen, steigt auch die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Sturm immer weiter. Wie der US-Sender CNN sowie Vertreter verschiedener örtlicher Behörden am Donnerstag berichteten, wurden mindestens zwölf Menschen durch den verheerenden Sturm getötet. Nachdem sich „Ian“ vorübergehend zu einem Tropensturm abgeschwächt hatte, stufte ihn das US-Hurrikanzentrum NHC im weiteren Verlauf wieder als Hurrikan ein und warnte weiterhin vor „lebensbedrohlichen, katastrophalen“ Sturmfluten, starkem Wind und Regen. Der Sturm bewegte sich demnach auf South Carolina zu.

Hurrikan Ian sorgt weiterhin für „lebensbedrohliche“ Lage: Einer der stärksten Stürme jemals

Der Hurrikan ist eine der stärksten Stürme, die die USA jemals erreicht haben. Es sei noch zu früh, um abzuschätzen, wie viele Menschen tatsächlich infolge des Hurrikans gestorben seien, sagte der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis. Hunderte Menschen waren seinen Angaben zufolge weiterhin auf Hilfe durch Rettungskräfte angewiesen.

Der Hurrikan zog am Donnerstagabend weiter in Richtung der Bundesstaaten Georgia sowie South- und North-Carolina. Von der Hurrikan-Warnung des NHC waren die gesamten Küstenregionen von South Carolina sowie Teile von Georgia und North Carolina betroffen. Nach Angaben des NHC könnte sich der Sturm erneut verstärken, bevor er wieder auf Land trifft. Er werde sich wahrscheinlich über dem Südosten der USA in der Nacht von Freitag auf Samstag „rasch abschwächen“.

Joe Biden über Hurrikan Ian: Könnte „tödlichster Hurrikan in der Geschichte Floridas“ sein

„Ian“ hatte Florida am Mittwochnachmittag mit Windgeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern erreicht und dort schwere Verwüstungen angerichtet. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Bäume und Stromleitungen stürzten um. Überschwemmungen und Zerstörungen wurden vor allem aus den Städten Fort Myers und Naples gemeldet. Aus Fort Myers sorgte ein angebliches Hai-Video aus dem Ort für Wirbel.

Heftige Zerstörung: Hurrikan Ian wütete in Florida.
Heftige Zerstörung: Hurrikan Ian wütete in Florida. © IMAGO/THOM BAUR

In Naples standen ganze Viertel unter Wasser. Fernsehbilder von dort zeigten komplett überschwemmte Straßen, in denen Autos trieben. Rettungskräfte waren in verschiedenen Gegenden mit Hubschraubern und Booten im Einsatz, um von den Wassermassen eingeschlossene Menschen zu retten. Laut der Website poweroutage.us waren zwischenzeitlich mehr als 2,6 Millionen Haushalte und Geschäfte ohne Strom. US-Präsident Joe Biden warnte am Donnerstag, es könnte sich um den „tödlichsten Hurrikan in der Geschichte Floridas“ handeln: Die Zahl der Todesopfer sei noch „unklar“, es könnte aber einen „bedeutenden Verlust von Leben“ geben.

Hurrikan Ian hinterlässt Schneise der Verwüstung: Schäden von „historischem Ausmaß“ befürchtet

Floridas Gouverneur Ron DeSantis sprach von Schäden von „historischem“ Ausmaß und Überschwemmungen, wie sie nur „alle 500 Jahre“ vorkommen. „Wir haben noch nie eine solche Überschwemmung gesehen“, sagte der konservative Politiker. „Wir haben noch nie eine Sturmflut dieser Größe gesehen.“ Manche Gegenden wie die Stadt Fort Myers an Floridas Südwestküste seien „durch diesen Sturm wirklich überschwemmt, wirklich verwüstet“ worden.

Im Vorfeld des Wirbelsturms hatten Experten dramatische Warnungen ausgesprochen, für 2,5 Millionen Einwohner Floridas galt eine verpflichtende Evakuierungsanordnung. Der Leiter des Nationalen Wetterdienstes, Ken Graham, bezeichnete „Ian“ als Sturm, „über den wir noch jahrelang reden werden“. Der Flugverkehr an den Flughäfen Tampa und Orlando wurde eingestellt. Ein Hurrikan-Jäger bezeichnete seinen Flug in das Auge des Sturms als den „schlimmsten meiner Karriere“.

Wirbelstürme in Stärke von Hurrikan Ian: Durch die Erderwärmung begünstigt

Zuvor waren durch den Hurrikan in Kuba bereits mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Durch den Sturm fiel in dem Karibikstaat am Dienstag landesweit der Strom aus. Bis Mittwoch konnte die Stromversorgung in Teilen der Hauptstadt Havanna und mehreren Provinzen wiederhergestellt werden. Die am schwersten betroffenen Regionen im Westen des Landes saßen jedoch weiterhin im Dunklen.

Wissenschaftlern zufolge führt die vom Menschen verursachte Erderwärmung zu einer steigenden Zahl und höheren Intensität von Tropenstürmen und Wirbelstürmen. Studien deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und einer extrem raschen Intensivierung von Tropenstürmen hin, bei der ein relativ schwacher Tropensturm binnen 24 Stunden Hurrikan-Kategorie 3 oder mehr erreicht. (han/AFP)

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