Niedrige Inzidenzwerte

Italien, Kroatien, Island: Urlaubsländer ohne starke Corona-Beschränkungen

  • Anika Zuschke
    VonAnika Zuschke
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Auch wenn es momentan nicht so scheint – es gibt noch tolle Urlaubsziele ohne Corona-Probleme. Italien, Kroatien und Island zeigen, wie schön der Sommer sein kann.

Mailand/Zagreb/Reykjavík – Es scheint so, als würden links und rechts – beziehungsweise Ost und West – die coronabedingten Reisebeschränkungen wieder zunehmen. Auf Mallorca erreichen die Inzidenzzahlen einen Rekordwert, sodass neue Restriktionen eingeführt werden mussten. In Griechenland fliehen die Urlauber vor einem möglichen Lockdown*. Aber nicht alle schönen Urlaubsziele sind diesen Sommer zum Scheitern verurteilt: In Italien, Kroatien und auf Island können Sie schönste Natur und aufregende Städte bei Sonnenschein mit wenigen Corona-Bedingungen genießen.

Sommerferien Hamburg: 24.06. - 04.08.2021
Sommerferien Niedersachsen:22.07. - 01.09.2021
Sommerferien Schleswig-Holstein:21.06. - 31.07.2021

Pizza, Pasta e Amore – Italien ist seit Jahren eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen*. Mit gutem Grund: Ob Baden im Gardasee, Städtetrips nach Rom und Florenz oder Wandern in grandiosen Landschaften – Italien hat für jede Ferien-Vorliebe etwas zu bieten. Sogar diesen Sommer enttäuscht das Urlaubsparadies nicht, denn trotz Corona ist ein Trip nach Italien sehr entspannt möglich.

Italien wurde von Corona besonders hart getroffen – jetzt liegt Inzidenz deutlich unter 50

Vor einem Jahr wurden die Italiener von der Corona-Pandemie besonders früh und besonders hart getroffen. Mit über 127.000 Todesfällen hat das Urlaubsziel im Vergleich zu Deutschland deutlich mehr Corona-Tote verzeichnet. Doch inzwischen sind über 60 Prozent der Italiener einmal, etwa 43 Prozent sogar vollständig geimpft. Deswegen liegt Daten der Johns Hopkins University zufolge die 7-Tage-Inzidenz in Italien derzeit nur bei 28,7.

Obwohl die Italien-Inzidenz gerade wieder leicht ansteigt*, ist das ganze Land kein Corona-Risikogebiet mehr, womit auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgehoben wurde. Das erleichtert die Einreise für Urlauber deutlich. Diese müssen bei ihrer Ankunft in Italien lediglich einen negativen PCR- oder Antigen-Test nachweisen und ein Einreiseformular ausfüllen. Für Geimpfte oder Genesene entfällt die Testpflicht. Eine Quarantäne muss niemand nach der Einreise mehr absitzen.

Anreise nach Italien ist unproblematisch möglich: Schweiz und Österreich sind offen

Auch eine Anreise mit dem Auto sollte kein Problem darstellen: In Österreich und der Schweiz ist der Transit laut ADAC erlaubt, die Grenze zwischen Schweiz und Italien ist geöffnet. Tankstellen sowie Autobahntankstellen sind in ganz Italien geöffnet – einem Roadtrip steht also nichts mehr im Wege.

Im gesamten Land wurden auch die vorerst geltenden Corona-Regeln erheblich gelockert*: Die Maskenpflicht im Freien gilt nicht mehr, nur in geschlossenen Räumen an öffentlichen Orten sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln sind Besucher verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dieser kann jedoch auch selbst hergestellt worden sein, solange er Mund und Nase gleichermaßen bedeckt und aus einem mehrlagigen Material besteht. Von jetzt an kann die Maske also wieder auf das Sommeroutfit abgestimmt werden!

Strandurlaub in Italien ist endlich wieder möglich – mit geregeltem Abstand

Der Zugang zum Strand in Italien ist wieder möglich, an einigen Strandbädern kann lediglich eine Anmeldung verlangt und Fieber gemessen werden. Zwischen Sonnenstühlen sollte, genau wie zwischen den Personen selbst, ein Abstand von 1,50 Metern gewahrt werden – das klingt an einem überfüllten Strand eigentlich doch ganz gut.

Da leider auch der schönste Urlaub zu Ende geht, muss auf der Rückreise nach Deutschland folgendes beachtet werden: Flugreisende müssen sich am Abflugort testen lassen und einen negativen PCR-Test beim Check-in nachweisen können. Das bleibt Reisenden mit allen anderen Verkehrsmitteln erspart. Auch eine digitale Einreise-Anmeldung ist für Deutschland nicht vonnöten.

