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Nach Schüssen in Wohnhaus bei Kiel: Polizei findet dritten Toten - Bedrückende Details aus Vergangenheit bekannt

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Drei Menschen wurden in Dänischenhagen bei Kiel erschossen. Stundenlang befand sich der mutmaßliche Täter auf der Flucht, bei ihm soll es sich um einen Jäger handeln. Nun suchen Taucher nach einer Schusswaffe.

Update vom 21. Mai, 13.40 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf drei Personen in Dänischenhagen und Kiel suchen Taucher nach Angaben der Staatsanwaltschaft nach einer Schusswaffe im Eckernförder Hafen. Es gebe entsprechende Hinweise. Der mutmaßliche Täter hatte eine Schusswaffe bei sich, als er sich am Mittwochabend freiwillig in Hamburg der Polizei stellte. Ob mehrere Waffen für die Taten eingesetzt wurden, werde noch untersucht, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Freitag.

Im Haus des mutmaßlichen Todesschützen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schreckschusswaffen gefunden worden. Die scharfen Schusswaffen, die der 47 Jahre alte Mann als Jäger legal in seinem Haus in Westensee in Schleswig-Holstein aufbewahrt hatte, habe er wahrscheinlich abgegeben, sagte Bimler. Hintergrund sei eine Strafanzeige seiner Frau wegen Körperverletzung vom Dezember 2020, im Januar 2021 sei eine weitere Anzeige wegen Bedrohung aufgegeben worden.

Der Mann sitzt wegen des Verdachts des Mordes in zwei Fällen und des Totschlags in einem Fall in Untersuchungshaft. Er soll am Mittwoch in Dänischenhagen seine von ihm getrennt lebende 43 Jahre alte Ehefrau und einen zehn Jahre älteren Mann erschossen haben. In Kiel soll er tödliche Schüsse auf einen 52 Jahre alten Bekannten abgefeuert haben. Über einen Anwalt habe der Verdächtige erklären lassen, dass er die Taten nicht bestreite, sagte Bimler.

Schüsse in Wohnhaus bei Kiel: Opfer ist vierfache Mutter - Vater gilt als tatverdächtig

Update vom 20. Mai, 15.15 Uhr: Insgesamt drei Personen wurden am Mittwoch in Dänischenhagen bei Kiel gewaltsam umgebracht, bei einer von ihnen handelt es sich um einen vierfache Mutter. Wie die Staatsanwaltschaft nun in Kiel nun bestätigt, seien die vier Kinder im Alter von der Vorschule bis zur Pubertät. Als tatverdächtig gilt der Vater, er soll seine von ihm getrennte 43 Jahre alte Frau und einen 53 Jahre alten Mann getötet haben. Außerdem soll der 47-Jährige einen 52 Jahre alten Mann in Kiel erschossen haben.

Der Verdächtige stellte sich am Mittwochabend der Polizei in Hamburg und wurde in der Nacht nach Kiel gebracht. Er sollte noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Verdächtige nicht vorbestraft. Allerdings gebe es eine Anzeige gegen ihn, die mit den Ereignissen in Verbindung stehen könnte.

Schüsse in Wohnhaus bei Kiel: Polizei findet weiteres Todesopfer - neue Details

Update vom 20. Mai, 10:35 Uhr: Nachdem am Mittwoch zwei leblose Personen in einem Wohnhaus in der Nähe von Kiel entdeckt worden waren, meldete die Polizei am Donnerstag den nächsten Fund: in einem Haus im Kieler Stadtgebiet wurde eine dritte Leiche entdeckt. Wie die Polizei zeitgleich bestätigt, handelt es sich bei dem dritten Toten um eine Person aus dem persönlichen Umfeld des mutmaßlichen Täters. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, doch wie Bild erfahren haben will, soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen Zahnarzt handeln. Der 47-Jährige soll noch am Abend ein Geständnis abgelegt haben, kurz darauf sollen Ermittler die dritte Leiche in dem Wohnhaus entdeckt haben.

Täter stellt sich nach Schüssen in Wohnhaus bei Kiel: Jetzt findet die Polizei ein weiteres Todesopfer

Update vom 20. Mai, 9.25 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen in Dänischenhagen bei Kiel hat die Polizei in der Nacht einen weiteren Toten gefunden. Im Kieler Stadtgebiet sei in einem Haus in einem anderen Stadtteil eine dritte Leiche mit
Schussverletzungen gefunden worden, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Tote stamme aus dem persönlichen Umfeld des mutmaßlichen Täters.

Am Mittwoch hatte die Polizei in einer Doppelhaushälfte in Dänischenhagen wenige Kilometer nördlich von Kiel die Leichen einer
43 Jahre alten Frau und eines 53 Jahre alten Mannes gefunden. Der Tatverdächtige stellte sich in der Nacht in Hamburg der Polizei. Bei dem 47 Jahre alten Tatverdächtigen handelt es sich um den getrennt lebenden Ehemann der Frau. Er wurde noch in der Nacht nach Kiel überführt und soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden, wie Bimler weiter sagte.

Ob die zuerst gefundenen beiden Toten ein Paar waren, war zunächst weiter unklar, wie ein Polizeisprecher sagte. „Die beiden sind sehr gut miteinander bekannt. Aber ob sie ein Paar gewesen sind, wissen wir nicht.“ Auch zum Motiv und den weiteren Hintergründen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft weiter.

