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Starker Sonnensturm soll heute die Erde treffen: „Dreifache Bedrohung“

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Ein starker Sonnensturm wird wohl am 14. März 2022 die Erde treffen. Laut Wissenschaftlerin Dr. Tamitha Skov bringt er eine „dreifachen Bedrohung“.

Hamburg/Washington, D.C. – Ein Sonnensturm verfehlte unsere Erde zuletzt nur knapp. Nun ist bereits der nächste angekündigt. Zu welcher Uhrzeit er eintreffen wird, ist noch unklar. Laut Wissenschaftlerin Dr. Tamitha Skov könnte es jedenfalls heute schon so weit sein – oder vielleicht auch erst morgen am 14. März 2022. Rätselraten um den exakten Zeitpunkt seiner Ankunft, doch eines könnte schon jetzt feststehen: Der Sonnensturm könnte unsere Erde gleich „dreifach bedrohen“.

Behörde:National Oceanic and Atmospheric Administration
Gründer:Richard Nixon
Gründung:3. Oktober 1970
Hauptsitz:Washington, D.C., Vereinigte Staaten

Sonnensturm droht laut Behörde am 14. März – Wissenschaftlerin spricht von „dreifachen Bedrohung“

Könnte der Sonnensturm, zunächst für den 13. März angekündigt, mehr als nur Polarlichter über Norddeutschland bringn? In Fachkreisen der Astronomie weiß man jedenfalls, dass ein Sonnensturm mehr als nur der Faktor sein kann, der uns grüne Lichter an den Nachthimmel zaubert. Trifft ein Sonnensturm die Erde, könnte im schlimmsten Fall eine „technische Apokalypse“ bevorstehen. Zwar kein Ende der Welt, wie es eine wissenschaftliche Theorie voraussagt, die besagt, dass das Universum irgendwann zerreißen könnte. Doch in Zeiten der technischen Digitalisierung wären bereits dauerhafte Schäden des Internet- und Stromnetzes schwer aufzufangen.

Eine Sonneneruption kann einen Sonnensturm mit „spürbaren Auswirkungen“ auf der Erde auslösen

Trotz der Studienlage, die besagt, dass Sonnenstürme wohl häufiger die Erde treffen als angenommen, lebt die Menschheit nicht in ständiger Angst vor den Aktivitäten der Sonne, die bis 2025 weiter zunehmen sollen. „Spürbare Auswirkungen“ wird Sonnenstürmen seitens der Wissenschaft dennoch gelegentlich attestiert – zuletzt im Januar 2022, als ein Sonnensturm die Erde getroffen haben soll.

Sonnensturm trifft die Erde.
Sonnensturm am 14. März 2022: Wissenschaftlerin Dr. Tamitha Skov erwartet eine „dreifache Bedrohung“. (Symbolbild) © IMAGO / Science Photo Library

Sonnensturm trifft Erde Mitte März mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit: Konsequenzen spürbar?

Zwei Monate später nähert sich das Phänomen Sonnensturm nun erneut der Erde. Wie bereits jetzt spekuliert wird, so stark, dass zwischen dem 13. und 15. März Polarlichter über Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu sehen sein könnten. Das ist eine Seltenheit, die laut der amerikanischen Wissenschaftlerin Dr. Skov mit einer „dreifachen Bedrohung“ einhergehen könnte. Was hat es damit auf sich?

Wann trifft der Sonnensturm die Erde? Plasma der Sonne wird am 14. März auf die Erde geschleudert

24hamburg.de berichtete bereits am 12. März über die Ankündigung, ein Sonnensturm könnte die Erde treffen. Seine Ankunft wurde für Sonntag, dem 13. März, erwartet. Möglich sei jedoch auch, dass er erst am 14. oder 15. März auf unseren Planeten trifft. Nun legt sich die US-Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) fest – „Space Weather“-Expertin Dr. Tamitha Skov bestätigte es bereits. Unter Berufung auf Angaben von news.de trifft Plasma der Sonne am Montag die Erde. Es ist die Rede von einem Sonnensturm.

Was passiert bei einem Sonnensturm auf der Erde?

Der sogenannte Koronale Massenauswurf bedingt, dass die Sonne regelmäßig Plasma abwirft. Währenddessen verteilt die Sonne jedoch stark energetisch-geladene Teilchen und Strahlungen, die auch die Erde erreichen könnten (Entwicklung des Sonnenwinds). Zu einem gewissen Zeitpunkt können diese Plasmawolken eine so hohe Dichte an elektrisch-geladenen Teilchen aufweisen – dann spricht man vom Sonnensturm. Trifft der Sonnensturm in der Folge das Magnetfeld der Erde, könnte es zu Komplikationen auf der Erde kommen – auch die Entstehung von Polarlichtern ist möglich.

Wie gefährlich ist ein Sonnensturm? Sonnenstürme können verheerende Auswirkungen haben

Die möglichen Folgen eines Sonnensturms sind Polarlichter, – aber auch Auswirkungen auf das Strom- und Handynetz oder beschädigte Satelliten.

