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Leoniden im November: So sieht und fotografiert man die Sternschnuppen am besten

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Von: Christian Einfeldt

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Der November 2021 verspricht ein wahres Astro-Highlight: Gleich drei Meteorströme sind aktiv. Die Leoniden-Sternschnuppen könnten die beeindruckendsten sein.

Hamburg – Meteorströme bringen den November 2021 zum Funkeln. Bis Mitte des Monats kann man noch auf den Anblick der letzten Orioniden hoffen. Außerdem leuchten die Taurinen hell auf. Doch am vielversprechendsten könnten die Leoniden-Sternschnuppen sein. Pünktlich zum Jahresausklang stellen sie mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von rund 250.000 km/h ein weiteres Astro-Highlight auf.

Meteorstrom:Leoniden
Maximum:17. November
ZHR:Variabel
Geozentrische Geschwindigkeit:71 km/s

Leoniden, Orioniden und Tauriden sorgen für beeindruckende Sternschnuppen im November 2021

Bereits im vergangenen Monat verzauberten Meteor-Ströme den Nachthimmel. Während es im August 2021 noch die beeindruckenden Perseiden-Sternschnuppen waren, bahnten sich im Oktober die Draconiden und Tauriden ihren Weg. Der eigentliche Star der Sternschnuppen-Show war allerdings ein anderer Meteor-Strom: die Orioniden. Auch wenn das im Vorfeld versprochene Sternschnuppen-Spektakel ausblieb, kamen Astro-Fans dennoch voll auf ihre Kosten. Ein erneutes Feuerwerk ereignet sich nun wenige Wochen später. Erwartungsvoll kündigen sich seit dem 7. November die Leoniden-Ströme an.

Leoniden, Orioniden und Tauriden: So sieht und fotografiert man die Sternschnuppen am besten

Bereits davor beeindrucken jedoch ein letztes Mal die Orioniden und Tauriden. Auch wenn die Orioniden bereits im Oktober ihr Maximus erreichen konnten, lohnt sich ihr Anblick auch weiterhin: Da der Mond, der laut der NASA Überflutungen auf der Erde bedingt*, im vergangenen Monat den Sternschnuppen lange Zeit die Sicht nahm, vielleicht sogar mehr denn je. Ab 22 Uhr können die Schwärme, die dem Sternbild Orion entstammen, bewundert werden. Für alle, die das Spektakel keinesfalls verpassen wollen, gilt folgende Faustregel: Je später der Abend, umso besser sind die Sternschnuppen zu sehen. Das liegt einzig und allein daran, dass das Sternbild mit fortlaufender Zeit immer höher steht.

Mit rund 60 Kilometern pro Sekunde rasen die Sternschnuppen über den Nachthimmel. Damit sind die Orioniden, die Überreste des sogenannten Halleyschen Kometen, deutlich schneller als etwa der Asteroid, der sich der Erde zuletzt mit einer Geschwindigkeit von 94.000 km/h genähert hatte. Aber auch die Tauriden-Ströme, die ebenso die November-Nächte beehren, müssen sich in Bezug auf ihrer Geschwindigkeit geschlagen geben. Die Sternschnuppen, die bereits morgen, am 12. November, ihren Höhepunkt erreichen, sind gerade einmal 30 Kilometer pro Stunde schnell. Das Positive daran: Je langsamer Sternschnuppen sind, umso besser können sie fotografiert werden.

Am Himmel leuchtet eine Sternschnuppe.
November 2021: Mit einer Geschwindigkeit von rund 250 km/h rasen die Leoniden über den Nachthimmel. (Symbolbild) © dpa/Matthias Balk

Leoniden 2021: Tausende Sternschnuppen rasen mit einer Geschwindigkeit von 250 km/h

Seit dem 6. November 2021 macht noch ein weiterer Sternschnuppen-Regen unseren Nachthimmel unsicher. Es handelt sich dabei um die Leoniden, die noch bis um 30. November aktiv sein werden. Wie bei den anderen Meteor-Strömen leitet sich der Name vom entsprechenden Sternbild ab. Hier ist es das Sternbild Löwen bzw. Leo, das als Namensgeber herhält. Die Sternschnuppen zu zählen, fällt schwer. Deren Geschwindigkeit von rund 250.000 Kilometer die Stunde (70 Kilometer die Sekunde) macht es besser gesagt unmöglich, wenn wieder einmal Tausende kleine Teilchen herumschwirren.

Ihren Höhepunkt erreichen die Leoniden am 17. November 2021. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass dies erst nach Sonnenaufgang der Fall sein wird. Für Hobby-Astronom*innen gibt es allerdings noch ein weiteres Problem: Das helle Mondlicht könnte der ein oder anderen Sternschnuppe das wohlverdiente Spotlight klauen. Da der Mond, der das menschliche Schlafverhalten stark beeinflusst, erst morgens um kurz nach fünf Uhr untergeht, ist es also umso wichtiger, die Zeit am frühen Morgen zu nutzen. Schließlich könnte der schönste Sternschnuppenregen des Jahres bevorstehen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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