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Asteroid Apophis: Kein Einschlag 2029 – dennoch Gefahr für die Erde

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Asteroid Apophis erreicht 2029 seinen erdnächsten Punkt. Für unseren Planeten besteht keine unmittelbare Gefahr – dennoch könnte er Schaden anrichten.

Washington, D.C. – Recherchiert man im Internet nach einem gewissen Asteroiden, benannt nach der ägyptischen Gottheit der Finsternis, trennen einen nur wenige Klicks bis zur Musik von diversen Death-Metal-Bands: Asteroid Apophis gilt längst als sagenumwoben – nicht nur in Kreisen der Astronomie. Dass die Konsequenz einer potenziellen Kollision mit der Erde verheerend wäre, steht nicht zur Debatte. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau würde ein Aufprall eine energetische Freisetzung von 900 Megatonnen bedeuten.

Asteroid:(99942) Apophis
Radius:185 m
Masse:2,699 × 10^10 kg
Absolute Helligkeit:19,2

Es sind fatale Folgen, die das Ende der Welt vorwegnehmen würden – bis etwa der Erdkern auskühlen und das menschliche Leben unmöglich gemacht werden könnte, würde weitaus mehr Zeit vergehen. Warum sich die Menschheit dennoch nicht auf solche Szenarien vorbereiten muss? Auch wenn Asteroid Apophis zwischenzeitlich seine Flugbahn geändert hatte, gilt sein Einschlag als ausgeschlossen*. Es ist ein Umstand, der NASA-Wissenschaftler*innen aufatmen lässt. Dass der Asteroidenflug dennoch nicht komplett bedenkenlos ist, zeigt eine weitere Spekulation: Wenn Apophis der Erde 2029 am nächsten ist, könnten wenig später bereits alle Satelliten zerstört sein.

Asteroid Apophis: Einschlag gilt als ausgeschlossen – sein Flug bedroht aber zahlreiche Satelliten

Szenen, wie in „Don‘t Look Up“, der Netflix-Film, der ein Kometeneinschlag darstellt, waren es nicht – dennoch ist es noch gar nicht lange her, dass die Wissenschaft zuletzt in der Bredouille war. Immer wieder sah sich die NASA gezwungen, die potenzielle Gefahr, ausgehend von Asteroid Apophis, neu zu bewerten. Es hieß, im Jahre 2029 könnte der Himmelskörper der Erde am nächsten sein. Das Narrativ besagt, dass kein anderer Asteroid der Erde so nah kommen würde. Darüber hinaus würde kein Asteroid eine solche Gefahr ausstrahlen.

Asteroid nähert sich der Erde.
Asteroid Apophis galt lange Zeit als „potenziell gefährlich“. (Symbolbild) © IMAGO / agefotostock

Konkret wurden Zahlen genannt, die sprachlos machen. Wie fr.de berichtete, käme Apophis‘ Einschlag der größten vom Menschen ausgelösten Nuklearexplosion gleich. Jedoch mit einem gravierenden Unterschied: Im Vergleich zur sogenannten Wasserstoffbombe „AN602“ muss hinsichtlich der freigesetzten Energie bei einem Einschlag von Apophis mit einem Multiplikator von 18 gerechnet werden. Ein minimaler Prozentsatz ließ solche Szenarien für einen kurzen Moment drohende Wirklichkeit werden. Mittlerweile weiß die NASA, dass der etwa 370 Meter großer Asteroid nicht einschlagen wird. Dennoch droht er 2029 gefährlich zu werden – dann, die erdnahen Satelliten sind in Gefahr geraten.

Asteroid Apophis: NASA berichtet über die Gefahr – doch Weltraum-Mission könnte Schaden abwenden

Unter Berufung auf Online-Portal „Gentside“ befindet sich Asteroid Apophis aktuell rund 16,7 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Für unseren Planeten besteht keine Gefahr – zumindest auf den ersten Blick. Genauere Beobachtungen der NASA legen einen Verdacht nahe, der womöglich Kosten in Millionenhöhe verantworten könnte: Demnach bestünde die reale Gefahr, dass der Erdflug Apophis‘ mit der Zerstörung einiger installierten Kommunikationssatelliten einhergehen könnte. Ein YouTube-Video, geteilt von der NASA, nährt diese Annahme.

Doch in der Akte Apophis könnte sich ein letztes Mal alles zum Guten wenden. So weiß nämlich auch die koreanische Raumfahrt, dass Asteroid Apophis der Erde näher sein könnte, als Weltraum-Satelliten. Eine Mission, die 2027 starten soll, verfolgt dahingehend das Ziel, eine Sonde auf den erdnahen Himmelskörper zu schicken. Für die Wissenschaft sei es eine „beispiellose Gelegenheit“, die zufolge des „Astronomy and Space Science Institute“ Südkoreas ursprünglich für Forschungszwecke genutzt werden sollte.

Zunächst hieß es, dass die Forschung lediglich eine Probe des Asteroiden nehmen möchte, um die Struktur des ominösen Himmelskörpers prüfen zu können. Dahingehend soll die Weltraum-Reise in Erfahrung bringen, inwiefern sich die Beschaffenheit des Asteroiden in Erdnähe ändert. Man ist auf Suche nach der perfekten Asteroiden-Verteidigung. Droht wirklich die Gefahr, dass Asteroid Apophis 2029 die Kommunikationssatelliten zerstört, könnten etwaige Strategien jedoch bereits im Jahre 2027 in die Tat umgesetzt werden. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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