Wann war der letzte große Sonnensturm? Das sogenannte „Carrington-Ereignis“

Der letzte große Sonnensturm, der auf die Erde traf, mündete in das sogenannte „Carrington-Ereignis“: Zwischen dem 28. August bis 4. September 1859 ereigneten sich gleich mehrere Sonnenstürme. Polarlichter in Rom, Havanna oder auf Hawaii waren die Folge. Das laut der FAZ im Jahre 1866 installierte Telegrafienetz wurde massive beschädigt.

Wann ist der nächste Sonnensturm zu erwarten

Nach Informationen von weather.com könnte ein Sonnensturm, wie er sich im Zuge des „Carrington-Ereignisses“ gezeigt hatte, alle 500 Jahre die Erde treffen. Kleinere Sonnenstürme ereignen sich jedoch alle paar Jahre. Ein genaues Datum lässt sich immer nur kurzfristig berechnen.

Wie wirken sich Sonnenstürme auf den Menschen aus? Der aktuelle Sonnensturm erreicht Wert „G2“

Was das für die Menschheit zu bedeuten hat? Stufe zwei auf der vom „US Space Weather Center“ (SWPC) erstellte Skala, die bis „G5“ reicht. „G2“ ist so stark, dass auch Regionen außerhalb des Polarkreises Polarlichter zu sehen bekommen könnten. Trifft der Sonnensturm die Erde, dürfte sich also auch mal wieder Norddeutschland über Polarlichter freuen. Zu den möglichen weiteren Auswirkungen des drohenden Sonnensturms zählt außerdem ein kurzzeitiger Ausfall der Funktechnik.

Wie das britische Online-Portal daytonews.com berichtet, sei zu 80 Prozent davon auszugehen, dass am Montag, dem 14. März ein Sonnensturm kommt. Die Informationen der zitierten Meldung beziehen sich dabei auf Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Ob weitere Folgen außer Polarlichter drohen, wollte die US-Behörde Medienberichten zufolge nicht bestätigen. Demnach ist also mehr als fraglich, ob wir spürbare Konsequenzen zu befürchten haben.

Sonnensturm am 14. März: Wissenschaftlerin rechnet mit „starkem“ magnetischen Sturm und „dreifacher Bedrohung“

Ein folgenschweres, dramatisches Ereignis steht uns also nicht bevor. Was meint Dr. Skov also, wenn sie von einer „dreifachen Bedrohung“ spricht? Auch ihre Angaben berufen sich darauf, dass das Eintreffen eines Sonnensturms am 14. März 2022 am wahrscheinlichsten ist. In den hohen Breitengraden des Globus sei am Montag demnach mit einem „starken“ Sonnensturm zu rechnen. Ihr fünftägiger „Aurora-Ausblick“ bestätigt die Angaben der NOAA – auch hier ist die Rede von einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit.

Auf Twitter erklärt sie in wenigen Worten, warum eine „dreifache Bedrohung“ bevorstehen könnte. Natürlich spielt der angekündigte Sonnensturm eine Rolle. Darüber hinaus bezieht sich die Wissenschaftlerin jedoch auch auf einen früheren Sonnensturm – womit sie sich wohl auf einen Sonnensturm der Stufe „G1“ bezieht, der der Erde bereits am 10. März einen „flüchtigen Schlag“ versetzt haben soll. Ein „Streifschuss“ von ihm würde sich noch immer Richtung Erde begeben und den aktuellen Sonnensturm verstärken, meint die Forscherin. Außerdem: Schnelle Sonnenwinde – die „dritte Bedrohung“.

Was passiert bei einem Sonnensturm auf der Erde? Polarlichter bis hin zur „technischen Apokalypse“

Als Sonnenwind bezeichnet die Wissenschaft den Teilchen-Strom der Sonne, die den geomagnetischen Sturm erst zur Erde befördert. Problematisch sind die Teilchen nur selten – nur etwa dann, wenn eine Sonneneruption entsteht. Selbst wenn es nur für kurze Zeit ist, leitet das verstärkte Vorkommen des Stroms Prozesse in die Wege, die letztendlich Einfluss auf die Erde haben könnten.

Bei einem magnetischen Sturm trifft Plasma auf die Erde: Es kann Strom, Funk und Internet lahmlegen

Eine Plasmawolke bewegt sich dann in Richtung Erde – und von grünen Polarlichtern bis hin zu Internetausfällen, Stromausfällen und gestörten Funk- sowie Satellitverbindungen könnte viele Auswirkungen möglich sein. Sollten alle Berechnungen stimmen, kommt der nächste Sonnensturm also am 14. März 2022 und wird aller Wahrscheinlichkeit mit Polarlichtern den Himmel erleuchten – eine „technische Apokalypse“ bleibt hingegen auch diesmal Stoff für den nächsten Science-Fiction-Blockbuster. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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