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Erdähnlicher Planet entdeckt: „Faszinierend, Bedingungen genau richtig“

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Von: Christian Einfeldt

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Die womögliche Entdeckung eines erdähnlichen Planeten ist eine „völlig neue Beobachtung“. Denn ausgerechnet ein toter Stern weist auf die zweite Erde hin.

London – Ein toter Stern, rund 117 Lichtjahre von unserer Erde entfernt, könnte der Menschheit Hoffnung machen. Ob es um Ressourcen geht oder um einen Neustart – der entdeckte Stern, in Fachkreisen als Weißer Zwerg bekannt, könnte große Versprechungen für die Zukunft machen. Laut des britischen Forscherteams der Royal Astronomical Society würde seine Entdeckung der Existenz einer zweiten Erde in greifbare Nähe rücken. Die Forschenden berichten von lebensfreundlichen Bedingungen. Keine eisigen Temperaturen wie auf dem Mars, der dennoch eines Tages besiedelt werden könnte, noch Hitze, die den Menschen schadet wie auf der Venus. Das steckt hinter den Neuentdeckungen der Astronomie.

Forschung:Royal Astronomical Society
Gründer:John Herschel
Gründung:10. März 1820
Hauptstandort:London, Vereinigtes Königreich

Forscher finden womöglich erdähnlichen Planeten in Umlaufbahn von weißem Zwerg: „völlig neue Beobachtung“

Damit haben sie nicht gerechnet: „Es war ein Schock für das Team“, sagte Studienleiter Jay Farihi vom University College London, als er dem BBC von der Neuentdeckung berichtete. Es sei eine absolute Ausnahmeerscheinung, eine „völlig neue Beobachtung“. Ein kleiner Stern namens „WD1054–226“ würde laut Wissenschaftsportal grenzwissenschaft-aktuell.de um einen Planeten kreisen: Ein Planet, der wie unsere Erde lebensfreundliche Voraussetzungen bieten könnte.

Wenngleich eine endgültige Identifizierung noch aussteht, begeistert der Fund schon jetzt. In der Vergangenheit gab es schon viele Exoplaneten, denen Lebensfreundlichkeit attestiert wurde. Zu nennen sei hier etwa eine „zweite Erde“, die ein Forscherteam aus Göttingen vor Kurzem entdeckt hatte*. Sie fasziniert genauso wie die 24 lebensfreundliche Planeten, die Hoffnung auf ein „besseres Leben“ machen könnten. Nichtsdestotrotz bleibt die aktuelle Entdeckung einzigartig.

Erdähnlicher Planet in Umgebung von totem Stern gefunden: Zweite Erde ist absolute Ausnahmeerscheinung

Die Wissenschaft kennt Weiße Zwerge als die toten Überbleibsel eines ehemaligen Sterns, der irgendwann stark unserer Sonne geähnelt hat. Forscherinnen und Forscher der Royal Astronomical Society wurden nun also auf genauso einen Himmelskörper aufmerksam. Deren Berechnungen würden aktuell nur eine Schlussfolgerung zulassen: Der tote Stern sei umgeben von einem lebensfreundlichen Planeten, einer „zweiten Erde“.

Das ist das erste Mal, dass ein planetarer Körper entdeckt wird, der einen Weißen Zwerg innerhalb dessen lebensfreundlicher Zone umkreist.

Jay Farihi , Sstudienleiter University College London

„Zweite Erde“: Weißer Zwerg könnte für lebensfreundliche Bedingungen auf erdähnlichem Planeten sorgen

Nach „Spiegel“-Informationen sei es die erste astronomische Bekanntschaft dieser Art: Ein Weißer Zwerg, der die Grundvoraussetzung für die Existenz allen Lebens liefert und damit Wasserquellen möglich machen könnte. Die britische Royal Astronomical Society ist sicher: Die Umgebung des Sterns muss einen neuen, noch unerforschten Planeten beheimaten. Zufolge des News-Portals Grenzwissenschaft-Aktuell hätten die Forschenden aus London haufenweise Trümmerteile entdeckt. Sie alle ähnelten Bruchstücke eines Kometen und würden den Stern in aller Regelmäßigkeit umrunden.

