1. 24hamburg
  2. Welt

24 lebensfreundliche Planeten, die Hoffnung auf ein „besseres Leben“ machen?

Erstellt:

Von: Christian Einfeldt

Kommentare

Der Traum von Neustart auf erdähnlichen Planeten erhält neue Hoffnung: Forscher*innen entdecken 24 Planeten, die sogar ein „besseres“ Leben ermöglichen könnten.

Göttingen – Trotz Klimawandel und Ressourcenknappheit kann sich die Menschheit größtenteils einer lebensfreundlichen Umgebung erfreuen: Keine Eiswüste wie auf dem Mars, wo die NASA aktuell dennoch nach Leben forscht, und auch keine Temperaturen von über 400 Grad Celsius wie auf der Venus. Doch unser „Blauer Planet“ ist wohl längst nicht der einzige, der Leben auf ihm ermöglicht. Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass irgendwo da draußen im Weltraum noch „bessere Erden“ existieren. Nun sprechen Forscher der Astronomie von ganzen 24 Planeten, die dem Menschen sogar „ein besseres“ Leben ermöglichen könnten.

Forschungseinrichtung:Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
Stadt:Göttingen
Mitarbeiter:320
Gründung:1. Juli 2004

Über 24 lebensfreundliche Planete: Wissenschaftler*innen identifizieren „Bessere Erde“

Die Vorstellung auf anderen Planeten leben zu können, begeistert die Menschheit schon seit langer Zeit. Der Blick der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wandert dementsprechend immer wieder Richtung Weltraum. Mit der Entdeckung des lebensfreundlichen Planeten einer „zweiten Erde“* haben Göttinger Forscher schon vor einiger Zeit ein ideales Forschungsobjekt gefunden. Auch der Fund eines weiteren von der NASA entdeckten Planeten weckt Hoffnungen, dass menschliches Leben auf fremden Planeten schon bald mehr als nur Science-Fiction sein könnte.

Ob innerhalb oder außerhalb unserer Galaxie – zunächst ging es der Wissenschaft nur um die bloße Suche eines lebensfreundlichen Planeten. Vermutungen lassen nun eine ganz andere Frage in den Vordergrund rücken: Gibt es da draußen womöglich auch Planeten, auf denen es sich „besser“ leben lässt? Wie die NASA vor Kurzem mitteilte, will sich die Menschheit bald andere Planeten für das Überleben auf der Erde zunutze machen. Auf dem Mond graben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Wasser- und Sauerstoff. Versetzt man sich weit in die Zukunft, könnte eine Besiedelung anderer Planeten vielleicht auch möglich sein.

Max-Planck-Institut nennt einige erdähnliche Planeten „super-habitabel“

„Wer weiß schon, ob Leben allgemein im Universum unbedingt menschenähnlich oder überhaupt erdähnlich sein muss?“ René Heller vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung wirft diese Frage nicht grundlos in den Raum. Im Weltall gibt es weit mehr als 4.000 Planeten. Wie unter andere der MDR berichtet, machen 24 von ihnen jetzt besonderes neugierig. „Es gibt bereits Planeten, die solche Eigenschaften haben, dass sie durchaus super-habitabel sein könnten“, bestätigt Heller.

Eine Darstellung der Erde.
„Bessere Erde“ gefunden?: „Es gibt bereits Planeten, die solche Eigenschaften haben“, sagt Heller. (Symbolbild) © IMAGO / Ikon Images

Lebensfreundliche Planeten: „Es gibt wahrscheinlich solche Objekte im Universum“

Als Exoplaneten bezeichnet man Planeten, die nicht von der Sonne gravitativ beeinflusst werden. „Koi-456.04“ zählt genau so dazu wie „GJ 1132b“. Nach Mutmaßungen der Forschung könnten sie so wie viele weitere ein „besseres“ Leben für Menschen bieten, als es die Erde je könnte. Es ist eine These, die einer genauen Forschung erst noch standhalten muss.

„Tendenziell gibt es wahrscheinlich solche Objekte im Universum. Wir müssen sie noch genauer charakterisieren. Die ersten paar Kandidaten haben wir jetzt einmal ausfindig gemacht“, sagt Heller. Durchaus realistisch ist jedoch auch, dass nur einzelne Bedingungen auf anderen Planeten besser sind. Zum Beispiel angenehmere Temperaturen, dafür knappe Wasserbestände – auch dieses Szenario könnte möglich sein.

Da das Gedankenspiel einer „besseren Erde“ größtenteils von Mutmaßungen geleitet wird, sei es „übertrieben“ voreilige Schlüsse zu ziehen. Die Forschung sei schlichtweg noch nicht so weit, um anzunehmen, dass auf den 24 erdähnlichen Planeten wirklich bessere Bedingungen vorherrschen. Weiter sagt Heller: „So weit gehen wir nicht, sondern wir sagen: Es gibt bereits Planeten, die solche Eigenschaften haben, dass sie durchaus super-habitabel sein könnten.“

Auf welchen Planeten kann man leben? Objekte mit erdähnlichen Bedingungen bisher unerreichbar

Was man auch immer von der Forschung hält: Die Suche nach einer „besseren Erde“ geht weiter. Mehr als fraglich, ob wir je eine exakte Antwort erhalten werden. Angesprochen auf das wohl größte Problem der Forschung, sagt Heller: „Das genaue Charakterisieren fällt schwer, wenn die Objekte so weit weg sind – zu weit weg nämlich, als dass wir sie im Laufe eines Menschenlebens erreichen könnten“. Gelingt es der Weltraumtechnik also nicht, in naher Zukunft deutlich schneller durchs Weltall zu reisen, dürfte die Menschheit wohl keine zweite Chance auf einer neuen, besseren Erde erhalten. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare