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Asteroid 2022: 15 erdnahe Brocken im Januar – mit bloßem Auge sichtbar?

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Im Januar 2022 gerieten 15 Asteroiden in die Erdumlaufbahn – alle innerhalb weniger Tage. Ob das gefährlich war und wie man die Asteroiden beobachten konnte.

Paris – Nur wenige Asteroiden beschäftigen die Astronomie für längere Zeit. Ausnahmen bestätigen die Regel und können etwa in Asteroid Apophis, auf dem bald eine Sonde landen soll, gesehen werden. Unlängst erkannten die ESA und NASA die „potenzielle Gefahr“, die von den Brocken aus dem All ausginge. Gleichwohl sie nicht zu unterschätzen sei, kann in den meisten Fällen lediglich eine Änderung der Flugbahn die wissenschaftliche Ruhe stören. Es sind Einflüsse, die den Berechnungen trotzen. Auch 15 Asteroiden, die innerhalb einer Woche Richtung Erde fliegen, könnten dazu zählen.

Weltraumbehörde:Europäische Weltraumorganisation (ESA)
Hauptsitz: Paris, FrankreichParis, Frankreich
CEO:Josef Aschbacher
Gründung:30. Mai 1975

Asteroid 2022: Im Januar 2022 sind gleich 15 Gesteinsbrocken in Erdnähe

Forscherteam entdeckt Asteroid. Auch, wenn so spannend, wie im Falle von Asteroid 7482 (1994 PC1), der am 18. Januar gefährlich werden könnte – das Szenario gab es schon Dutzende Male. Teleskop herausholen, Koordinaten notieren, Berechnungen einer potenziellen Kollision anstellen: ein gewöhnlicher Tag bei der ESA, könnte man sagen. Spannend wird es jedoch dann, wenn sich die Strukturen verschieben, Dinge auf einmal anders laufen. Konkret: Wenn nicht ein einziger Asteroid, sondern ganze 15 nahezu auf einen Schlag der Erde nahekommen.

Ein Narrativ, das der Welt aktuell bevorsteht: 15 Asteroiden tummeln sich im Januar 2022 in Erdnähe. So berichtete es unter anderem das Online-Portal futurezone.at. Tag eins der Asteroid-Woche war der 10. Januar 2022: Brocken „2017AM13“, laut ESA, die 2024 im Zuge ihrer „Hera“-Mission einen Asteroiden beschießen will*, rund 30 Meter groß, flog an der Erde vorbei. 6.777.100 Kilometer trennte ihn von unserem Planeten. Der zweite Asteroid hört auf den Namen „2022AZ“. Ein 60 Meter großer Felsen mit einer Erd-Distanz von 3.217.590 Kilometern. Für die Erde und Menschheit besteht keine Gefahr. Lässt sich das wenige Tage und 13 erdnahe Asteroiden später auch noch sagen?

Woher kommen Asteroiden?

Asteroiden stammen in den meisten Fällen aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen Jupiter und Mars.

Woraus bestehen Asteroide?

Gestein sowie Metalle und Kohlenstoffverbindungen sind die Hauptbestandteile eines jeden Asteroid. Asteroiden können zudem aus Metall bestehen.

Welche sind die gefährlichsten Asteroiden?

Asteroid 29075 (1950 DA) und Asteroid (101955) Bennu gehören aktuell laut wetter.de zu den „potenziell gefährlichsten“ Asteroiden. Als gefährlich werden sie eingestuft, weil sie der Erde so nahe kommen, dass eine Abweichung der Flugbahn zumindest potenziell zu einem Einschlag führen könnte.

15 Asteroiden innerhalb einer Woche im Januar 2022 in Erdnähe: Ein Asteroid ist sogar näher als der Mond

Am 11. Januar waren es dann schon vier Asteroiden, die der Erde „ganz nahe“ waren. Überraschen mag insbesondere ein Asteroid: sein Name: „2022AC4“. Bei seinem Erdkurs war er sogar näher an der Erde als der Mond. Hatte die Wissenschaft ihn überhaupt kommen sehen? Gewiss ist, dass ESA und Co. Strategien zur Verteidigung ausgearbeitet haben. Ob die am 24. November 2021 gestartete DART-Mission der NASA oder der Airbus-Rettungsplan mit Satelliten, falls ein Asteroid die Erde bedroht – feststeht, dass die Rettungsversuche allerdings noch auf bloßer Theorie aufgebaut sind.