Planeten in der Nähe eines Sonnensterns.
„Zweite Erde“: Ermöglicht ein toter Stern die Entdeckung eines lebensfreundlichen Planeten? (Symbolbild) © IMAGO / Cover-Images

Es ist eine äußerst wichtige Beobachtung, wie später Farihi erklären sollte: „Die präzise Anordnung dieser Strukturen, durch die das Sternenlicht alle 23 Minuten abgedimmt wird, legt nahe, dass es in der Nähe auch einen Planeten geben muss, der diese Haufen derart ordnet“. Weiter sagt Farihi: „Das ist das erste Mal, dass ein planetarer Körper entdeckt wird, der einen Weißen Zwerg innerhalb dessen lebensfreundlicher Zone umkreist.“

Entdeckung einer zweiten Erde ist „faszinierend wie unerwartet“ – Stern gibt Hinweise auf erdähnlichen Planeten

Dass die kometenähnliche Teile den Stern regelmäßig aufsuchen, sei also das hauptsächliche Indiz, dass die Wissenschaft einem neuen Planeten auf der Schliche ist. Wie die Forschungsgruppe Londons erklärt, würde es stets zu Kollisionen kommen, wäre die planetarische Schwerkraft nicht vorhanden. Ohne Planet mit entsprechender Schwerkraft würden die Bruchstücke außerdem aufhören, den Stern zu umkreisen.

Wie heißt die neu entdeckte zweite Erde?

Wie inrlp.de berichtet, sind Forscherinnen und Forscher des „Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung“ auf einen neuen Planeten aufmerksam geworden: „KOI-456.04“ befindet sich etwa 3140 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es gibt Hinweise, dass auf dem Planeten Leben möglich sein könnte. „KOI-456.04“ könnte demnach eine „zweite Erde“ sein.

Wie weit ist der erdähnliche Planet entfernt?

„KOI-456.04“ befindet sich rund 3140 Lichtjahre von der Erde entfernt. „TOI 700 d“, der in der Wissenschaft ebenfalls als mutmaßlich lebensfreundlicher Planet gilt, ist laut merkur.de und CNN etwa hundert Lichtjahre entfernt.

Welcher Planet ist bewohnbar?

Laut einer Liste, die sich auf den „Habitable Exoplanets Catalog“ des „Planetary Hability Laboratory“ (PHL) der University of Puerto Rico en Arecibo beruft, könnten die Planeten Teegarden b, Kepler-1649c oder Trappist-1 d weitere Himmelskörper sein, die bewohnbar sein könnten.

Wie weit sind die nächste erdähnlichen Planeten entfernt?

Exoplanet Proxima Centauri b (kurz auch Proxima b) soll Medienberichten zufolge der Erde ähneln. Rund 4,2 Lichtjahre ist er von der Erde entfernt. Dort umkreist er den Stern Proxima Centauri.

„Die Möglichkeit eines Planeten innerhalb der lebensfreundlichen Zone um einen Weißen Zwerg ist ebenso faszinierend wie unerwartet“, bestätigte Farihi im Fachblatt „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“. In Wissenschaftskreisen hält man sich nach wie vor die Option offen, der Entdeckung könnte ein anderes Phänomen zugrunde liegen. Eine endgültige Verifizierung steht also noch aus. Dennoch verdichten sich die Zeiten und immer mehr Informationen gelangen an die Öffentlichkeit.

Spekulationen, die aktuell beschäftigen, gehen davon aus, dass der potenzielle Planet erst nach dem Tod des Sonnensterns entstand. Darüber hinaus attestiert man der Planeten-Umlaufbahn noch lange eine gewisse Lebensfreundlichkeit. Wie grenzwissenschaft-aktuell.de berichtet, würde die weitere Zeitspanne mindestens eine Milliarde Jahre umfassen.

Forschung gewinnt mit lebensfreundlichem Planeten, der eine zweite Erde sein könnte, „Blick in unsere eigene Zukunft“

Unserer Sonne, die irgendwann unter gewissen Umständen die Erde zerstören könnte, könnte laut Spiegel Online-Berichten eines Tages übrigen ein ähnliches Schicksal wie der einstige Sonnenstern des Weißen Zwerges ereilen. Auch sie könnte als Weißer Zwerg enden. Diesbezüglich sagte Farihi: „Mehr als 95 Prozent aller Sterne wird einmal als Weißer Zwerg enden. Ausnahmen bilden nur Riesensterne, die explodieren und entweder zu Schwarzen Löchern und Neutronensternen werden“. Die Schlussfolgerung macht die Forschung umso spannender: „Da auch unsere Sonne in einigen Milliarden Jahren zu einem Weißen Zwerg werden wird, liefert uns die aktuelle auch einen Blick in unsere eigene Zukunft“

Forscher halten Bedingungen auf erdähnlichen Planeten in nahem Sonnensystem für „genau richtig“

Ob der neuentdeckte Planet eines Tages bewohnbar gemacht werden könnte und ob die „zweite Erde“ dann tatsächlich Zufluchtsort für die Menschheit werden könnte, ist aktuell noch mehr als fraglich. Die Forschung läuft unentwegt weiter. Laut der britischen Forschergruppe rund um Farihi würde nur eines sicher sein: Die Bedingungen des Planeten könnten „genau richtig“ sein. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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