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Dilbar in Bremen: Beamte durchsuchen Luxusjacht von Oligarch Usmanow

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat die Luxusjacht Dilbar des russischen Oligarchen Usmanow am Dienstag durchsuchen lassen. 60 Beamte waren an der Aktion in Bremen beteiligt.

Bremen – Ermittler haben am Dienstag, 27. September 2022, bei Bremen die Jacht eines russischen Unternehmers durchsucht. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main auf Nachfrage. Kreisen zufolge richtete sich die Aktion gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow. Bei dem Schiff handelt es sich um die Luxusjacht „Dilbar“, die erst vor wenigen Tagen aus Hamburg kommend in Bremen eingetroffen war. An der Durchsuchung beteiligt waren 60 Beamtinnen und Beamte, wie aus einer Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft hervorgeht.

Name der Yacht:Dilbar
Eigner:Gulbahor Ismailowa (Schwester von Alischer Usmanow)
Bauwerft:Fr. Lürssen Werft, Bremen
Stapellauf:14. November 2015
Länge und Breite:156 Meter / 24 Meter
Platz im Ranking der längste Megayachten der Welt:Platz 6 (09/2022)
Baukosten:geschätzte 600 - 800 Millionen Euro

Jacht Dilbar: Generalstaatsanwaltschaft bestätigt Durchsuchung von Megajacht

In einem Ermittlungsverfahren gegen einen 69-jährigen Unternehmer aus der Russischen Föderation habe die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München II eine Motorjacht in Norddeutschland durchsucht, heißt es in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft.

Die Yacht Dilbar des russischen Oligarchen Alischer Usmanow
Da fuhr sie noch: Die Megayacht Dilbar des russischen Oligarchen Alischar Usmanow wurde am Dienstag auf Beschluss der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt von mehr als 60 Beamten in Bremen durchsucht. (Archivbild) © Augst / Eibner-Pressefoto / Imago

Zunächst hatte der „Spiegel“ berichtet.

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Dilbar bereits im Frühjahr festgesetzt worden – auch Luxusautos beschlagnahmt

Die Luxusjacht war im April auf Basis der EU-Sanktionen wegen des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine festgesetzt worden. Bereits vorher hatte die Crew der „Dilbar“ hingeschmissen, als diese noch in der Hamburger Werft Blohm+Voss im Trockendock lag. Auch hatten Fahnder schon im Frühjahr Luxusautos, die mutmaßlich Usmanow gehören sollen, beschlagnahmt.

Die mit mehr als 500 Millionen Euro angeblich teuerste Jacht der Welt wurde mit einem Verfügungsverbot belegt und darf damit „nicht mehr veräußert, vermietet oder belastet werden“, wie ein Sprecher des Bundeskriminalamts (BKA) damals sagte. (mit Material der dpa).

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