Schüsse in Wohnhaus bei Kiel: Zwei Tote - Täter stellt sich nach stundenlanger Großfahndung

Update vom 19. Mai, 21.17 Uhr: Der Fahndungsdruck wurde offenbar zu groß: Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen in Dänischenhagen bei Kiel hat sich der 47 Jahre alte Tatverdächtige in Hamburg gestellt. Das teilte die Polizei am Mittwochabend mit.

Der Verdächtige soll aus dem Umfeld der Getöteten stammen. Wie shz.de berichtet, soll es sich bei ihm um einen Zahnarzt handeln, der seine von ihm getrennt lebende Frau und deren neuen Freund erschossen haben soll.

Update vom 19. Mai, 16.33 Uhr: Der Polizeieinsatz im Kieler Brauereiviertel ist beendet. Das twitterte die Polizei. Man sei einem Hinweis auf einen möglichen Tatverdächtigen in der Gegend gefolgt, doch „dieser Hinweis hat sich nicht bestätigt“, hieß es.

Tote in Dänischenhagen bei Kiel: Kein Hinweis auf Amoklauf

Update vom 19. Mai, 16.04 Uhr: Ein Hubschrauber kreist über dem ruhigen Wohngebiet in Dänischenhagen, wenige Kilometer nördlich von Kiel. Polizisten mit Maschinenpistolen sichern die Umgebung. Kurz zuvor sind hier zwei Menschen durch Schüsse getötet worden (siehe Erstmeldung). Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine männliche und eine weibliche Person.

Der Tatort ist die Hälfte eines Doppelhauses in einer idyllischen Siedlung mit Einzel- und Doppelhäusern. Zu den Hintergründen der Tat ist den Angaben zufolge noch nichts bekannt. Hinweise auf einen Amoklauf gibt es laut Polizei nicht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Täter war am Nachmittag zunächst noch flüchtig. Das Ereignis erinnert an den Mordfall im bayerischen Starnberg, der eine spektakuläre Wendung nahm.

Zwei Menschen in Schleswig-Holstein erschossen - Verdächtiger auf der Flucht

Im Zusammenhang mit der Tat in Dänischenhagen gab es auch im Kieler Brauereiviertel einen Polizeieinsatz. Auch hier waren schwer bewaffnete Polizisten vor Ort sowie ein Hubschrauber in der Luft. Doch auch wenn rund um das Brauereiviertel der Straßenverkehr beeinträchtigt ist, soll es nach Angaben der Polizei zu sonst keinen Einschränkungen kommen: „Abholung von der Schule, Arzttermin etc. ist weiterhin normal möglich“, twitterte sie.

Demnach wurde im Brauereiviertel ein Fahrzeug, dass möglicherweise dem Täter zugeordnet werden kann, gesehen, wie eine Sprecherin des Landespolizeiamtes sagte. Anwohner aus Dänischenhagen hatten der Polizei berichtet, dass sich ein weißer SUV mit Euskirchener Kennzeichen aus der Straße, in der der Tatort liegt, entfernt habe. Ein ebensolcher Wagen wurde später im Kieler Brauereiviertel entdeckt. Ob der Wagen tatsächlich mit der Tat im Zusammenhang steht, war zunächst unklar.

Polizisten in Schutzausrüstung stehen im Brauereiviertel von Kiel nach Schüssen in Dänischenhagen auf der Straße.
Polizeieinsatz im Brauereiviertel Kiels © Frank Molter/dpa

Zwei Tote nach Schüssen in Dänischenhagen - Täter flüchtig

Unsere Erstmeldung vom 19. Mai: Kiel/Dänischenhagen - Die Polizei hat in Dänischenhagen in Schleswig-Holstein nach Schüssen in einem Haus in einem Wohngebiet zwei leblose Personen entdeckt. Ein Polizeisprecher erklärte, die Einsatzkräfte seien wegen Schüssen alarmiert worden. Derzeit werde das Objekt gesichert, ein Team der Kriminalpolizei solle das Haus demnächst betreten, hieß es. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Laut NDR läuft neben dem Einsatz in Dänischenhagen zur Stunde auch ein größerer Polizei-Einsatz in der Kieler Innenstadt. Demnach sind unter anderem Teile der Holtenauer Straße und das Brauereiviertel abgeriegelt. Dort soll ein weißer SUV, der möglicherweise dem Täter zugeordnet werden kann, gesehen worden sein, wie eine Sprecherin des Landespolizeiamtes am Mittwoch sagte. Im Moment müsse man davon ausgehen, dass der Täter noch bewaffnet sei.

Kiel/Dänischenhagen: Zwei Leichen entdeckt - Polizei-Einsatz nach Schüssen

Auf dem offiziellen Twitter-Account der Stadt Kiel war zunächst von einem „Verdacht auf Amoklauf“ die Rede. „Das Brauereiviertel und die Holtenauer Straße ist abgesperrt, meidet die Bereiche und bleibt zu Hause“, so der Aufruf der Stadt an die Bevölkerung.

Die Polizei Schleswig-Holstein veröffentlichte auf ihrem Twitter-Account weitere Informationen. In Dänischenhagen sei es demnach zu einem Tötungsdelikt gekommen. Man fahnde derzeit nach dem Täter. „Hinweise auf eine Amoklage gibt es NICHT“, so die Botschaft der Polizei. 2020 sind in Nürnberg zwei Menschen auf offener Straße erschossen worden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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