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Beschlagnahmte Trump-Dokumente: US-Geheimdienste beginnen mit Auswertung

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Von: Teresa Toth

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Im Zuge einer Razzia auf Trumps Anwesen in Florida stellte das FBI mehrere geheime Dokumente sicher. Diese sollen nun von US-Geheimdiensten ausgewertet werden.

Washington – Anfang August führte das FBI eine Razzia in Donald Trumps Anwesen in Florida (USA) durch und beschlagnahmte mehrere als vertraulich und geheim eingestufte Dokumente. Medienberichte zufolge sollen diese Dokumente nun von den US-Geheimdiensten ausgewertet werden.

Wie US-amerikanische Magazin Politico am Samstag (27. August) unter Berufung auf ein Schreiben von Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines an hochrangige Mitarbeiter berichtet, soll geklärt werden, ob aus der Aufbewahrung der geheimen Dokumente in Trumps Villa Mar-a-Lago Risiken für die nationale Sicherheit entstanden. Haines gehört der Regierung von Joe Biden an.

Die sichergestellten Dokumente sollen Aufschluss darüber geben, ob aus der Aufbewahrung Risiken für die nationale Sicherheit entstanden sind.
Die sichergestellten Dokumente sollen Aufschluss darüber geben, ob aus der Aufbewahrung Risiken für die nationale Sicherheit entstanden sind. © Jon Elswick/dpa

Donald Trump: Geheimdienste prüfen, ob Unbefugte Zugang zu den Dokumenten hatten

„Das Justizministerium und das Büro der US-Geheimdienstkoordinatorin arbeiten zusammen, um eine Klassifizierungsprüfung der relevanten Materialien zu erleichtern, einschließlich der bei der Durchsuchung sichergestellten“, so Haines laut dem Magazin. Die Geheimdienste können zudem prüfen, ob womöglich unbefugte Personen Zugang zu den teils streng geheimen Dokumenten hatten. Sollte dies der Fall sein, können strafrechtliche Konsequenzen folgen.

Das US-Justizministerium hatte am Freitag (27. August) eine teilweise geschwärzte Fassung des Dokuments veröffentlicht, auf dessen Grundlage die US-Bundespolizei das Anwesen von Ex-Präsident Donald Trump durchsucht hatte. Darin hieß es, dass Trump bereits zahlreiche vertrauliche, geheime und streng geheime Dokumente ans Nationalarchiv zurückgegeben hatte.

Einige Dokumente soll Ex-Präsident Donald Trump zuvor ans Nationalarchiv zurückgegeben haben

Es habe daher Grund zur Annahme bestanden, dass sich auf dem Anwesen weitere als geheim eingestufte Dokumente befänden. Da Trump die zurückgegebenen Unterlagen zuvor in seinem privaten Anwesen aufbewahrte, könnte er gegen Gesetze verstoßen haben, was nun untersucht werden muss.

Donald Trump selbst reagiert empört auf die gegen ihn veranlassten Untersuchungen. Auf Truth Social, einem von ihm mitgegründeten Online-Dienst, schrieb sprach er von einer „Hexenjagd“. Die Regierung seines demokratischen Nachfolgers Biden beschuldigte er, das FBI für politische Zwecke zu missbrauchen. Er forderte einen neutralen Prüfer. Bis dahin solle sich „die US-Regierung nicht weiter an der Prüfung der Dokumente beteiligen“, heißt es in einem Antrag, den seine Anwälte bei Gericht einreichten. (tt)

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