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Cessna stürzt in Ostsee: Pilot war Peter Griesemann – Ex-Präsident der Blauen Funken

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Von: Johanna Werning

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Das in der Ostsee abgestürzte Privatflugzeug soll von Peter Griesemann geflogen worden sein. Der Kölner war mehrere Jahre Präsident der Blauen Funken.

Köln – Am Sonntag, 4. September, stürzte ein Flugzeug in die Ostsee. Die Cessna war auf dem Weg von Spanien nach Köln. Vor der lettischen Küste stürzte das Privatflugzeug allerdings aus noch unbekannter Ursache ins Meer. Während noch am Sonntagabend ein Wrack und Trümmerteile im Meer gefunden worden sind, fehlt von den Insassen weiterhin jede Spur, sagte Behördenleiter Peteris Subbota im lettischen Fernsehen. Auch am Montag wird weiterhin nach der vierköpfigen Familie gesucht. Nun gibt es jedoch Namen der Vermissten – und die sorgen für Entsetzen im Kölner Karneval.

Rätselhafter Absturz von Kleinflugzeug in der Ostsee.
Die Cessna war in Jerez (Spanien) gestartet und stürzte in der Ostsee ab © Helmut Fohringer/dpa

Cessna stürzt in Ostsee: Pilot war Peter Griesemann – Schock für Kölner Karneval

Denn bei den vermissten Personen soll es sich um Peter Griesemann, Ehefrau Juliane, Tochter Lisa und deren Freund handeln, berichtet 24RHEIN. Griesemann selbst soll die Cessna geflogen haben. Er war von 2014 bis 2018 Präsident der Blauen Funken. Von 2000 bis 2014 war er Senatspräsident des Traditionskorps. Zuletzt wurde er zum Ehrenpräsidenten der Karnevalsgesellschaft ernannt.

Das Traditionskorps bestätigt auf Nachfrage vom Kölner Stadt-Anzeiger, dass es sich um Griesemann handeln soll. „Wir bestätigen den Absturz und die genannten Personen an Bord“, heißt es am Montagvormittag. „Wir wissen, dass die Hoffnung, dass jemand von ihnen überlebt hat, gering ist. Aber wir möchten dennoch das Ergebnis der Suchaktion vor Ort in der Ostsee abwarten“, so die Gesellschaft weiter.

Zwar wurde das Wrack gefunden, von den Insassen fehlt aber weiterhin jede Spur. Die Absprache haben die Blauen Funken gemeinsam mit Griesemanns Familie getroffen, so der Kölner Stadt-Anzeiger weiter. Besonders tragisch: Aktueller Präsident der Blauen Funken ist Björn Griesemann, der Sohn von Peter Griesemann.

Cessna stürzt in Ostsee: Pilot war Peter Griesemann – „sein Herz schlug für den Fastelovend“

Das Festkomitee Kölner Karneval äußert sich ebenfalls zu Griesemann. Immerhin war er neben seiner Tätigkeit bei den Blauen Funken auch Aufsichtsratsvorsitzender des Festkomitees. Zudem unterstützte er „tatkräftig“ das Festkomitee Kölner Karneval und „half bei der Weiterentwicklung des Karnevals“ weiter, heißt es in einem emotionalen Facebook-Post.

„Sein Herz schlug für den Fastelovend und die Menschen, die er verbindet. Unsere Gedanken sind bei der Familie Griesemann, der wir in dieser schweren Zeit viel Kraft wünschen.“

Auch andere Gesellschaft wie die StattGarde kondolieren: „Wir richten unser Beileid aus und wünschen Familie Griesemann in dieser schweren Zeit viel Kraft!“ Die Kölsche Kippa Köpp schreiben: „Mit großer Bestürzung und Trauer müssen wir den Tod des Ehrenpräsidenten der Kölner Funken Artillerie blau weiß von 1870 e.V., unserer Blauen Funken, Peter Griesemann sel. A. anzeigen.
Wir sind in dieser Zeit in Gedanken bei unserem Freund Björn, seinem Bruder Georg und der gesamten Familie Griesemann.
Baruch atah Adonai Eloheinu melech ha‘olam, dayan ha-emet.“

Abgestürztes Flugzeug
Typ:Cessna 551 Zitat II/SP
Kennzeichen:OE-FGR
Abflughafen:Flughafen Jerez-La Parra (XRY/LEJR) , Spanien
ZielflughafenFlughafen Köln/Bonn-Konrad Adenauer (CGN/EDDK) , Deutschland
Absturzstelle:Ostsee – vor der lettischen Küste

Cessna stürzt in Ostsee: Luftwaffe wollte Flugzeug von Griesemann abfangen

Wie es zu dem rätselhaften Absturz kommen konnte, ist noch unklar. Klar ist nur, dass die Cessna des Typs 551 in Jerez (Spanien) am Sonntag um 12:56 Uhr startete und am Flughafen Köln/Bonn landen wollte. Dort kam das Privatflugzeug allerdings nie an. Nach mehreren Kursänderungen sollte sogar die deutsche Luftwaffe das Flugzeug abfangen, da die Flugsicherungsbehörden den Piloten nicht erreichten.

Um 17:31 Uhr begann die Cessna schließlich an Höhe zu verlieren und stürzte schließlich – rund zwei Stunden später – vor der lettischen Küste ab. Das Wrack soll nun in die Hafenstadt Ventspils gebracht und untersucht werden. Der Flugsicherheitsexperte Hans Kjäll vermutet nach Angaben des schwedischen Rundfunksenders SVT, dass es einen Druckabfall in der Kabine des Flugzeugs gegeben haben könnte, worauf die Insassen bewusstlos geworden seien.

Bestätigt wird das auch dadurch, dass die Kommunikation mit dem Flugzeug vor dem Unfall für lange Zeit unterbrochen gewesen ist. Weitere Infos folgen. (jw mit dpa)

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