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Forscher erschaffen ersten künstlichen Mond: Meilenstein für Besiedlung

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Von: Christian Einfeldt

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Macht ein künstlicher Mond schon bald die Besiedlung unseres Erdtrabanten möglich? Mitte 2022 startet ein Projekt, das schon jetzt als Meilenstein gilt.

Xuzhou, China – Die chinesische Stadt Xuzhou plant eine Mission, die für die Disziplin der Astronomie mit einem Meilenstein gleichzusetzen ist. Zufolge des Online-Portals daswetter.com könnte das Projekt bereits Mitte 2022 auf Hochtouren laufen: Unter Laborbedingungen soll ein zweiter Mond hergestellt werden. Ein künstlicher Mond, der die Erforschung rund um unseren Erdtrabanten auf ein neues Level heben könnte. Wie die Mond-Simulation sogar eine Besiedlung des Mondes möglich machen könnte.

Satellit der Erde:Mond
Entfernung zur Erde:384.400 km
Radius: 1.737,4 km1.737,4 km
Alter:4,53 × 10^9 Jahre

Mondbesiedlung: Grundstein wird mit erstem künstlichen Mond schon 2022 gelegt

Ist es möglich, dass irgendwo im Weltraum ein zweiter Mond existiert? Die Vorstellung, einem unentdeckten Himmelskörper auf der Schliche zu sein, fasziniert. Zunächst dachte man, der lange Zeit als Asteroid erfasste Kamo‘oalewa könnte die Suche nach einem zweiten Mond erfolgreich beenden. Doch die Wissenschaft irrte sich. Im Endeffekt handelt es sich wohl eher um ein abgebrochenes Mond-Stück, das fortan frei-schwebend im All seine Zeit verbringt.

Der aktuelle Forschungsstand bleibt transparent: Die Erde besitzt nur einen einzigen natürlichen Satelliten – in Form des wohlbekannten Mondes, der laut der NASA in Zukunft für mehr Überschwemmungen auf der Erde verantwortlich sein könnte*. Dass unser Blick Richtung Mond wandert, passiert ziemlich häufig – und nicht nur dann, wenn Vollmond ist, wie demnächst am 16. Februar 2022. Für die Wissenschaft ist der Trabant nicht zuletzt deshalb wichtig, weil er uns eines Tages eine zweite Heimat bieten könnte. Aktuell klingt die Vorstellung noch absurd und realitätsfern. Doch mithilfe eines künstlichen Mondes könnte die Wissenschaft ihren Ambitionen gerecht werden.

Mond-Besiedlung könnte durch künstlich geschaffenen Mond real werden: Diese Faktoren sind entscheidend

Laut Online-Portal daswetter.com wurde die Idee von der China University of Mining and Technology (CUMT) und dem „China Lunar Exploration Programme“ (CLEP) der China National Space Administration (CNSA) ins Leben gerufen. Erst kürzlich legte ein bekannter Flugzeughersteller einen wesentlichen Grundstein für die Mond-Besiedlung: Airbus verwandelt Mondstaub in Sauerstoff. Um alles andere, so scheint es, soll sich nun die Forschung rund um den künstlichen Mond kümmern.

Forscher schaffen auf künstlichem Mond realistische Schwerkraftbedingungen

Wie der wissenschaftliche Leiter, Li Ruilin, bestätigt, drehen sich die Pläne rund um ein 60 cm großen Gegenstand. Es ist der künstliche Mond. Seine Landschaft ist geprägt von Felsen und Staub und soll so die reale Mondlandschaft darstellen. Ein Magnetfeld würde sich laut daswetter.com außerdem dafür zuständig zeigen, die Schwerkraft auf der Erde auszugleichen. Um ein möglichst realistisches Mond-Szenario kreieren zu wollen, darf dieser Faktor nicht unterschätzt werden. Während die Erde eine Gravitation von 9,807 m/s² aufweist, beträgt die Schwerkraft auf dem Mond lediglich 1,62 m/s².

Der Mond vor einem Sternenhimmel in der Nacht
Komplexe Versuche: der künstliche Mond soll eine potenzielle Mond-Besiedlung ermöglichen. (24hamburg.de-Montage) © Paul Zinken/Marcus Brandt/dpa

Künstlicher Mond macht komplexe Versuche ohne echten Mondflug möglich: Im Fokus steht Besiedlung

Viele der Pläne und Strategien der chinesischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden bereits präsentiert. Man weiß mittlerweile, dass die Simulation unseres Erd-Satelliten die mögliche Errichtung von Bauwerken auf dem realen Mond prüfen soll. Bedeutsam ist dabei unter anderem auch, welche Werkzeuge man dafür verwenden könnte. Der künstliche Mini-Mond macht es möglich, solch komplexe Berechnungen und Versuche anzustellen, ohne auf den Mond fliegen zu müssen. Im Fokus aller Überlegungen steht ganz klar eine potenzielle Mond-Besiedlung.

Mit künstlichem Mond wird auch zur Ressourcensuche und Bedingungen für menschlichen Körper geforscht

Daher stellt sich auch die Frage nach Wasserquellen. Gleichermaßen wird untersucht, wie der menschliche Körper auf den Bedingungen des Mondes reagieren könnte. Könnte der Mond tatsächlich zur zweiten Heimat des Menschen werden? Es bleibt spannend. Bis es so weit ist, steht der Forschung mit dem künstlichen Mond jedenfalls eine günstige Alternative zur Verfügung. Sicherlich wohl weitaus günstiger als der rund 384.400 km entfernte Flug Richtung Mond. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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