Kroatien überzeugt mit tollem Ambiente und niedrigen Inzidenzwerten

Neben Italien lockt ebenso das Küstenparadies Kroatien mit entspannten Corona-Vorgaben* – und natürlich einem tollen Ambiente. Ob die lang gezogene Adriaküste, historische Städte wie Dubrovnik (Game of Thrones-Fans werden hier sicherlich ihren Spaß haben) oder hervorragender frischer Fisch: Kroatien überzeugt auf jeder Ebene. Deswegen ist es auch so schön, dass die 7-Tage-Inzidenz in dem Land am 20.07 nur bei 18,8 lag (Quelle: Johns Hopkins University).

In Kroatien, Island und Italien kann man auch in der Coronazeit entspannt Urlaub machen. (24hamburg.de-Montage)

Denn das bedeutet: Eine Einreise aus Deutschland ist ohne Quarantäne mit Test, Impfung oder Genesung möglich. Für das Urlaubsziel gibt es keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts mehr und es wurde von der Liste der Risikogebiete gestrichen – mit Ausnahme des Bezirks Zadar. Auf dem Weg nach Kroatien mit dem Auto ist ein Transit durch Slowenien ohne Auflagen möglich, wenn Sie das Land innerhalb von zwölf Stunden durchqueren. Kurzstopps sind natürlich erlaubt. Von Mitte Juli bis Anfang August ist aber mit erheblichen Staus auf den Autobahnen zu rechnen, besonders samstags.

Lokale und Hotels in Urlaubsparadies Kroatien wieder geöffnet

Restaurants, Cafés, Lokale und auch Hotels sowie andere Unterkünfte haben in dem Urlaubsparadies endlich wieder geöffnet. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Anzahl erlaubter Personen jedoch um 40 Prozent reduziert. An beiden Orten herrscht auch nach wie vor Maskenpflicht und der Verkauf von Alkohol ist auf die Zeit zwischen 06:00 und 22:00 Uhr beschränkt.

Am kroatischen Strand gelten, genau wie in Italien, gewisse, angenehme Regeln: Liegestühle müssen paarweise in Abständen von 4,5 Metern voneinander entfernt aufgestellt werden, Ordnungsdienste der Gemeine überwachen das Szenario. Auch die Rückkehr nach Deutschland* folgt gleichen Regeln: Flugreisende benötigen einen negativen Corona-Test vor dem Abflug, allen anderen ist eine Einreise ohne Testnachweis oder Meldepflicht gestattet.

Island bietet nicht nur einmalige Naturspektakel: auch eine Inzidenz von 0,0

Last, but definitely not least: Island! Diese Nordperle schmückt sich mit atemberaubenden Landschaften, Wasserfällen, Geysiren und Küstenwegen und ist auch im Sommer definitiv einen Besuch wert. Außerdem können Sie dort mit bis zu 21 Sonnenstunden pro Tag wortwörtlich die Nacht zum Tage machen. Und mit noch etwas kann das Natur-Paradies locken: Die Corona-Inzidenz auf der Insel liegt bei 0,0.

Deswegen besteht offensichtlich keine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt und das Land gilt nicht als Risikogebiet*. Noch mehr gute Neuigkeiten: Am 25. Juni wurden von dem isländischen Gesundheitsministerium alle Corona-bedingten Restriktionen aufgehoben. Gaststätten, touristische Einrichtungen, Schwimmbäder, Sportstätten und kulturelle Einrichtungen sind geöffnet, es kann lediglich zu verkürzten Öffnungszeiten oder beschränkten Einlasszahlen kommen.

Einreise nach Island nur für Geimpfte und Genesene ohne Quarantäne möglich

Einen kleinen Haken hat die Sache jedoch: Da Island selbst so gut dasteht, hat die Regierung alle Länder außer Grönland als Hochrisikogebiet eingestuft. Aus dem Grund ist nur durchgeimpften oder genesenen Urlaubern eine Einreise ohne Quarantäne gestattet. Alle anderen müssen sich trotz negativem PCR-Test in eine fünftägige Quarantäne in einer geeigneten häuslichen Unterkunft begeben.

Ein PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt sein darf, wird ab dem 26. Juli bei der Einreise von allen vorausgesetzt – sogar von Geimpften und Genesenen. Auf diese Weise möchte Island verständlicherweise die sehr positiven Corona-Zahlen beibehalten. Alle Geimpften und Genesenen können sich dafür auf eine Reise ohne pandemiebeschränkte Bedingungen und ohne besondere Hygienevorschriften freuen. In Island stellt sich übrigens auch die Vier-Tage-Woche als überwältigender Erfolg heraus. * 24hamburg.de, Kreiszeitung.de, Merkur.de und FrankfurterNeuePresse.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Grgo Jelavic/topdeq/Christian Offenberg/IMAGO

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