Asteroiden im Januar 2022 auf Erdkurs: Droht ein Einschlag?

Geeignete Maßnahmen werden erst jetzt erprobt und in die Wege geleitet. Bis dahin könnten auch Entfernungen von knapp über 92.000 Kilometer schnell besorgniserregend sein. Vornehmlich dann, wenn der Asteroid seinen Orbit verlassen sollte. Die Frage, ob Asteroiden der Erde in absehbarer Zeit gefährlich werden könnten, bleibt also bestehen. Selbst dann, wenn manche Asteroiden so klein sein mögen wie etwa „2022AD4“ (11 Meter) oder „2022AB4“ (15 Meter).

Immer wieder schießt ein Gestein aus dem hiesigen Asteroidengürtel, den Breiten des Mars, der schon bald besiedelt werden könnte – Richtung Erde empor. Einer von ihnen: „2013YD48“. Im Gegensatz zu vielen anderen Asteroiden wusste die Wissenschaft um seine mögliche Bedrohung. Es hieß, der Astreroid sei laut der NASA „potenziell gefährlich“.

Asteroide fliegen Richtung Erde.
Asteroiden im Januar: Zwischen dem 10. und 15. Januar erwartet die ESA 15 Himmelskörper. (Symbolbild) © imago

Asteroiden im Januar 2022: Kann man einen Asteroiden mit bloßem Auge sehen?

Grund zur Sorge besteht aktuell jedoch keineswegs. Der Puls der Astro-Fans steigt aus einem anderen Grund: Am 12. Januar 2022 wurde die Erdatmosphäre erneut von mehren Asteroiden an einem Tag heimgesucht. Die Rede ist von Asteroid „2022AF1“ und „2022AA2“. Durchmesser zwischen 20 bzw. 40 Meter ziehen beide Himmelskörper Richtung Erde. Nach ESA-Angaben halten die Asteroiden einen Erd-Abstand von bis zu 2.521.575 Kilometer.

Am 13. Januar sind sogar drei Brocken im Erdanflug. Am nächsten kommt dann Asteroid „2022AG2“. Er hat eine Entfernung von etwas mehr als 1.000.000 Kilometer. Am 14. und 15. Januar folgen zum Abschluss nochmal je zwei Himmelskörper. Besonders beeindruckend: Ein Asteroid wird dann nur noch 725.630 Kilometer von der Erde entfernt sein. Das James-Webb-Teleskop, gestartet am 25. Dezember, kann eine solche Distanz überblicken. Mit einem handelsüblichen Astro-Teleskop könnte es schwierig werden. Doch ein retrospektiver Blick ins Jahr 2021 macht Hoffnung.

Asteroiden 2022: Wo zu sehen? So könnten Sie die Brocken beobachten

Vergangenen Jahres konnten Amateure Asteroid „2016 AJ193“ mithilfe eines Teleskops sichten. Wie sah es in der Woche aus, als gleich 15 Asteroiden in Erdnähe gelangen? Offizielle Angaben von Astronominnen und Astronomen gab es keine. Sollten jedoch die Wetterbedingungen stimmen, kann auch dieses Mal das Teleskop gezückt werden. Am 12. Dezember war es zuletzt Komet Leonard, der mit bloßem Auge zu sehen war. Rund 35 Millionen Kilometern war der Komet von der Erde entfernt. Entscheidend für die Beantwortung der Eingangsfrage wird nun sein, welche Magnitude die Asteroiden erreichen können. Bleiben sie dunkel, wird deren Nachverfolgung erschwert. Ausgeschlossen ist es jedenfalls nicht, dass die Sterne günstig stehen – dann können auch Hobby-Astronominnen und Astronomen mit etwas Glück den Asteroiden-Schwarm genauer unter die Lupe nehmen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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