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Harvard-Astronom vermutet außerirdische Besucher in unserem Sonnensystem

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Von: Christian Einfeldt

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Havard-Astronom Avi Loeb glaubt an die Existenz von Aliens und UFOs. Das Projekt „Galileo“ soll nun Klarheit – und „Menschen aus der Komfortzone bringen“.

Cambridge, MA – Gibt es im Universum außerirdisches Leben? In der Astronomie gibt es kaum eine Frage, die mehr polarisiert. Insbesondere ein unbekanntes Flugobjekt namens „Oumuamua“ heizte die Debatte in den vergangenen Jahren ein weiteres Mal an. Stimmen wurden laut, die Oumuamua als ein Alien-Raumschiff identifiziert haben. Doch mittlerweile scheint das Geheimnis gelüftet.

Privatuniversität:Harvard University
Adresse:Cambridge, MA, Vereinigte Staaten
Aufnahmequote:4,6% (2020)
Studentenzahl:22.947 (2017)

So gab es rund dreieinhalb Jahre nach seiner Entdeckung im Jahre 2017 Gewissheit: Es handelt sich um einen Exoplaneten. Dass ausgerechnet NASA-Chef Bill Nelson die Existenz von Aliens nicht ausschließt, befeuert die Debatte aktuell einmal mehr. Grund genug für Havard-Astronom Avi Loeb weitere Forschungen anzustellen. Er ist überzeugt, dass außerirdisches Leben existiert. Mit dem Projekt „Galileo“ soll nun ein Projekt starten, um deren vermeintliche Spuren transparent zu machen.

Havard-Astronom: „UFO Oumuamua“ könnte ein Überbleibsel von Aliens sein

Es ist eine Methode, die in der Astronomie die Suche nach Aliens vorantreiben soll. Oumuamua gehörte lange Zeit zu den bekanntesten Flugobjekten, die für manche Rückschlüsse auf außerirdisches Leben zuließen. Es ähnelte weder einem Asteroid, wie Asteroid Bennu, dessen potenzieller Einschlag wahrscheinlicher sein könnte, als zuvor angenommen, noch einem Kometen, wie etwa dem Mega-Koloss, der aktuell in Richtung Erde fliegt. Erinnerungen kommen hoch, als ein anderes interstellares Objekt für Verwunderung sorgte. Auch Phaeton konnte lange Zeit weder einem Asteroid, noch einem Kometen zugeordnet werden.

Auch wenn nun Klarheit darüber besteht, dass es sich bei Oumuamua nicht um ein UFO handelt, könnte das Weltall-Objekt den Wissenschaftler Avi Loeb dennoch für sein Vorhaben motiviert haben. Trotz aller neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist Loeb überzeugt, in Oumuamua ein künstlich hergestelltes Überbleibsel einer anderen Zivilisation erkannt zu haben.

Gibt es Aliens? Havard-Wissenschaftler Loeb hofft auf eine „bessere wissenschaftliche Erklärung“

Als Loeb am 26. Juli 2021 sein Projekt „Galileo“ vorstellte, war sein Konzept noch kryptisch. Die „zufälligen oder anekdotischen Beobachtungen“ von außerirdischen Zivilisationen sollen in eine „transparente, validierte und systematische wissenschaftliche Recherche“ münden. Was bedeuten die Worte des Astronomen konkret?

Scannen Wissenschaftler*innen den Weltraum für gewöhnlich nach elektromagnetischen Signalen ab, soll Galileo gezielt Ausschau nach physischen Objekte halten. Die Initiator*innen rund um Loeb erhoffen sich, dass das Projekt „mindestens ergiebige Datensätze sammelt, die die Entdeckung von neuen interstellaren Objekten mit anomalen Eigenschaften fördern“. Des Weiteren verspricht sich Loeb eine „bessere wissenschaftliche Erklärung“, die die vermeintliche Existenz von außerirdischem Leben begründet.

Ein UFO fliegt Richtung Erde.
Suche nach Aliens wird intensiviert: „Wir sollten definitiv bereit für das nächste Oumuamua sein“. (Symbolbild) © IMAGO / agefotostock

„Galileo“-Alien-Suche polarisiert: „Sie scheinen keine offensichtliche Verbindung zu haben“

Wie die Worte eines Jungen, der behauptet ein Alien zu sein*, werden die wissenschaftlichen Ansichten von Loeb kontrovers betrachtet. Gegenüber des „Science“-Magazins sagte Astrowissenschaftler Adam Frank von der University of Rochester: „Wir sollten definitiv bereit für das nächste Oumuamua sein. Wir werden eine Menge über diese Dinge lernen, was immer sie sind“.

Dem gegenüber steht jedoch die Annahme, dass das „Galileo“-Projekt für die Astronomie nur wenig aussagekräftig sei. Loeb erbringe zu wenige Informationen bezüglich einer vermeintlichen Existenz von Aliens und UFOs. Nach Angaben von merkur.de kritisiert etwa Astronom Jason Wright, dass Loeb und sein Team zwischen unbekannten Flugobjekten und außerirdischem Leben nicht differenzieren würden. „Sie scheinen keine offensichtliche Verbindung zu haben“ – so die klare Meinung des amerikanischen Wissenschaftlers.

„Eine aufregende Chance“: Havard-Astronom ist überzeugt, Spuren außerirdischen Lebens zu entdecken

Als „Schwachsinn“ betitelte Alan Fitzsimmons, Wissenschaftler der Queen’s University Belfast, das Vorhaben. Dass hinter Loebs Konzept dennoch ein Fünkchen Wahrheit stecken könnte, möchte der Havard-Astronom nun mit dem „Galileo“-Projekt beweisen. Zunächst soll ein Netzwerk, bestehend aus hochauflösenden Teleskopen, interstellare Objekte auf der ganzen Welt dokumentarisch festhalten. Darüber hinaus sollen bestehende und zukünftige Studien die beobachteten Objekte identifizieren.

Doch nicht nur die Suche nach interstellaren Objekten läuft. Im Vorfeld machten bereits Berichte die Runde, dass seltsame Geräusche auf die Existenz von Aliens hinweisen könnten. Genau so legten Forscher*innen bereits eine Studie vor, dass Aliens uns und die Erde längst entdeckt haben könnten. Aus diesem Grund stehen für Wissenschaftler Loeb auch potenzielle Satelliten außerirdischer Zivilisationen auf der Liste der gesuchten Objekte.

Loeb ist überzeugt, dass seine Suche „Menschen aus ihrer Komfortzone bringt“. Eine „aufregende Chance“ ist es laut dem Wissenschaftler ohnehin: „Wir werden finden, was immer wir finden und die Evidenz anschauen.“ *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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